Der letzte Feinschliff vor der Reife

Montag, 26. Juli 2021

Ausdünnen 2021 from Grenzhof Fiedler on Vimeo.

Seit einigen Tagen sind wir mit dem Ausdünnen, also dem Regulieren des Ertrages beschäftigt. Wie im Video erklärt, ist das vor allem bei jüngeren Weingärten und/oder reichtragenden Sorten ein Thema. Mehr Infos gibt es in diesem Artikel von mir aus dem Jahr 2007

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Umfärbungsbeginn

Freitag, 23. Juli 2021

Vorgestern haben wir die ersten blauen Beeren beim Zweigelt gefunden. Das ist nicht ganz so spät wie z.B. 2010, aber doch erwartungsgemäß etwas später als der Durchschnitt der letzten Jahre. Dementsprechend rechnen wir mit einem Erntebeginn Mitte September, wobei das Wetter der kommenden Wochen diesen Termin auch noch etwas nach vor oder zurück verschieben kann.

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SolidAHRität

Mittwoch, 21. Juli 2021

Wie wohl die meisten mitbekommen haben, gibt es große Hochwasserschäden im Westen Deutschlands. Besonders betroffen ist das Ahrtal, ein kleines, aber umso spannenderes Weinbaugebiet. Viele Kollegen dort haben schlimme Schäden an Gebäuden, Fahrzeugen und Maschinen zu beklagen und große Teile der letzten Ernte(n) in Form von Flaschen- und Fasswein verloren.

Die Vorzeichen für die heurige Ernte stehen leider auch nicht besonders gut. Laubarbeiten sind derzeit dringend erforderlich, der von der Feuchtigkeit begünstigte Mehltau droht und gleichzeitig fehlen Zeit und Maschinen, um sich darum zu kümmern und/oder die Weingärten sind wegen des Regens noch längere Zeit nicht befahrbar.

All das hat eine beispiellose Solidaritätswelle unter Weinbauern über die Grenzen Deutschlands hinaus ausgelöst. Kollegen in der Nähe helfen mit Arbeitskraft, verleihen Geräte oder übernehmen unentgeltlich dringende Arbeiten mit ihren Maschinen. Viele spenden auch direkt Geld an einen Fonds, der gezielt Berufskollegen unterstützt. Und noch mehr spenden Wein, dessen Verkaufserlös ebenfalls diesem Fonds zu gute kommt.

Blogger- und Winzerkollege Dirk Würtz hat die Aktion auf die Beine gestellt, bei der man um 65 Euro ein Überraschungspaket mit sechs verschiedenen gespendeten Weinen aus Deutschland, Österreich und Italien bestellen und damit die Ahr-Winzer finanziell unterstützen kann.

Für mich ist es natürlich Ehrensache mit dabei zu sein, und deshalb gehen in den nächsten Tagen 60 Flaschen Blaufränkisch zum österreichischen Sammelpunkt und von dort weiter zur Logistik nach Deutschland.

Bestellen kann man die Pakete in Österreich hier und in Deutschland hier. Ich würde mich freuen, wenn der eine oder andere Leser diese Chance nützen würde, etwas gutes zu tun und damit auch noch spannende unbekannte Weine zu entdecken.

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Erstaunlich schön

Dienstag, 13. Juli 2021

2021 ist viel zu trocken, nicht zuletzt nach dem überdurchschnittlich heißen, aber völlig niederschlagslosen Juni. Trotzdem stehen unsere Weingärten erstaunlich schön da und lassen uns auf eine gute Ernte hoffen, sofern es in absehbarer Zeit doch einmal ordentlich regnet.

Für das Video bin ich am Mörbischer Altenberg, hier zu sehen in der digitalen Riedenkarte der ÖWM.

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West Side Story

Freitag, 9. Juli 2021

Gestern Abend hatte die „West Side Story“ Premiere auf unserer Seebühne in Mörbisch. Eines der bekanntesten Musicals erstmals bei den Operettenfestspielen am Neusiedlersee.

Ich durfte die Vorstellung schon am Dienstag bei der Generalprobe sehen und bin bis heute begeistert. Soweit ich weiß, läuft der Kartenverkauf sehr gut, aber ein paar gibt es noch auf www.seefestspiele.at.

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Zeitlos

Freitag, 2. Juli 2021

Reife Weine, besonders trockene weiße, sind ein Minderheitenprogramm. Die Aromenwelt des Alters erschließt sich in den seltensten Fällen spontan, sondern verlangt dem Verkoster ein gewisses Maß an Offenheit ab.

