In letzter Minute

Sonntag, 23. August 2015

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Vergangene Woche hat es insgesamt über 40 Liter pro Quadratmeter geregnet. Spät, aber nicht zu spät für die Qualität und die Erntemenge des heurigen Jahrgangs.

Mit dem Regen hat es auch abgekühlt, und selbst wenn uns die kommende Woche wieder Temperaturen an die 30 Grad bringen soll, die große Hitze, vor allem nachts, haben wir nicht mehr zu befürchten.

Unsere ersten Reifemessungen zeigen das erwartete (und erhoffte) Bild: Die Trauben sind auf einem guten Weg, aber noch merkbar von der Erntereife entfernt. In den nächsten Wochen können sie sich unter wie es scheint durchaus vielversprechenden Bedingungen dorthin weiterentwickeln.

Im Moment sind wir also guter Dinge und rechnen mit einem Erntebeginn Mitte September oder ein paar Tage früher.

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Viel Licht und etwas Schatten

Samstag, 15. August 2015

Nachdem es bei meinem vorigen Beitrag über den heurigen Jahrgang schon etwas zu dunkel zum Fotografieren war, möchte ich hier ein par aktuelle Ausnahmen aus unseren Weingärten nachreichen:

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Ich hoffe, dieser Blaufränkisch am Mörbischer Goldberg macht klar, warum ich mir den Jahrgang nicht schlechtreden lassen will.

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Jahrgangsorakel

Sonntag, 9. August 2015

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Ein Rekordsommer wie der heurige, dessen Hitzewellen sich nicht mehr zählen lassen, ruft natürlich alle möglichen Weinjahrgangsorakel auf den Plan.

Viel Sonne ist immer gut für den Wein, meinen die einen, und rufen bereits einen Jahrhundertjahrgang aus. Hitze und Trockenheit machen die Qualität zunichte und werden uns säurearme, alkoholüberladene Weine bescheren, unken die anderen.

Beides falsch, beides zu früh, wissen die, die wirklich Ahnung von der Materie haben.

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Alles offen

Mittwoch, 15. Juli 2015

Erbsengröße

Nach einer kurzen Unterbrechung mit bei weitem nicht so viel Regen wie erhofft am Dienstag der vergangenen Woche, scheint jetzt die nächste Hitzewelle auf uns zuzurollen. Das Wachstum der Reben hat sich temperatur- und trockenheitsbedingt deutlich verlangsamt.

Obwohl die Stöcke eigentlich noch recht schön dastehen, sind sie für eine Entlastung dankbar und wir haben (natürlich auch im Interesse der Weinqualität) bereits damit begonnen, den heuer sehr reichlichen Traubenbehang auszudünnen. Auch in Weingärten, in denen das normalerweise nicht notwendig ist.

Bis zur Umfärbung der ersten Zweigelt-Beeren, das ich in den letzten 20 Jahren zwischen dem 5. und dem 27. Juli beobachten konnte, wird es wohl noch etwas dauern. Damit liegen wir wahrscheinlich im Durchschnitt der letzten Jahre oder etwas dahinter und die Hoffnung auf eine nicht zu frühe Ernte und eine Reife der Trauben unter etwas kühleren Bedingungen in der zweiten Augusthälfte und im September lebt.

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Rotweinfinish

Dienstag, 23. Juni 2015

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Den heutigen Regentag nützen wir, um die letzten Entscheidungen für die Rotwein-Abfüllung in zwei bis drei Wochen zu treffen.

Die leichteren, fruchtbetonten 2014er entwickeln sich wie erwartet ein wenig rascher als die letzten Jahrgänge und deshalb werden wir die Abfüllung von Mitte/Ende August auf Anfang Juli vorziehen. Außerdem kommen bei der Gelegenheit Blaufränkisch Reserve, Rote Trilogie und Cabernet Sauvignon vom Jahrgangs 2013 in die Flasche.

Zur Erfrischung des Gaumens für die Nachverkostung am Nachmittag gibt es zum Mittagessen einen Moselriesling von Harald Steffens.

