Erwachsen

Dienstag, 4. Oktober 2011 | Autor:

Chardonnay-Trauben

Mit der ersten Ernte reiht sich unsere Junganlage am Goldberg in die Ertragsweingärten ein und die Serie „Ein Weingarten entsteht“ findet ihr Ende.

Zur Erinnerung hier noch einmal die letzten drei Jahre im Schnelldurchlauf:

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Jungfernlese

Donnerstag, 8. September 2011 | Autor:

Chardonnay am Goldberg

Gestern haben wir damit begonnen, die allerersten Trauben unserer Junganlage am Goldberg zu ernten. Wenn das Wetter hält, werden wir morgen den Muskat Ottonel abschließen.

Spätestens damit geht die Erziehungsphase unseres neuen Weingartens zu Ende und er reiht sich ein in die „normalen“ Ertragsweingärten ein. Mit einer Zuckergradation zwischen 16 und 17 °KMW Muskat und einem de facto Vollertrag im dritten Standjahr liefert er auch gleich einen mehr als zufriedenstellenden Einstand ab.

Beim Chardonnay dürfte die Menge deutlich geringer sein, aber dafür haben die vollreifen Trauben bereits 20°KMW (!). Wir werden sie voraussichtlich Anfang nächsten Woche lesen.

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Guter Behang

Freitag, 8. Juli 2011 | Autor:

Chardonnay am Goldberg

Wie fast alle Weingärten entwickelt sich auch unsere Junganlage am Goldberg prächtig. Nachdem wir vor allem beim Chardonnay bereits nach dem ersten Jahr einen Stamm formieren konnten, sind heuer, im dritten Jahr fast alle Stöcke dort, wo sie sein sollten und tragen ihre ersten Trauben.

Dabei ist der Behang der Chardonnay-Stöcke ist relativ locker und wir rechnen mit einer kleinen, feinen ersten Ernte.

 Beim Muskat Ottonel gibt es mehr Trauben (die erfahrungsgemäß auch sortentypisch groß werden können) und mit etwas Glück werden wir schon beim ersten Mal eine Normalernte einfahren können.

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Geknickt

Donnerstag, 2. Juni 2011 | Autor:

Gewalzte Begrünungsmischung

Wie ich erst im Vorjahr gelernt habe, soll es besser sein, zu üppig gewordene Weingartenbegrünungen nicht zu mähen, sondern nur niederzuwalzen.

Dabei werden die Halme nicht gekappt, sondern nur geknickt, was den Wasserverbrauch senkt, ohne die Ausreifung der Samen (aus denen sich die Begrünung im nächsten Jahr regenerieren kann) zu verhindern.

Außerdem schont das Walzen die Insekten, die sich in dem Blütenteppich häuslich eingerichtet haben, und fördert die Humusbildung, weil weniger fein zerkleinerte Grünmasse langsamer verrottet.

Um diese (zumindest für uns) neuen Erkenntnisse auf ihre Praxistauglichkeit zu testen, haben wir nach dem weitgehenden Verblühen des roten Inkarnatklees vor einigen Tagen die hier beschriebene Begrünung in unserer Junganlage am Goldberg mit improvisierten, aber gut funktionierenden Mitteln gewalzt.

Mal sehen, was in den nächsten Wochen so passiert, und ob das Walzen verhindern kann, dass die Kleearten in zwei bis drei Jahren weitgehend vom Gras verdrängt werden (wie das in den Kommentaren zum oben verlinkten Artikel angeklungen ist).

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Touristenattraktion

Freitag, 13. Mai 2011 | Autor:

Inkarnatklee

Seit ein paar Tagen blüht der Inkarnatklee in der Begrünungsmischung, die wir vergangenen August in jeder zweiten Reihe unserer Junganlage am Goldberg gesät haben.

Dieser prachtvolle Anblick zieht nicht nur die Bienen und andere Insekten an, sondern offenbar auch jede Menge Touristen, die am Radweg rund um den Neusiedlersee direkt an unserem Weingarten vorbeikommen.

Innerhalb weniger Tage haben mein Vater und ich unabhängig voneinander zahlreiche Urlauber getroffen, die dieses Naturschauspiel ausgiebig bewundert und zum Teil mit großem Aufwand fotografiert haben.

Inkarnatklee

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Erwachsenwerden

Freitag, 22. April 2011 | Autor:

Junger Rebstamm

Kein Arbeitsgang bringt Übergang von der Junganlage zum „erwachsenen“ Weingarten so auf den Punkt, wie das erste Wegbrechen der Triebe am neu formierten Rebstamm.