Dabei ist natürlich nicht alles, was alt schmeckt automatisch gut, aber es gibt eben doch gar nicht so wenige Weine, denen die Reife eine spannende neue, andere Dimension verleihen kann.

Welche Weine das sind, ist nicht so einfach zu sagen. Natürlich gibt es grobe Erfahrungswerte, zum Beispiel, dass kräftigere Weine meist besser altern als leichtere. Oder dass höhere Extraktwerte, etwas Restzucker und/oder Säure dem Wein besser über die Zeit helfen.

Es gibt aber auch immer wieder grandios gereifte Weine, die diesen Regeln komplett widersprechen. Hier habe ich schon mal über einen solchen geschrieben, und unlängst hat uns unser Neuburger 1990 überrascht.

Gut 30 Jahre alt, ein nicht unproblematischer Jahrgang, knochentrocken, neuburgertypisch milde Säure und jahrgangsbedingt extrem niedriger Extraktgehalt. Alles andere, als gute Voraussetzungen also, und doch ist er immer noch ein äußerst spannendes Glas Wein, wenn man sich auf reife Weine einlassen mag.

Zeitlos ist wohl der beste Begriff, um ihn zu beschreiben, denn seit damals vor zwölf Jahren hat er sich praktisch nicht verändert.

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Riedenkarten.at

Montag, 21. Juni 2021

Die Herkunft war beim Wein immer schon wichtig. Spielte sich die Frage, woher ein Wein stammt bei uns früher aber vor allem auf der Ebene der Bundesländer oder Orte ab, wird in den letzten Jahren die Frage nach der genauen Riede (Lage) immer wichtiger.

Diesem Trend folgend, hat die österreichische Weinwirtschaft die vor allem in Niederösterreich nicht immer genau definierten Lagen exakt fixiert, und diese Gelegenheit da und dort auch für kleinere Anpassungen und Vereinfachungen genützt. Die ÖWM, unsere Weinwerbung, hat jetzt auf Basis dieser Daten einen digitalen Weinatlas erstellt, der unter www.riedenkarten.at erreichbar ist.

Für Landkarten-Fetischisten wie mich unter den Weinfreaks ist das ein unverzichtbares Tool, aber auch Otto-Normalweintrinker können dort nützliche Informationen finden. Selbst dann, wenn die Rieden wie bei uns nur auf einzelnen Weinetiketten aufscheinen, weil unsere zersplitterte Parzellenstruktur einen lagenreinen Ausbau nur in wenigen Fällen sinnvoll erscheinen lässt.

Aus welchen Rieden unsere Weine stammen lässt sich ja über unsere Weinsteckbriefe auf der Website trotzdem feststellen. Zum Beispiel hier.

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Blütebeginn

Mittwoch, 9. Juni 2021

Gestern habe ich beim Chardonnay in der Ried Wieser die ersten geöffneten Blüten gefunden. Das ist wie erwartet spät, aber nicht ganz so spät, wie noch vor ein paar Wochen befürchtet. Das warme Wetter der letzten Zeit hat gute Arbeit geleistet.

Im Vergleich zum Durchschnitt der letzten 20 Jahre beträgt der Rückstand wohl etwa zwei Wochen, aber selbst in diesem Zeitraum gab es einzelne durchaus vergleichbare Jahre. Und davor auch deutlich spätere.

Je nach Sommerwetter können wir wohl mit einem Erntebeginn in der zweiten Septemberhälfte rechnen. Ist es in den nächsten Wochen warm und nicht zu trocken wird es eher Mitte des Monats werden. Wenn uns ein nasser Spätsommer mit hohem Fäulnisdruck zur Ernte zwingt, ebenso. Und wenn der Sommer kühl ausfällt, dann rückt die Lese vielleicht sogar in den Oktober.

Das fühlt sich angesichts immer häufigerer August-Ernten ungewohnt an, ist aber auch kein Beinbruch. 2004 haben wir den Cabernet Sauvignon am 25. Oktober gelesen und sind damit Sortensieger bei Falstaff geworden…

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Gemeinsam statt einsam

Sonntag, 6. Juni 2021

Gelegentlich werde ich gefragt, wie das denn so ist mit der Konkurrenz unter uns Weinbauern. Und natürlich ist diesbezüglich nicht immer alles eitel Wonne. Manche Kollegen findet man sympathischer als andere und der Weinstil einiger Weinbauern (nicht notwendigerweise der sympathischeren) sagt einem eher zu. Mit einigen wenigen verbindet mich sogar eine echte Freundschaft, andererseits habe ich aber auch schon recht ausgeprägtes Konkurrenzverhalten in unserer Branche erlebt.

