Laubarbeit

Sonntag, 19. Mai 2013

Nach einem etwas verspäteten Start in die Vegetationsperiode wachsen unsere Reben jetzt umso schneller und bescheren uns jede Menge Arbeit. In den nächsten Wochen gilt es, die Triebe, Blätter und Trauben in der richtigen Anzahl an die richtige Position zu bringen.

Bis auf das Einkürzen der Trieben erledigen wir alle Durchgänge der sogenannten Laubarbeit per Hand. Warum das besonders wichtig für die spätere Weinqualität ist, läßt sich in folgenden zeitlosen Beiträgen aus dem Jahr 2007 nachlesen:

Laubarbeiten (1)

Laubarbeiten (2)

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Simple Genüsse

Montag, 13. Mai 2013

Ein richtiges Festmahl ist ohne Wein nicht vollständig. Das ist weitestgehend unbestritten und allgemein bekannt. Viel weniger geläufig ist allerdings, dass ein gutes Glas Wein auch einfachsten Speisen ein ganz besonders Flair verleihen kann.

So schmeckte zum Beispiel mein pannonisches Schmalzbrot zum Abendessen vor ein paar Tagen auch “solo” recht gut. Erst mit ein (oder zwei) Gläsern Muskat Ottonel, der gerade offen im Kühlschrank stand, wurde allerdings ein grandioses Genusserlebnis daraus.

Weißer Spargel mit ein wenig Butter, Heurige (Kartoffeln) und ein wenig Schinken ergaben vergangene Woche ein wunderbares Mittagessen. Eine halbe Flasche Chardonnay machte es zum unvergleichlichen Festschmaus.

Diese beiden Erlebnisse innerhalb weniger Tage bestätigen mir wieder einmal: (Wein-)Genuss braucht weniger Planung, und Zeremoniell, als Spontanität und Offenheit.

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Intervitis 2013

Freitag, 3. Mai 2013

Vergangene Woche war ich gemeinsam mit meinem Vater per Flugzeug für eineinhalb Tage in Stuttgart auf der Intervitis, einer der größten Weinbau- und Kellertechnikmessen Europas. Fast alle überregional tätigen Firmen der Branche präsentieren dort alle drei Jahre ihre neuen und bewährten Erzeugnisse.

Vieles davon ist natürlich für uns wenig relevant, denn weder die obige Erntemaschine noch ein Raupentraktor für Steillagen sind für unsere Betriebsgröße und unsere Geländeverhältnisse erforderlich.

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Weinrallye #62: Unsere Weine unter 5 Euro

Freitag, 26. April 2013

Heute ist wieder einmal Weinrallye-Tag, und alle deutschsprachigen Genussblogger die Lust dazu haben beschäftigen sich heute auf Vorschlag des Drunkenmonday Wein Blog it dem Thema 5 Euro – die Grenze des guten Geschmacks?.

Blogger Nico Medenbach greift damit die alte Diskussion auf, ob unter 5 Euro anständiger Wein produziert werden kann und will mit dieser Etappe der Weinrallye jedem Teilnehmer die Möglichkeit bieten zu zeigen, ob (und wo) es “guten Wein” unter 5 Euro € gibt.

Da das “ob” für mich außer Frage steht, und das “wo” mit zwei eigenen Weinen deutlich unter der Grenze und einem nur knapp darüber ebenfalls klar ist, möchte ich mich in meinem Beitrag vorwiegend dem “wie” widmen:

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Ein ordentlicher Ruck

Donnerstag, 18. April 2013

Anbinden 1

Nicht zuletzt wegen des schlechten Märzwetters sind wir heuer ein wenig spät mit dem Anbinden der Fruchtruten. Die letzten Tage haben die Knospen ordentlich schwellen lassen, und man kann kaum mehr vermeiden die eine oder andere abzubrechen.

Beim Binden werden nämlich die beim Rebschnitt übriggebliebenen Triebe bogenförmig oder nahezu waagrecht an den untersten Draht des Erziehungssystems gebunden, damit die daraus wachsenden Triebe die gleichen Ausgangsbedingungen und eine gleichmäßige Verteilung haben.

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Endlich!

Donnerstag, 11. April 2013

Seit Vorgestern herrscht endlich Frühling, und am geradezu blitzartigen Erwachen der Natur kann man sehen, wie sehr alle(s) darauf gewartet hat. Innerhalb weniger Tage haben sich z.B. die Mandelblüten geöffnet, knapp einen Monat später als im Vorjahr und fast zwei Monate später als 2007.