Bis dahin verhalten sich  jungen Stöcke anders als ihre älteren Kollegen und genießen deshalb auch eine altersspezifische Sonderbehandlung.

Während nämlich schon aus zweijährigen Rebstämmen nur noch einzelne grüne Triebe sprossen, treiben bei den frisch als Stamm nach oben gebundenen Reben so viele Knospen aus, dass eine Unterscheidung zwischen Stamm und Fruchtholz (wie auch auf dem Foto) nicht wirklich möglich ist.

Erst das Wegbrechen des jungen Grün im unteren Teil der Stöcke weist dem Stamm seine Aufgabe als Leitungs- und Speicherorgan zu, während der obere Teil für den Austrieb und damit für Blätter und Trauben zuständig ist.

Gibt es keine Frostschäden oder andere Ereignisse, die einen neuen Stamm notwendig machen, bleibt das unverändert so bis ins hohe Alter.

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Rebschnitt und Rückblick

Mittwoch, 2. März 2011 | Autor:

Spätwinter am Goldberg

Nach dem Abschluß des Rebschnitts in den Ertragsweingärten ist jetzt auch unsere Junganlage am Goldberg dran, deren ganze Entstehungsgeschichte man in dieser Beitragskategorie nachlesen kann.

Wie hier berichtet, konnten wir ja bereits nach dem kräftigen Wachstum im Pflanzjahr vergangenen März bei vielen Reben einen Stamm formieren. Das ist freilich nur sinnvoll, wenn man dabei klare Prioritäten setzt und so wie hier erklärt die Trauben entfernt.

Trotz Sturmschäden und sonstiger Unbillen ist die Mehrzahl der restlichen Stöcke jetzt nach dem zweiten Jahr kräftig genug, um ebenfalls entsprechend geschnitten und nach oben gebunden zu werden.

Nach dem Wegbrechen der Triebe im unteren Teil des Stammes bald nach dem Austrieb wird sich unser neuer Weingarten deshalb nur mehr auf den zweiten Blick von seinen älteren Nachbarn unterscheiden.

Und wenn alles gut geht, gibt es im heurigen Herbst die ersten Trauben zu ernten.

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Winterfit

Montag, 11. Oktober 2010 | Autor:

Begrünung

Wie hier bereits angekündigt, haben wir im August in jeder zweiten Fahrgasse unserer Junganlage am Goldberg eine mehrjährige Begrünung angebaut.

Mittlerweile kann man (zwischen verschiedenen UnWildkräutern) sowohl den Leindotter erkennen, der den Boden noch im Herbst rasch bedecken soll, als auch die Blätter der Kleearten, die mehrere Jahre lang die Erde intensiv durchwurzeln und damit fruchtbarer machen sollen.

Die Reben haben wir noch vor der Einsaat als Frostschutz und zur Unkrautbekämpfung bis ins nächste Frühjahr angehäufelt. Damit sind die Arbeiten in unserer Junganlage für heuer abgeschlossen.

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Ein idealer Sommer

Mittwoch, 11. August 2010 | Autor:

Junganlage am Goldberg Anfang August 2010

Während es für unsere Ertragsweingärten (vor allem, aber nicht nur während der Blüte) eine Spur trockener sein könnte, ist der feuchte Sommer für die Junganlage am Goldberg geradezu ideal.

Die bereits im heurigen zweiten Jahr nach oben formierten Stöcke sind nicht mehr von ihren deutlich älteren Kollegen im Weingarten des Nachbarn zu unterscheiden. Ganz besonders dort, wo wir beim Wegschneiden der Trauben die eine oder andere vergessen haben.

Auch die allermeisten der etwas schwächeren Reben, die wir im Winter stark zurückgeschnitten haben, sind kräftig gewachsen. So wie es aussieht, werden fast alle von ihnen im nächsten Jahr die ersten Trauben tragen können.

Zwischen den Rebzeilen gedeiht eine üppige Naturbegrünung. Um tiefer wurzelnde und Insekten anlockende Blütenpflanzen zu forcieren, werden wir aber demnächst in jeder zweiten Reihe eine Mischung verschiedener Kleearten einsäen.

Zur Vorbereitung des Saatbeetes haben wir – wie auf dem Foto zu sehen – bereits in jeder zweiten Reihe die Begrünung umgebrochen.