Bei allen Differenzen sitzen wir aber letztlich alle im gleichen Boot, und es freut mich, dass diese Einsicht immer mehr Anhänger gewinnt. Ein schönes Beispiel dafür sind gemeinsam veranstaltete Tage der offenen Kellertür, die allen Weinbauern mehr Besucher bringen, als jeder einzelne mobilisieren könnte. Das liegt nicht nur am gebündelten Werbebudget, sondern natürlich auch am Mehrwehrt für die Gäste, die in geballter Form die ganze Bandbreite an Winzerpersönlichkeiten und deren Weinstilen kennenlernen und vergleichen können.

Weil unsere Tage der offenen Kellertür zur Weinblüte leider nicht stattfinden können, haben wir uns gemeinsam auch heuer wieder ein Weinpaket überlegt, mit dem man die Mörbischer Weinvielfalt zu Hause erleben kann.

Mehr Infos gibt´s oben im Video und auf www.weinausmoerbisch.at.

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Es bleibt spannend!

Freitag, 21. Mai 2021

Mai 2021 (Symbolfoto)

Nicht nur der heurige April, sondern der ganze Frühling 2021 ist geprägt von deutlich unterdurchschnittlichen Temperaturen. Ähnlich kalt war es in dieser Jahreszeit zuletzt 1996 und 1991, noch deutlich kälter war es 1987.

Alle drei sind keine Jahrgänge, die uns Weinbauern unbedingt Mut machen, zählen sie doch zu den schwächsten der letzten Jahrzehnte. Zumindest 1991 und 1996 waren daran allerdings weniger die niedrigen Frühjahrstemperaturen schuld, als ein verregneter Herbst. Bei trockenem Wetter hätte man die Traubenreife halbwegs abwarten können, aber massive Fäulnis zwang uns zu vorzeitiger Lese. 1987 war zwar trockener, aber die Reife war ob des noch deutlich kälteren Frühlings auch eher bescheiden. Trotzdem war das größte Problem des Jahrgangs nicht die Qualität, sondern die nach den massiven Frostschäden fehlende Quantität.

Der heurige Vegetationsrückstand ist natürlich bemerkenswert. Ob es ein, zwei, oder drei Wochen sind, hängt davon ab, womit man ihn ihn vergleicht und ist eigentlich egal. Schließlich stehen die Weingärten nach den (nicht gerade üppigen, aber vorläufig ausreichenden) Regenfällen der letzten Zeit sehr schön da.

Außerdem wissen wir, wie wir mit Laubarbeit, Ertragsniveau und Erntezeitpunkt auf die Situation reagieren können (auch wenn wir dieses Wissen schon länger nicht mehr nützen mussten). Und gerade für unseren auf Feinheit und Eleganz ausgelegten Weinstil sind nicht ganz so hohe Alkohol- und etwas höhere Säurewerte im Fall des Falles nicht unbedingt ein Nachteil.

Ein mittelmäßiger Sommer mit einem trockenen Herbst kann uns deshalb noch immer einen guten Jahrgang bescheren. Und ein schöner Sommer auch einen ausgezeichneten.

Es bleibt also spannend, und bemerkenswert wird der 2020er auf jeden Fall!

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Spritzermania

Freitag, 14. Mai 2021

Vielleicht wäre die ganze Sache ja auch ohne Corona gekommen. Die Pandemie hat aber sicherlich einen großen Anteil an der aktuell grassierenden Spritzermania der österreichischen Weinwirtschaft. Man könnte meinen, fast jeder Weinbauer füllt mittlerweile trinkfertig gemischten Spritzer in kleine Flaschen für den unkomplizierten Genuss zwischendurch.

Natürlich ist es kein Zufall, dass die Welle gerade jetzt, in Zeiten geschlossener Wirtshäuser durchs Land rollt. Auch vor der Pandemie waren die Weinkeller da und dort ja schon recht voll, und da schadet es nicht, den Konsum mit neuen Ideen anzukurbeln oder zumindest zu versuchen, den Verlust von Weinfesten und Gastronomie auszugleichen.

Daran ist nichts Verwerfliches, und wenn sich die Chance ergibt, werde ich sicherlich auch einmal ein Flascherl G´spritzten trinken. Selber abfüllen (lassen) werde ich sowas aber nicht, dazu ist mein Verhältnis zum Mischgetränk aus Wein und Wasser nicht innig genug. Dementprechend gering wäre meine Glaubwürdigkeit potentiellen Kunden gegenüber.

