Geschafft!

Freitag, 13. Oktober 2017

Mit einer hohen Auslese, nahe an der Beerenauslese konnten wir heute die Weinlese 2017 abschließen.

Herzlichen Dank an alle, die dabei mitgeholfen haben!

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Zettelwirtschaft

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Während der Weinlese und in den Wochen danach fühle ich mich oft wie ein Jongleur, der mit 30 Bällen gleichzeitig arbeitet. So viele verschiedene Chargen habe ich nämlich in einem normalen Jahrgang ungefähr im Keller, und jede verlangt nach der Aufmerksamkeit des Kellermeisters.

Manche „Bälle“ sind knapp vor dem Hinunterfallen und müssen sofort gefangen werden. Andere, die gerade durch die Luft schweben lassen einem etwas mehr Zeit, erfordern aber auch rechtzeitiges Handeln. Und selbst die, die noch unbewegt auf der Ablage liegen, sollten schon in die kommenden Abläufe eingeplant und entsprechend vorbereitet werden.

Auch im Keller gibt es Dinge, die sofort zu erledigen sind. Solche die zumindest noch heute passieren müssen. Und jene, die für morgen, übermorgen oder nächste Woche vorbereitet sein wollen, damit dann alles glatt läuft.

Um im alltäglichen Weinlesestress mit seinen ständigen Unterbrechungen (durch neu ankommende Trauben, durch Telefonate und unaufschiebbaren Bürokram, durch Unvorhergesehenes) nichts zu vergessen, was mir schon einmal in den Sinn gekommen ist, betreibe ich eine intensive Zettelwirtschaft.

Außenstehende empfinden meine Listen vermutlich als ziemlich chaotisch, mir helfen sie aber enorm.

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Fast fertig

Montag, 25. September 2017

Am Samstag konnten wir die Weinlese 2017 vorläufig abschließen. Was jetzt noch – gut vernetzt gegen die Stare – draußen ist, wartet auf eine edelfäulebedingte Schrumpfung zur süßen Auslese. Das kann noch dauern und wird uns, wenn es soweit ist, nur zwei weitere Lesetage kosten.

Was schon im Keller ist, stimmt uns recht positiv. Die erstgelesenen Grünen Veltliner und Muskat Ottonel sind schon durchgegoren und versprechen einiges. Weißburgunder, Chardonnay und Traminer gären noch. Zum Teil etwas langsam, aber ich gehe davon aus, dass alle wie gewünscht bis zum trockenen Ende durcharbeiten werden.

Die vier Zweigelt-Chargen sind schon gepresst und so farb- und geschmacksintensiv wie das bei den schönen Trauben zu erwarten war. Blaufränkisch in all seinen Varianten gärt noch auf der Maische, ebenso wie der Cabernet Sauvignon.

Angesichts der supergesunden und reifen Trauben kann man jetzt schon von einem guten Jahrgang sprechen. Wie gut er ist, wird die Entwicklung der Jungweine in den nächsten Wochen zeigen.

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Rotweinpressen

Donnerstag, 21. September 2017

Der Regen ist vorerst überstanden und zum Glück nicht ganz so ergiebig ausgefallen, wie prognostiziert. Nach zwei Tagen Pause konnten wir heute den Blaufränkisch abschließen und den Cabernet beginnen. Und damit die Platz zum Gären haben, war heute Rotweinpressen angesagt:

Wer mehr zur Rotweinvinifikation wissen möchte, kann hier meine chronologischen Beiträge dazu nachlesen.

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Trübe Aussichten

Sonntag, 17. September 2017

Quelle: https://www.facebook.com/wadsakmarcus/

Der Regen gestern und heute hat uns nicht weh getan. Die zusammen ca. 40 Liter pro Quadratmeter hat der lange ausgetrocknete Boden gut aufgenommen und sicher nicht direkt an die Reben weitergegeben. Außerdem war es kalt und das Fäulnisrisiko gering und wir hätten sowieso nicht gelesen.