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Alles wächst

Montag, 5. Juli 2010 | Autor:

Alles wächst

Seit dem Wegschneiden der Trauben vor einem Monat sind unsere Jungreben am Goldberg kräftig gewachsen. Von den Sturmschäden im Mai und dem Wildverbiß bei den zurückgeschnittenen Stöcken ist kaum noch etwas zu sehen, und die im nassen Juni kaum zu vermeidende Peronospora (=falscher Mehltau) ist nur ein kleiner Schönheitsfehler.

Aber nicht nur die Reben, sondern auch die Pflanzen darunter profitieren von den Wasserreserven im Boden und dem jetzt warmen Wetter und entwickeln sich rasant. Bevor uns Ackerwinde, Melde und Co. davonwachsen, haben wir deshalb die Weinstöcke wie im vergangenen Herbst angehäufelt und die noch kleinen UnBeikräuter dabei zugedeckt.

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Prioritäten setzen

Samstag, 5. Juni 2010 | Autor:

Hier hing ursprünglich eine (zukünftige) Traube

Wie berichtet konnten wir dank des kräftigen Wachstums im ersten Jahr bei etlichen Reben in unserer Junganlage schon heuer einen Stamm formieren. Trotzdem steht natürlich auch im zweiten Jahr das Wachstum im Vordergrund, und nicht ein möglicher kleiner Ertrag.

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Jolanda

Donnerstag, 20. Mai 2010 | Autor:

Sturmschaden

Seit fast einer Woche beschert uns das Mittelmeertief „Jolanda“ Märztemperaturen und heftigen Wind mit Spitzengeschwindigkeiten bis 100km/h. Leider ist dieser Sturm nicht spurlos an unseren jungen Reben vorübergegangen.

Während die meisten Triebe in den älteren Weingärten noch zu klein sind, um dem Wind eine Angriffsfläche zu bieten, befinden sich die empfindlichen Triebspitzen jener Jungreben, bei denen wir bereits einen Stamm formiert haben genau in der Höhe des ersten Drahtpaares.

Mit dieser Länge finden sie leider noch keinen ausreichenden Halt, und werden deshalb von den Windböen immer und immer wieder gegen die Drähte gedrückt. Wenn sie lange genug scheuern, brechen sie entweder von selbst, oder spätestens beim Versuch, sie zu ihrer eigenen Sicherheit von Hand zu formieren.

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Zu ebener Erde…

Dienstag, 4. Mai 2010 | Autor:

Zu ebener Erde...

Unsere Jungreben am Goldberg sind in den letzten Tagen kräftig gewachsen. Nach dem Rückschnitt startet der Großteil auch heuer wieder zu ebener Erde in die Vegetationsperiode.

Anders als im Vorjahr haben die jungen Stöcke aber keinen Pflanzstreß zu verdauen und können deshalb deutlich früher loslegen.

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Auf ins zweite Jahr

Samstag, 3. April 2010 | Autor:

Rückschnitt auf zwei Augen

In den allermeisten Fällen sind einjährige Reben noch nicht kräftig genug, um einen Stamm zu formieren oder gar Trauben zu ernten. Deshalb werden sie auf zwei gut sichtbare Augen (Knospen) zurückgeschnitten, aus denen heuer kräftige, lange Triebe wachsen sollten.

Als Schutz vor Wildverbiß, aber auch, um mit dem ersten Binden der Reben länger zuwarten zu können, haben wir diese Stöcke nach dem Schnitt mit einem Schutzgitter versehen (das anders als auf dem Foto natürlich rund um die Rebe positioniert wird).

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Wieder ans Tageslicht

Montag, 29. März 2010 | Autor:

Jungrebe vor dem Schnitt

Wie hier berichtet, haben wir den unteren Teil unserer Jungreben am Goldberg im Herbst mit Erde bedeckt, um sie vor Frostschäden zu bewahren und Unkrautbewuchs vorzubeugen.

Nachdem der Saftstrom der Reben aber langsam in Schwung kommt, und auch die jungen Stöcke geschnitten werden müssen, war es vergangene Woche höchste Zeit, sie wieder ans Tageslicht zu holen.

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Was bisher geschah

Samstag, 20. März 2010 | Autor:

Fertig für den Winter

Wie man anhand dieser Beiträge nachvollziehen kann, war das erste Jahr unserer Junganlage am Mörbischer Goldberg einigermaßen aufregend und arbeitsreich.

Nach der Rodung eines bestehenden Weingartens und der sorgfältigen Vorbereitung des Bodens im Herbst 2008 haben wir am 23. April 2009 schließlich rund 3700 Reben gepflanzt.

Gleich danach haben wir das Unterstützungssystem errichtet und dafür unter anderem rund 26 Kilometer Draht gespannt. Am Ende der Saison konnten wir trotz mancher Schwierigkeiten schließlich eine sehr positive Bilanz ziehen.