Dass ich relativ selten Spritzer trinke, hat keine qualitativen oder gar moralischen Gründe. Wenn der Anlass passt, schmeckt er mir sogar richtig gut und ich empfehle unseren Grünen Veltliner ja auch gerne pur oder gespritzt. Erfolgt die Mischung erst im Glas, wird sie aber für meinen Geschmack dem Wein eher gerecht, als das banale Fix&Fertig-Getränk, das man vielleicht auch noch direkt aus der Flasche trinkt.

Am liebsten genieße ich Wasser und Wein überhaupt nebeneinander. Je nach Stimmung sitze ich manchmal noch immer beim ersten Achterl und schenke schon zum dritten Mal Wasser nach. Oder ich trinke das dritte Glas Wein und habe immer noch das erste Wasser daneben.

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Haarscharf

Sonntag, 2. Mai 2021

In den kalten Nächten Anfang April hatte ich wegen dem stark verzögerten Vegetationsbeginn heuer kaum Angst vor Spätfrostschäden. Seither war es zwar weiterhin kühl, aber die Temperaturen fielen nicht mehr unter den Gefrierpunkt und das Thema Frost rückte mehr und mehr aus unserem Bewußtsein.

Zu Unrecht, wie sich vergangenen Dienstag gezeigt hat. Es hatte in den frühen Morgenstunden zwar nur ganz knapp unter null Grad, aber weil die ersten Blätter bereits aus der schützenden Knospenwolle ragen, sind sie viel empfindlicher als noch vor ein paar Wochen.

In der Ebene zum See, wo sich die kalte Luft sammelt, sind bei frühen Sorten die Spitzen der äußeren Blätter leicht vom Frost versengt. Die inneren Blätter und die Trauben sind aber zum Glück großteils unversehrt, sodass in ein paar Wochen vom jetzt schon nur schwer zu erkennenden Schaden wohl nichts mehr zu sehen sein wird.

Wir hatten also großes Glück und hoffen, dass es uns auch bei den Eismännern, die ja erst kommen, treu bleibt.

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100 Jahre Burgenland

Dienstag, 27. April 2021

Auch wenn wir heuer 100 Jahre Burgenland feiern, ist die Entstehung unseres Bundeslandes eher ein mehrjähriger Prozess. Und weil ich im Video den zeitlichen Ablauf nicht ganz richtig beschrieben habe, hier nochmal kurz die Chronologie:

Herbst 1918:
Auflösung der Habsburgermonarchie, Ende des 1. Weltkrieges

September 1919:
Friedensvertrag von St. Germain mit Österreich, Deutschwestungarn wird Österreich zugesprochen

Juni 1920:
Friedensvertrag von Trianon mit Ungarn, Ungarn wird zur Abtretung Deutschwestungarns an Österreich verpflichtet

1921:
Im Jänner beschließt Österreich das Verfassungsgesetz zur Aufnahme des Burgenlandes als eigenständiges Bundesland.

In Folge verhindern ungarische Freischärler die Landnahme durch Österreich, der Grenzverlauf und die innenpolitische Situation in Ungarn sind unklar.

Im Oktober unterzeichnen Österreich und Ungarn nach Vermittlung Italiens die Venediger Protokolle, Ungarn stimmt der Übergabe des Burgenlandes zu, Ödenburg/Sopron wird Volksabstimmungsgebiet.

Im November übergibt Ungarn das Burgenland an Österreich.

Im Dezember erfolgt die Volksabstimmung in Ödenburg und Umgebung, die zum Verbleib der Stadt bei Ungarn führt.

1922:
Weitere Grenzverhandlungen zu einzelnen Dörfern unter Anwesenheit von Vertretern der Siegermächte

1923:
Letzte Grenzkorrekturen bzw. ein Abtausch zwischen Österreich und Ungarn

1924:
Letzte Sitzung der Grenzregulierungskommission

Wikipedia-Quellen zu:

Burgenland

Volksabstimmung in Ödenburg

Erster Weltkrieg

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Ein gutes Zeichen

Samstag, 24. April 2021

Wie hier berichtet, haben wir in den letzten Tagen Reben nachgepflanzt. Dafür haben wir mehrere hundert Löcher gegraben, und diese Gelegenheit auch gleich genützt, um unseren Oberboden zu begutachten.

