Altes Handwerk

Sonntag, 18. Januar 2015

Fassbinder1

Wie schon öfter zu lesen, spielen Holzfässer in unserem Keller eine große Rolle. Seit langem wissen wir, wie gut sie vielen unserer Weine tun, vor kurzem haben wir auch gelernt, wie man sie zerlegt und wieder zusammenbaut, aber wie die Fässer gemacht werden, durften wir noch nie live erleben. Grund genug für eine Exkursion zum Fassbinder unseres Vertrauens.

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Endlich Winter

Montag, 29. Dezember 2014

Schneemann

Nach einem sehr milden Dezember ist jetzt endlich der Winter eingekehrt. Nach dem gestrigen Schneefall sollen die nächsten Tage Temperaturen bis an die -10°C bringen.

Kalt genug um den Reben zu signalisieren, dass es Zeit für ihren erholsamen Winterschlaf ist, aber warm genug, um trotz noch nicht völlig zur Ruhe gekommenem Saftstrom in den Pflanzen keine Frostschäden befürchten zu müssen.

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Frohe Weihnachten!

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Raureif3 bearbeitet

 

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Maßgeschneidert

Sonntag, 21. Dezember 2014

Edelreiser 6 bearbeitet

Ein neuer Weingarten ist eine äußerst langfristige Investition und braucht eine entsprechend sorgfältige Vorbereitung. Deshalb haben wir auch schon im heurigen August mit der Planung unserer nächsten Auspflanzung im Frühjahr 2016 (!) begonnen.

Vor der Ernte wurden nämlich nach intensiver Begutachtung unserer besten Blaufränkisch-Weingärten jene Stöcke markiert, die uns besonders gefallen haben und von deren Eigenschaften unsere Neuanlage geprägt sein soll.

In den letzten Tagen haben wir diese Reben geschnitten und das Holz an die Rebschule unseres Vertrauens geliefert. Dort lagern diese sogenannten Edelreiser jetzt im Kühlhaus, bis sie im kommenden Spätwinter auf von uns ausgesuchte Unterlagsreben veredelt werden. Maßgeschneidert statt von der Stange, sozusagen.

Nach einer Vortreibphase im Gewächshaus kommen die kleinen Pflänzchen dann Ende Mai 2015 ins Freiland, in die Rebschule. Im Herbst werden sie wieder ausgeschult, und jene, die einen schönen Trieb und kräftige Wurzeln entwickelt haben warten über den Winter im Kühlhaus auf ihre Auspflanzung am Mörbischer Altenberg im Frühjahr 2016.

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Ein Jahrgang, der in Erinnerung bleibt

Freitag, 28. November 2014

WeinrallyeNach langer Pause schaffe ich es heute wieder einmal an einer Etappe der Wein(blog)rallye teilzunehmen. Alle deutschsprachigen Genussblogger die Lust dazu haben beschäftigen sich auf Vorschlag von Christin Jordan von Hauptsache Wein mit Eindrücken, Bilanzen und Meinungen zur Ernte 2014. In den nächsten Tagen wird es bei der Gastgeberin dieser Etappe auch eine Zusammenfassung dazu geben.

Aus dem Gefühlsleben eines Weinbauern

Auch wenn sich das nach 22 Jahrgängen, an denen ich aktiv beteiligt war, nicht mehr ganz so leicht sagt, wie früher: 2014 wird mir (und sehr, sehr vielen Kollegen) sicherlich lange Zeit in Erinnerung bleiben. Nicht wegen seiner Vorgeschichte, die mit (beinahe) blühenden Mandelbäumen im Jänner und einem extrem frühen Austrieb der Reben auch schon sehr ungewöhnlich war. Sondern natürlich in erster Linie wegen der sechs Wochen vor der Ernte und der Lese selbst.

Ende Juli waren wir noch bester Dinge. Das mäßige Sommerwetter hatte die Entwicklung der Reben ein wenig verzögert und die Nachteile des frühen Vegetationsbeginnes – eine zu frühe, zu heiße und zu schnelle Reifephase der Trauben – zum Teil wettgemacht. Der Regen in dieser Phase hätte vielleicht nicht ganz so üppig ausfallen müssen, aber er war nach ein paar eher trockeneren Wochen durchaus willkommen. Ein durchschnittlicher August genügt und das wird vielleicht der perfekte Jahrgang…

Leider hörte es aber nicht auf zu regnen und am 9. des Monats traf dann auch noch ein Hagelschauer einige unserer wichtigsten Weingärten. Davon abgesehen gaben die Trauben jedoch immer noch Grund zum Zweckoptimismus. Nur sehr vereinzelt waren Fäulnisnester zu sehen. Kein Problem, das bei der Ernte auszusortieren. Das kann noch ein sehr guter Jahrgang werden, wenn es jetzt trocken bleibt…

Es regnete weiter. Im ganzen August gab es wohl keine fünf Tage an denen es nicht geregnet hat oder die Trauben lange Zeit vom Regen am Vortag naß waren. Nur mühsam kletterten die Zuckerwerte der Beeren nach oben, aber immerhin waren die Trauben noch weitgehend gesund. Wenn es jetzt aufhört zu regnen, wir mit der Ernte zuwarten und in Weingarten und Keller alles richtig machen, kann das noch ein guter Jahrgang werden…

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Thema: Lese 2014, Weinrallye |  Beitrag kommentieren

Jahrgangsphänomen

Mittwoch, 26. November 2014

Jahrgangsphänomen 2014 1

Seit Ende Oktober ist in vielen Weingärten etwas zu beobachten, was auch mein Vater in seiner mehr als 50jährigen Weinbauernlaufbahn noch nie gesehen hat: Anstatt sich auf den nahenden Winter vorzubereiten, treiben zahlreiche Knospen an den oberen Trieben der Rebstöcke kleine Blätter und kurze (Geiz-)Triebe als ob wir mitten im Frühling oder Sommer wären!