Seit dem Anhäufeln der Reben (Foto) Anfang Dezember herrscht am Goldberg Winterruhe, aber angesichts des nahenden Frühlings erwachen auch die jungen Reben langsam aus dem Winterschlaf…

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Fertig für den Winter

Sonntag, 6. Dezember 2009 | Autor:

Fertig für den Winter

Mit dem Anhäufeln der jungen Rebstöcke endet die Arbeit im ersten Jahr unserer Junganlage am Goldberg. Dabei werden Reben und Boden entlang der Reihen von beiden Seiten mit einer Pflugschar mit Erde bedeckt.

Das schützt nicht nur den untersten Teil der Pflanzen vor strengem Winterfrost, sondern ist auch bereits die erste Unkrautbekämpfungsmaßnahme für das Jahr 2010.

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Fehler behoben

Donnerstag, 19. November 2009 | Autor:

Fertig für die zweite Pflanzung

Wie hier bereits berichtet, haben sich in unsere Junganlage am Goldberg zahlreiche Kuckucksreben eingeschlichen. Durch einen Fehler bei der Pflanzung waren einige Chardonnay-Reben in den Muskat-Reihen gelandet, und vermutlich wegen einer Verwechslung beim Veredeln entpuppten sich zahlreiche Muskat-Reben als Gutedel.

Während des Sommers haben wir bei jedem Bearbeitungsdurchgang auch darauf geachtet, und die falschen Stöcke markiert. Und um dieses Problem so schnell wie möglich aus der Welt zu schaffen, haben wir diese Pflanzen gestern ausgegraben und die richtige Sorte nachgepflanzt.

Mit den gerodeten Chardonnay-Reben haben wir gleich die Fehlstellen im Chardonnay-Teil der Junganlage aufgefüllt. Wie immer sind nämlich einzelne Pflanzen nicht oder kaum gewachsen, und wie hier berichtet wurden unmittelbar nach der Pflanzung ja auch sieben Stück gestohlen.

Für die zahlreichen Gutedel-Reben haben wir keine Verwendung, da unser Bedarf an Tafeltrauben gedeckt ist. Die meisten landeten deshalb auf dem Boden und werden im Frühjahr mit dem Schnittholz zerkleinert.

Einige wenige haben wir schließlich aber doch nach Hause gebracht und für eine neuerliche Pflanzung in Wachs getaucht (Foto). Vielleicht haben ja ein paar Kollegen Verwendung dafür.

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Ein gutes erstes Jahr

Dienstag, 13. Oktober 2009 | Autor:

Junganlage am Goldberg Anfang September 2009

Während die Reben in den Ertragsweingärten das Triebwachstum im Sommer weitgehend eingestellt und ihre Kräfte spätestens ab Anfang August auf die Traubenreife konzentriert haben, sind die jungen Stöcke am Goldberg bis in den Herbst hinein weitergewachsen.

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Besser geht´s kaum

Donnerstag, 20. August 2009 | Autor:

Besser geht´s kaum

Während das Wachstum der Ertragsweingärten schon vor einigen Wochen zugunsten der Traubenreife weitgehend zum Stillstand gekommen ist, wachsen die Triebe unserer jungen Reben immer noch. Manche sind mittlerweile zweieinhalb Meter lang. Besser geht´s im ersten Jahr kaum.

Nach einer letzten Bodenbearbeitung zwischen den Stöcken und einer Abschlußspritzung gegen Mehltau können wir die jungen Weinstöcke jetzt getrost sich selbst überlassen und uns auf die Weinlese konzentrieren.

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Kuckucksreben

Dienstag, 11. August 2009 | Autor:

 

Traditionelles Aufbinden mit Stroh

Langsam wird zur Gewißheit, was mein Vater mit seinem Erfahrungsschatz schon recht früh vermutet hat: In den mit Muskat Ottonel bepflanzten Teil unserer Junganlage am Mörbischer Goldberg dürften sich gar nicht so wenige Kuckucksreben eingeschlichen haben. weiter…

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Sauber in Reih und Glied

Montag, 20. Juli 2009 | Autor:

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Die letzten Tage haben wir genützt, um unsere witterungsbedingt etwas „verwilderte“ Junganlage in Ordnung zu bringen.

Rund um die jungen Reben wurde der Boden zuerst mechanisch und anschließend noch einmal händisch gelockert und die Reben vom kräftig sprießenden Unkraut befreit.