Meistens fand sich ein oder oft sogar mehrere Regenwürmer und immer konnten wir ihre Gänge im ausgestochenen Erdreich begutachten. Dazu jede Menge Wurzeln und deren Reste von vermeintlichen Unkräutern, Ameisenbauten und alles mögliche Getier.

Ein gutes Zeichen dafür, dass wir mit unserer Bearbeitung nicht ganz falsch liegen. Weder zu intensiv mechanisch, was Bodenstruktur und Humus langfristig zerstören würde, noch chemisch mit Herbiziden, die das Bodenleben stark beeinträchtigen. Sondern gerade nur so viel mechanische Lockerung wie für die Reben notwendig und so viel gesäte oder spontane Begrünungspflanzen wie möglich.

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Der Vollständigkeit halber

Donnerstag, 15. April 2021

Ab der Pflanzung eines Weingartens sterben laufend einzelne Weinstöcke ab. Krankheiten, Schädlinge, Altersschwäche oder Schäden in Folge menschlichen Versagens bei der maschinellen Bearbeitung reißen laufend Lücken in den Bestand.

Um einen Weingarten über die Zeit halbwegs vollständig und damit auch wirtschaftlich zu halten, ist es deshalb notwendig, von Zeit zu Zeit junge Reben in die Fehlstellen nachzupflanzen.

Die brauchen wegen der übermächtigen Konkurrenz der alten Nachbarn mit ihren tiefgehenden Wurzeln (und der nicht ganz so intensiven Pflege wie in einem nur aus sensiblen Jungpflanzen bestehenden neuen Weingarten) länger, bis sie ertragsfähig sind. Und dementsprechend lohnt sich die Mühe nur, wenn der Weingarten noch wenigstens 10 Jahre genützt werden soll, damit sie wenigstens ein paar Mal Trauben bringen dürfen.

Unser ältester Weißburgunder-Weingarten in der Ried Wieser hat bereits 43 Jahre auf dem Buckel. Weil er aber den meiner Meinung nach besten unserer Weißweine erbringt, pflegen wir ihn auch gerne noch viele Jahre weiter. Und haben deshalb heuer wieder einmal ordentlich nachgepflanzt. Mit Reben, die im Vorjahr von genau diesen Weinstöcken vermehrt wurden.

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April, April

Samstag, 10. April 2021

Der April macht heuer seinem Ruf alle Ehre. Von sonnig und mild bis zu Frühtemperaturen von knapp -2°C und leichten Schneeschauern war bisher alles dabei.

Zum Glück hat der Kalufteinbruch im März die Vegetation stark gebremst und die Knospen unserer Reben sind noch dementsprechend klein. Anders als in Frankreich, Italien und Deutschland haben wir deshalb bislang keine Spätfrostschäden zu beklagen.

Bis die ersten kleinen Blätter aus den bereits dick gewordenen Augen sichtbar werden, sind wir noch mit dem Binden der Fruchtruten beschäftigt. Das sichert allen Trieben die gleichen Entwicklungschancen (während sonst die Rebe immer die oberen Knospen bevorzugt) und ermöglicht eine gleichmäßige, gut organisierte und durchlüftete Laubwand.

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Speisenbegleiter

Freitag, 2. April 2021

Ich genieße Wein hauptsächlich zum Essen. Das ist (oder zumindest war) nicht unbedingt typisch für unsere Gegend, wo man Wein sehr oft eher nach dem Essen in geselliger Runde trinkt. Salopp könnte man sagen, dass man bei uns in Gasthäusern gefragt wird, welches Getränk man zum Essen trinken möchte, während in Frankreich, Italien und anderen Ländern die Frage eher lautet, welchen Wein man bevorzugt.

Wein und Essen ist eine spannende Geschmackskombination, die leider oft komplizierter dargestellt wird, als sie ist. Ein konkretes Beispiel, wie einfach es eigentlich ist, und worauf es ankommt, hat mich zu diesem Video animiert.

Mahlzeit, Prost und frohe Ostern!

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Cabernet Sauvignon 2016

Mittwoch, 24. März 2021

Natürlich ist der Cabernet Sauvignon Anfang der 1990er-Jahre als Modesorte zu uns gekommen. Weil er aber in den guten Jahrgängen seine Qualitäten bewiesen hat, haben wir ihm aber auch nach dem Abebben der Modewelle die Treue gehalten.