Für unsere Reben ist der lange Winter nicht von Nachteil. Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit einer sehr frühen Lese in den letzten Wochen deutlich gesunken, aber einige wenige schöne Wochen im Mai oder Juni können die Verspätung deutlich reduzieren.

Und selbst wenn wir bis zum Herbst spät dran sind, kann man daraus keinerlei Schlüsse auf den Jahrgang ziehen. Wirklich entscheidend werden dann der September und Oktober…

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Messetypologie

Donnerstag, 4. April 2013

Messen und Präsentationen sind für Winzer wie für Weinliebhaber eine spannende Sache. Da man als Nicht-Promi-Winzer bei solchen Veranstaltungen nicht immer ausgelastet ist, hatte ich im Lauf der Jahre die Gelegenheit, eine Theorie zur Typologie der Aussteller und Besucher zu entwicklen und zu verfeinern:

Die Aussteller:

Der Chaot

Der Chaot kommt zu Messen und Präsentationen immer zu spät und geht meist vor Ende der Veranstaltung. In der Regel hat er andere Weine mit, als die, die er Monate zuvor für den Verkostungskatalog angemeldet hat, was aber offenbar weder ihn, noch seine Besucher allzusehr stört.

Sein Stand ist nämlich verblüffender Weise trotz dieses unhöflichen und unprofessionellen Verhaltens meist gut besucht. Nicht nur einmal konnte ich Weinfreunde beobachten, die geduldig auf das Erscheinen des Meisters warteten oder den Stand so oft besuchten, bis sie das Glück hatten, ihn tatsächlich anzutreffen.

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Thema: Verkauf und Marketing |  Beitrag kommentieren

Mörbisch am 26. März 2013

Dienstag, 26. März 2013

So sah es heute Vormittag aus. Und es schneit noch immer…

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Kunst und Wein: Spannende Parallelen

Sonntag, 24. März 2013

Eine Musikkritik ist wie jede Kunstkritik von vornherein eine subjektive Angelegenheit. Ich kann nur schreiben, wie es mir persönlich bei einer Aufführung geht – da halbwegs bei der Sache zu bleiben, dazu hilft mir die Erfahrung, die ich gesammelt habe, und das erlernte Wissen. …

Es ist viel mehr objektivierbar, als man gemeinhin glauben möchte. Ob einer die Noten alle abliefert, wie sie geschrieben sind, ob etwas laut oder leise ist, ob ein Tenor das hohe C erreicht oder nicht, das alles sind nachprüfbare Fakten. Nur: Um die geht es in der Regel nicht wirklich. …

Es stimmt ja auch der alte Spruch, dass das Wesentliche nicht in den Noten steht – sondern zwischen den Zeilen. Womit wir uns aber eben auf dem gefährlichen Terrain der Unwägbarkeiten bewegen. Nur diese Unwägbarkeiten machen Kunst aus. Daher ist natürlich jede Aussage darüber zwangsläufig subjektiv.

“Presse”-Musikkritiker Wilhelm Sinkovicz (als Befragter) in einem Interview mit Angelika Kirchschlager (als Gast-Chefredakteurin) in der heutigen Jubiläumsausgabe der “Presse am Sonntag“.

Thema: Wein-Medien-News |  Beitrag kommentieren

Ich kann es nicht mehr hören!

Freitag, 22. März 2013

Vor einigen Jahren durfte ich meine Weine bei einer Veranstaltung in Wien präsentieren und stellte angesichts der limitierten Anzahl ganz paritätisch je zwei trockene Weißweine, zwei Rote und einen Süßwein vor. Als eine Dame die Weißen erblickte, zeigte sie sie sich mehr als verwundert und fragte erstaunt: “Sie haben auch Weißweine im Burgenland?”. Ich bejahte das selbstverständlich (ebenso verwundert über ihre Frage), worauf sie ernsthaft meinte: “Seit wann?”

Natürlich ist so etwas selten und harmlos, weil “normale” Weinkonsumenten nicht verpflichtet sind, sich (womöglich auch noch gegen den Medienmainstream) Weinkenntnisse anzueignen. Ärgerlich wird es allerdings, wenn Weininteressierte oder gar Berufskollegen aus anderen Regionen uns burgenländischen Weinbauern zwar nicht den Weißwein generell, aber relativ häufig die Rebsorte Grüner Veltliner absprechen wollen.

Der Grüne ist eine niederösterreichische Sorte tönt es gar nicht so selten. Er gehört nicht ins Burgenland und hat dort auch keinerlei Tradition. Und außerdem schmeckt er von dort nicht…

Ich kann es nicht mehr hören!

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