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Betriebsblind

Samstag, 13. Juni 2015

Foto: steve.haider.com

Traditionelle Holzfässer sind für mich nichts Besonderes. Natürlich schätze ich ihre positiven Auswirkungen auf alle unsere Rotweine und manche Weiße. Aber auch wenn ich sie außerdem einfach schön finde, sind sie doch nur ein Teil meiner Kellerroutine.

Welche Ausnahme das heutzutage jedoch darstellt, ist mir erst am vergangenen Wochenende bei unseren Tagen der offenen Kellertür wieder einmal bewußt geworden. Sehr viele Besucher waren erstaunt darüber, dass es in unserem Keller nicht nur die üblichen Stahltanks und Barriques, sondern auch eine stattliche Anzahl traditioneller Fässer aller Altersklassen gibt.

Ob die wirklich noch in Verwendung und nicht nur Dekoration wären, wollten einige staunend wissen. Und unausgesprochen wohl auch, ob wir die Fässer nur deswegen noch verwenden, weil wir kein Geld für den Ankauf von Stahltanks haben.

Umso größer war die Aufmerksamkeit, als ich erklärt habe, dass wir unseren Bestand an großen Fässern bewußt pflegen und erneuern. Sei es durch jüngere Fässer von meinen Schwiegereltern oder durch die Anschaffung neuer großer Fässer beim Faßbinder unseres Vertrauens.

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Einstricken

Donnerstag, 4. Juni 2015

Einstricken

Nach dem ebenso ersehnten wie ergiebigen Pfingstregen hat in den letzten Tagen der Sommer bei uns Einzug gehalten. Dementsprechend kräftig wachsen die Reben und wir tun unser Bestes, um sie optimal im Drahtrahmen zu verteilen (“einzustricken”).

Am Dienstag habe ich bei der Arbeit die ersten blühenden Gescheine (so heißen die Trauben bis zur Blüte) gefunden, rund eine Woche später als im Vorjahr, vergleichbar mit 2013. Eine (eher unvorteilhafte) extrem frühe Ernte ist damit zwar noch nicht völlig auszuschließen, aber doch eher unwahrscheinlich.

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Vielversprechendes Pfingstwetter

Dienstag, 19. Mai 2015

Wetterbericht Mai 2015

Den Touristikern und Urlaubsgästen wird sie nicht so recht sein, wir aber freuen uns sehr über die aktuelle Wetterprognose. Seit dem Austrieb der Reben Ende März hatten wir nämlich keinen nennenswerten, d.h. die Wurzeln der Reben erreichenden Niederschlag.

Bis jetzt hat das den Weinstöcken zwar kaum direkt geschadet, spätere Folgen einer mangelnden Nährstoffaufnahme sind aber durchaus nicht auszuschließen. Außerdem würden wir schon seit längerem gerne den Boden mit unserem Spezialgerät lockern, um die Begrünung zu bremsen. Der war allerdings trockenheitsbedingt steinhart und nicht zu bearbeiten.

Ein ausgiebiger Regen – gerne auch 40 Liter oder mehr pro Quadratmeter wenn sie gemütlich und eisfrei fallen – käme uns also gerade recht. Die wirklich trockene Jahreszeit kommt ja erst, da können wir jeden Tropfen Reserve brauchen.

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Rot-Grün

Donnerstag, 7. Mai 2015

Inkarnatklee 2015 komprimiert

Inkarnatklee im Weißburgunder am Mörbischer Haderwald

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Mahlzeit!

Montag, 27. April 2015

Storch3 komprimiert

Heute habe ich damit begonnen, den Boden unter den Rebstöcken zu bearbeiten. Wie in den letzten Jahren schon öfter hat es auch diesmal nicht lange gedauert, bis mir ein Storch dabei Gesellschaft leistete.

Kein Wunder, denn meine Arbeit bringt zahlreiche Würmer und Käfer ans Tageslicht, nimmt hin und wieder einer Kröte oder einem Frosch die Deckung und macht manche Maus obdachlos.

Mahlzeit!

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