Einerseits, weil wir einfach gerne reife Cabernets trinken. Andererseits aber auch, weil wir uns im Weingarten gern von ihm herausfordern lassen. Keine Sorte verlangt in unserer Region mehr Aufmerksamkeit, um wirklich reife Trauben zu erhalten. Und dementsprechend groß ist die Freude an der eigenen Arbeit, wenn es gelingt.

Unsere Traditionssorte Blaufränkisch bringt die Besonderheiten des Burgenlandes sicher besser ins Glas, der Cabernet ist aber zumindest eine ebensogute Visitenkarte für das Können des Weinbauern.

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Chardonnay Reserve 2019

Dienstag, 23. März 2021

Barrique-Weißweine sind eine spannende, aber auch sehr kleine Nische im österreichischen Weinmarkt. Einerseits ist der heimische Otto Normalweintrinker beim Weißwein klare Fruchtaromen und eine von Frische (d.h. oft auch Säure) getragene Struktur gewohnt. Und andererseits sind in Barriques ausgebaute Weißweine eher als Speisenbegleiter interessant und nicht unbedingt für das nette Glas zwischendurch geeignet.

Trotzdem haben wir ab Anfang der 1990er-Jahre sporadisch immer wieder kleine Barrique-Chargen abgefüllt. Nicht nur, weil wir solche Weine schätzen, sondern auch, weil es spannend ist, damit im Keller zur experimentieren.

Den Anstoß zur aktuellen Chardonnay-Reserve-Serie gab der besondere Jahrgang 2017. Damals waren die Trauben vom Goldberg so reif, dass ich nicht alle Barriques mit einer Stahltank-Charge aus anderen Rieden zu unserem Chardonnay Duett verschneiden wollte. Die beiden besten Fässchen wurden zum Chardonnay Reserve, der ob seiner Qualität recht schnell vergriffen war.

Zum Glück ist auf den Goldberg immer Verlass und wir konnten sowohl 2018 als auch 2019 würdige Nachfolger keltern.

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Blaufränkisch Reserve 2018

Montag, 22. März 2021

Der Blaufränkisch ist unsere rote Hauptsorte. Deshalb keltern wir daraus nicht nur den „normalen“ Sortenvertreter für alle Tage und unseren roten Spitzenwein Leithaberg DAC vom Goldberg, sondern auch den (oder die) Reserve dazwischen.

Dieser Wein stammt von älteren Weinstöcken und ist deshalb kräftiger als unser Einstiegsblaufränkisch. Im Unterschied zum Riedenwein vom Goldberg reift er aber überwiegend in großen, traditionellen Fässern. Damit ist er ein ganz wichtiger Teil unseres Rotweinsortiments und ein echter burgenländischer Klassiker.

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Fiezzante

Sonntag, 21. März 2021

Eine der jüngsten Bereicherungen unseres Sortiments ist der Perlwein vom Muskat Ottonel, den wir mit einem Wortspiel aus dem mittlerweile eingedeutschten Wort „Frizzante“ für prickelnd und unserem Familiennamen „Fiezzante getauft haben.

Der mit Kohlensäure versetzte Wein erreicht zwar nicht ganz die Komplexität der besten Sekte, zeigt dafür aber klarere Fruchtaromen und wirkt leichter und erfrischender. Deshalb gibt es mit dem Fiezzante immer was zu feiern.

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Beerenauslese 2015

Freitag, 19. März 2021

Es klingt ja eigentlich paradox, dass Speisen und Getränke seit Jahren immer süßer werden, gleichzeitig aber hochwertige Süßweine weiterhin ein Schattendasein führen. Wahrscheinlich wird die Qualität von Beerenauslese & Co. aber gerade deshalb heutzutage weniger geschätzt als vor 50 oder 100 Jahren, weil Süße im Gegensatz zu damals omnipräsent ist.

Auch wenn wir nur wenig Auslese und Beerenauslese keltern, achten wir sie doch als wesentlichen Teil der Weinidentität unserer Region. Und schätzen besonders die Beerenauslese für ihre Harmonie zwischen Konzentration und Eleganz. Zwischen Klasse und Trinkvergnügen.

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Leithaberg weiß 2019

Donnerstag, 18. März 2021

Da wir in der Regel mehr Wein ernten, als wir in der Flasche vermarkten, fällt es uns verhältnismäßig leicht, unser Etikett nur auf Weine zu kleben, von denen wir wirklich überzeugt sind. (Die anderen, meist auch nicht schlechten, aber eben nicht ganz so guten Tanks und Fässer verkaufen wir im Fass.)