Wie es scheint, hat die verzögerte Entwicklung der Reben im heurigen Sommer die jüngeren Teile des Rebholzes nicht vollständig ausreifen lassen. Der milde Oktober gab den dort befindlichen Knospen dann das Gefühl, der Sommer wäre noch voll in Gang und die feuchtigkeitsbedingt starke Wuchskraft des Jahrgangs tat ein übriges.

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Kellerpartie

Sonntag, 16. November 2014

Vati mit Heber 1 komprimiert

Auch wenn wir heutzutage noch gelegentlich unsere Jungweine mit dem einen oder anderen Weinbauernkollegen verkosten, der alte Brauch der “Kellerpartie” ist leider längst ausgestorben.

Bis in die 70er- und vielleicht auch 80er-Jahre war es üblich, im Spätherbst und Winter in Freundesgruppen gegenseitig die Weine des neuen Jahrgangs im Keller direkt aus dem Fass zu verkosten und zu diskutieren. Und je später der Abend, umso eher ging das Verkosten dann auch in ein geselliges Trinken über.

Aus diese Zeit stammt eine Mörbischer Anekdote, die, wenn sie sich nicht tatsächlich so zugetragen hat, zumindest gut erfunden wurde:

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Ein Weinfass auf Reisen

Freitag, 31. Oktober 2014

Fasstransfer1 komprimiert

Wie hier bereits einmal beschrieben, haben Holzfässer bei guter Pflege eine enorme Lebensdauer. Nicht alle halten aber so lange wie unser derzeit ältestes, das aus dem Jahr 1939 stammt. Kleine Mängel bei Holzauswahl oder Herstellung führen über die Jahre ebenso zu Problemen wie ein längeres Leerstehen, zum Beispiel nach einer kleinen Ernte für die nicht alle Fässer benötigt werden.

Unser bislang größtes Fass stammte aus den 1960er-Jahren. Damals wurde viel neuer Lagerraum benötigt, weil die Rebfläche stark ausgeweitet wurde, und wie die manche Weinbauern setzten auch etliche Fassbinder eher auf Masse, statt auf Klasse. Aus kaum abgelegenem Holz schnell und ungenau gefertigt hatten wir immer wieder Schwierigkeiten, es beim Wiederbefüllen dicht zu bekommen. Im kleinen Jahrgang 2010 blieb es komplett leer und seither halfen bei den zwei, drei Problemstellen  auch alle möglichen Tricks nichts mehr. Das hat uns schließlich dazu bewogen, das 4400l-Fass vor der heurigen Ernte auszumustern.

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Mit einem blauen Auge?

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Rotweinschaum

Noch ist es viel zu früh, den außergewöhnlichen Jahrgang 2014 richtig einzuordnen. Natürlich wird man ihn nicht zu den sehr guten zählen können. Und ziemlich sicher wird er in der Menge auch österreichweit gerechnet unterdurchschnittlich ausfallen. Wie es aber im Detail aussieht, ist um diese Zeit schon in einem normalen Jahr schwer abzuschätzen. Und heuer praktisch gar nicht.

Auch wenn es überall zu nass war, dürfte es doch große Unterschiede zwischen den heimischen Weinbaugebieten geben. Und zwischen den Sorten. Zweigelt und wohl auch St. Laurent scheinen zum Beispiel fast überall schwer von der Fäulnis in Mitleidenschaft gezogen worden zu sein, während der Blaufränkisch besser dastehen könnte. Weil wichtige Blaufränkisch-Gebiete aber deutlich später in der Entwicklung sind, bleibt aber die Frage, ob die Reife weit genug fortgeschritten ist. Die deutliche Wetterbesserung ab Ende September konnten die meisten Reben nämlich mangels intakter Blattmasse aufgrund von de facto unvermeidlichem Peronosporabefall kaum noch nützen.

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Geschafft

Dienstag, 7. Oktober 2014

Auslese 2014

Heute Nachmittag haben wir die Weinlese 2014 mit einer Auslese vom Weißburgunder abgeschlossen.

Während es zwischendurch bei Welschriesling, Grünem Veltliner und Blaufränkisch deutlich besser war, mußten wir am Ende der Ernte die Trauben wieder genauso intensiv sortieren wie am Beginn vor 29 Tagen bei Muskat Ottonel und Zweigelt.

Deutlich mehr als die Hälfte landete heute auf dem Boden, infiziert von Essigsäurebakterien und verschiedensten unedlen Fäulnisarten. Hoffentlich hat sich die Mühe gelohnt.

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