Was für Dienstag und Mittwoch prognostiziert wird, ist allerdings wenig erfreulich. Von Regenmengen bis zu 100 Liter im Osten Österreichs kann man da lesen, was zumindest zwei Tage Erntepause bedeutet und nicht die besten Voraussetzungen für die Tage danach.

Deshalb werden wir versuchen, morgen so viel von den besten Blaufränkischen nach Hause zu holen wie irgend möglich. Mit entsprechendem Stress für den Kellermeister, denn die Gärtanks in die der eingefüllt werden soll sind noch voll mit Zweigelt, den ich morgen zumindest so schnell in die Presse verfrachten muss, wie die Blaufränkisch-Trauben anrollen.

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Nach der zweiten Lesewoche

Samstag, 16. September 2017

Die zweite Lesewoche ist um, und fast der ganze Weißwein im Keller. Ab Montag stehen Blaufränkisch und danach Cabernet Sauvignon auf dem Programm. Sofern das Wetter sich nicht an die Regenschauer-Prognosen für Dienstag und Mittwoch hält.

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Der Weg des Zweigelt

Montag, 11. September 2017

Der letzte Zweigelt ist zu Hause. Und was dort mit den Rotwein-Trauben passiert sieht man im Video.

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Blaufränkisch 2017

Sonntag, 10. September 2017

Das lesefreie Wochenende habe ich genutzt, um mir ein Bild vom Reifezustand der noch nicht geernteten Sorten zu machen. Und für ein paar bewegte Bilder beim Blaufränkisch. Vielleicht schaffe ich noch mehr Videos in den nächsten Tagen.

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Bilanz der ersten Woche

Samstag, 9. September 2017

Die erste Lesewoche liegt hinter uns, und mit Muskat Ottonel und Grünem Veltliner sind bereits zwei Sorten komplett abgeerntet. Gestern haben wir dann auch noch gut die Hälfte des Zweigelt geschafft, den wir voraussichtlich am Montag abschließen werden.

Wie in einem trockenen Jahr zu erwarten sind die Trauben sehr gesund und dementsprechend schnell zu ernten. In unserem gut 40 Jahre alten Weingarten in der Ried Bauwiesort, wo Grüner Veltliner (mit wenn möglich entsprechend höherem Ertrag) für unseren Landwein wächst, sind wir am Donnerstag auf rekordverdächtige 140 Kilo Trauben pro Lesehelfer pro Sunde gekommen. (Danke an die vielen fleißigen Hände!) Von dort stammt auch die Traube auf dem Foto, mit 93 Dekagramm ebenfalls rekordverdächtig.

Natürlich liegt der Ertrag nicht überall so hoch. „Obenaus“, auf einem Hochplateau über dem Ort haben wir in der Ried Birnhaide beim Grünen Veltliner nur rund 40 Prozent des Vorjahres geerntet. Insgesamt dürfte es mengenmäßig eine Normalernte werden, sofern die Stare uns nicht zuvorkommen. Nach ein paar ruhigeren Tagen waren sie gestern und heute sehr aktiv und auch schon in größeren Schwärmen unterwegs.

Analytisch und geschmacklich sind die Trauben sehr vielversprechend. Für unsere leichteren Weine haben wir den Lesetermin punktgenau erwischt, sodass Veltliner und Muskat auch 2017 „nur“ 11,5 Prozent Alkohol haben werden. Weißburgunder, Chardonnay und Traminer vertragen mehr und sind wohl in der kommenden Woche soweit.

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Kellerroutine

Dienstag, 5. September 2017

Nach der morgentlichen Presshaus-Reinigung und der Gärbeobachtung der schon gärenden „Stürme“ kümmere ich mich vormittags um den Most des Vortages. Dichte, Zuckergrade, pH-Wert und Säure werden gemessen und dann folgt das Entschleimen in den passenden Gärbehälter.

Dabei trenne ich den relativ klaren Saft vom über Nacht abgesunkenen Bodensatz aus Fruchtfleisch, Staubteilchen und dem zur Vorbeugung von späteren Eiweißtrübungen gleich nach dem Pressen zugegebenen Tonerdepräparat.

Wie gestern steht auch heute Muskat Ottonel auf dem Programm.

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