Trotzdem gibt es unter den Weißen einen Wein, auf den ich noch ein bisschen stolzer bin, als auf die anderen. Der meiner Meinung nach auch international gesehen eine Liga höher spielt und zwar Jahrgang für Jahrgang.

Der Weißburgunder von den über 40 Jahre alten Reben meiner Großeltern in der Riede Wieser hat das gewisse Extra. Nicht das er besonders spektakulär wäre, das würde weder zur Sorte noch zu uns passen. Aber er hat viele spannende Geschichten zu erzählen, wenn man ihm und seinen leisen Tönen Aufmerksamkeit schenkt.

Damit reiht er sich ein in die besten Weißweine vom Westufer des Neusiedlersees, die als DAC-Weine den Namen ihrer Herkuftsregion „Leithaberg“ tragen.

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Blauer Zweigelt 2018

Sonntag, 14. März 2021

Der Zweigelt ist der Einstieg in unsere Rotweinwelt. Wie der „normale“ Blaufränkisch stammt er von etwas jüngeren Weingärten, gärt und reift ähnlich und kommt nach knapp einem Jahr in traditionellen Fässern in die Flasche.

Trotzdem und trotz seiner Abstammung vom Blaufränkisch (neben dem St. Laurent eine seiner Elternsorten) ist der Zweigelt wesentlich milder und tanninärmer und geht auch aromatisch in eine andere, fruchtbetontere Richtung.

Damit ist eine gute Ergänzung in unserem Sortiment. Früher trinkreif und auch für Weinliebhaber interessant, die zwar gerne Rotwein trinken, es aber nicht so tanninbetont mögen.

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Pinot blanc 2020

Mittwoch, 10. März 2021

Es gibt ja Leute, die bei Hundebesitzern und ihren Hunden ähnliche Charaktereigenschaften finden. Wenn jemand Ansätze davon bei uns und unserer Lieblingssorte Pinot blanc beobachtet, würde mich das nicht wundern.

Der Pinot blanc oder auch Weißburgunder ist bei aller Weltläufigkeit sehr bodenständig und schon lange im Burgenland beheimatet. Dabei wirkt er nicht altmodisch, allerding auch nie trendy und hip, sondern eher zeitlos. Jahrgang für Jahrgang liefert der Pinot blanc zuverlässig gute Qualität.

Sein Stil ist wenig spektakulär und niemals laut. Mit seinen leisen Tönen hat er aber spannende Geschichten zu erzählen und erweist sich als vielseitiger Begleiter der auch gut reifen kann.

Mehr Infos zum Wein und zu unserer aktuellen Probieraktion gibt´s auf www.grenzhof-fiedler.at.

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Traminer 2017

Montag, 8. März 2021

Große Experimente im Keller sind nicht meine Sache. Ich finde es Herausforderung genug, meinen Weinstil mit kleinen Schritten weiter zu verfeinern und Jahrgang für Jahrgang den Herausforderungen der Natur zu begegnen.

Die eine oder andere Spielerei für ein bisschen mehr Abwechslung in meinem Kellermeisterdasein (und auf unserer Weinkarte) gibt es natürlich trotzdem. Besonders mit dem Traminer, von dem ich alle paar Jahre einen Teil nicht zur süßen Auslese vinifiziere, sondern in älteren Barriques nach für uns eher untypischer langer Maischestandzeit trocken oder halbtrocken ausbaue.

Aktuell steht der Jahrgang 2017 auf unserer Weinkarte. Kein Wein für alle Tage, aber hin und wieder genau der richtige.

Mehr Infos zum Wein und zu unserer aktuellen Probieraktion gibt´s auf www.grenzhof-fiedler.at.

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Zweigelt Rose 2020

Samstag, 6. März 2021

Obwohl unser Rosé wie die allermeisten seiner Kollegen weltweit in die Kategorie „unkomplizierter Begleiter für alle Tage“ fällt, ist er doch ein recht vielschichtiger Wein. Es mag abgedroschen klingen, aber er verbindet tatsächlich die Eigenschaften von Weiß- und Rotwein (auch wenn er nicht daraus gemischt wird) zu einer ganz eigenen Geschmackswelt.

Da ist mehr und vor allem jüngere, frischere Fruchtaromatik als bei den Roten, aber sie geht in eine ganz andere Richtung als bei den Weißweinen. Am Gaumen erinnert die Lebendigkeit unseres Rosé zwar an Grünen Veltliner, Weißburgunder und Co., dabei hat er aber doch mehr Würze und einen Hauch Tannin vom Zweigelt im Abgang.

Von dem hat er natürlich auch seine wunderschöne Farbe. Die hat meine Töchter heuer erneut zu einem eigenen Etikett inspiriert.

Mehr Infos zum Wein und zu unserer aktuellen Probieraktion gibt´s auf www.grenzhof-fiedler.at.

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Muskat Ottonel 2020

Donnerstag, 4. März 2021

Es hat ein bisschen gedauert, bis der Muskat Ottonel und ich zusammengefunden haben. Als ich nach der Schule begonnen habe zu Hause mitzuarbeiten, erschien er mir altmodisch, aufdringlich und völlig aus der Mode gekommen. Viel hat nicht gefehlt, und wir hätten damals auch noch den letzten, schon recht alten Weingarten dieser in den 70ern und 80ern für Mörbisch so wichtigen Sorte gerodet.

Als letzten Versuch verzichtete mein Vater damals auf den halbtrockenen Ausbau und füllte den Wein wie unsere anderen Sorten völlig durchgegoren ab. Den Traditionalisten gefiel das nicht unbedingt, aber der Muskat wirkte dadurch wesentlich eleganter und sprach nicht nur mich, sondern auch neue Kunden an.

Unterstützt durch den aufkommenden Rückenwind für Aromasorten auf dem Weinmarkt und der eher zufällig passierten Listung bei einem großen Handelspartner ist der Muskat Ottonel seither wieder eine unserer wichtigsten Sorten geworden. Und eine Abwechslung auf unserer Weinkarte die ich sehr schätze.

Mehr Infos zum Wein und zu unserer aktuellen Probieraktion gibt´s auf www.grenzhof-fiedler.at.

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Leithaberg Rot 2015

Mittwoch, 3. März 2021

Ab der ersten Cabernet-Ernte war dieser Neuling in unserer Sortenpalette rund zehn Jahre lang das Aushängeschild unserer Weinkarte. Qualitative Weiterentwicklungen haben wir in dieser Zeit des „Rotweinwunders“ immer zuerst beim Cabernet ausprobiert und danach auch bei anderen Sorten angewendet.

Dabei hat sich bald gezeigt, dass auch der bodenständige Blaufränkisch Spitzenweine erbringen kann, die im Vergleich zum Cabernet aber zusätzlich noch unverwechselbar gebietstypisch sind. Deshalb haben wir dann ab dem Jahrgang 2000 mit der blaufränkisch-dominierten Mörbisch-Rot-Weinserie einen zweiten Top-Wein gefüllt.

Der letzte Jahrgang der Serie war schon beinahe ein reinsortiger Blaufränkisch, da war es nicht schwer, mit dem 2008er auch noch die letzten paar Prozent Cabernet wegzulassen und den Blaufränkisch vom Goldberg pur unter dem Herkunftssiegel („DAC“) unserer Region Leithaberg zu füllen.

Leider ist der 2015er jetzt schneller als gedacht ausgegangen, und weil wir diesen Wein nicht jedes Jahr keltern, dauert es noch ein bisschen, bis ein Nachfolger verfügbar ist. Ich werde rechtzeitig davon berichten.

Mehr Infos zum Wein und zu unserer aktuellen Probieraktion gibt´s auf www.grenzhof-fiedler.at.

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Rote Trilogie 2017

Dienstag, 2. März 2021

Seit über 20 Jahren kombinieren wir Zweigelt, Blaufränkisch und Cabernet Sauvignon zu unserer Roten Trilogie. Die Idee war immer ein kräftiger, gehaltvoller Rotwein, der aber im Unterschied zu unserem besten Blaufränkisch und zum Cabernet zugänglicher und deutlich früher trinkreif sein sollte.

Deshalb spielt der milde Zweigelt immer die Hauptrolle, für die Trilogie eine Charge von älteren Reben mit niedrigem Ertrag. Weil aber selbst die, wie die Sorte Zweigelt fast immer alleine nicht vielschichtig genug ist, ergänzen wir sie je nach Jahrgang mit je 10 bis 30 Prozent Blaufränkisch und Cabernet. Wie das vonstatten geht, habe ich erst unlängst hier genau beschrieben.

Nach fast zwei Jahren in überwiegend älteren Barriques und einiger Zeit in der Flasche ist die Trilogie dann bereits trinkreif, wenn wir sie anbieten, kann aber aber trotzdem 10 Jahre und länger weiterreifen.

Mehr Infos zum Wein und zu unserer aktuellen Probieraktion gibt´s auf www.grenzhof-fiedler.at.

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