Anschließend wurden die stärker wachsenden Triebe angebunden, damit sie nicht vom Traktor oder vom Wind beschädigt werden und ihre Triebspitzen außerhalb der Reichweite von Feldhasen sind. weiter…

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Alles wächst

Mittwoch, 8. Juli 2009 | Autor:

Alles wächst

Bei allen Problemen hat das feuchte Wetter der letzten Wochen auch einen Vorteil: Unsere Jungreben am Goldberg können auch mit ihrem noch eher bescheidenen Wurzelsystem leicht genügend Wasser aufnehmen, um kräftig zu wachsen.

Leider gilt das auch für die verschiedensten Unkräuter. Wegen der fast täglichen Niederschläge konnten wir in den letzten Wochen nur vorbeugende Mehltau-Behandlungen durchführen, um die empfindlichen kleinen Pflänzchen gesund zu halten.

An eine Bodenbearbeitung war angesichts des ständig (zu) nassen Bodens nicht zu denken, und deshalb sieht unser neuer Weingarten im Moment etwas wild und ungepflegt aus.

Morgen soll es aber dem Unkraut im Stockbereich mittels Stockräumgerät an den Kragen gehen, und übermorgen werden wir dann wahrscheinlich von Hand nacharbeiten.

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Fünf Wochen später…

Dienstag, 26. Mai 2009 | Autor:

Fünf Wochen nach der Pflanzung

Übermorgen ist es fünf Wochen her, dass wir unsere Jungreben am Goldberg gepflanzt haben. Und wie man an diesem Foto sehen kann, waren seither nicht nur wir, sondern auch die Reben fleißig.

Zugegeben, nicht alle Stöcke sind so kräftig gewachsen, wie der auf dem Foto. Aber abgesehen von denen, die uns abhanden gekommen sind, gibt es kaum Ausfälle. Und auch die schwächeren Reben haben sich bisher immerhin so entwickelt, dass es keinen Grund zur Klage gibt.

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Wer macht denn sowas?

Samstag, 23. Mai 2009 | Autor:

Rebendiebstahl

Seit der Pflanzung vor einem Monat sehen wir fast täglich nach unseren jungen Reben am Goldberg. Sie entwickeln sich prächtig, aber seit gestern oder vorgestern fehlen am Beginn einer Rebzeile sieben Stück, die ursprünglich ganz sicher da waren.

Vandalismus ist wohl auszuschließen, denn erstens fehlen die Reben und sind nicht nur beschädigt. Und wenn jemand absichtlich einen Schaden anrichten möchte, beläßt er es wohl nicht nur bei sieben Pflänzchen.

Diebstahl von Kollegen ist auch eher unwahrscheinlich. Nicht das ich die Weinbauernschaft grundsätzlich über jeden Verdacht erhaben sehe, aber ein Profi hätte die Reben wohl wenige Tage nach der Pflanzung gestohlen. Er wüßte schließlich, dass sie jetzt, da sie schon einen Großteil ihrer Reservestoffe verbraucht haben einen weiteren Ortswechseln kaum noch überstehen werden.

Also werden es wohl „Hobbygärtner“ gewesen sein, die per Rad oder zu Fuß an unserem Weingarten vorbei gekommen sind, und sich mehr oder weniger spontan dazu entschlossen haben, es auch einmal mit ein paar Weinreben zu probieren.

Da die Chancen gering sind, dass die Reben das überleben, werden die Diebe wohl (hoffentlich) keine Freude mit ihnen haben. Uns aber bleibt ein kleiner finanzieller Schaden, zusätzliche Arbeit beim Nachpflanzen im nächsten Frühjahr und vor allem großer Ärger.

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26 Kilometer

Mittwoch, 6. Mai 2009 | Autor:

Der Drahtrahmen ist fertig

So schnell waren wir noch nie. In den zwölf Tagen seit der Pflanzung unserer Junganlage am Goldberg haben wir

  • 530 Löcher gebohrt und ebensoviele Holzpfähle hineingestellt
  • 3730 Eisenstäbe jeweils genau bei einer Rebe positioniert
  • 26 Kilometer Draht abgerollt, gespannt und mit
  • 3700 Nägeln fixiert.

Jetzt ist das Unterstützungsgerüst fertig, und zum Abschluß haben wir den Boden gelockert, um die zahlreichen Traktorspuren von Pflanzung und Materialtransport zu beseitigen.

Die Reben wachsen übrigens schon und sehen mittlerweile so aus:

Der Austrieb junger Reben

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Schlag auf Schlag

Montag, 27. April 2009 | Autor:

Holzpfähle in der Junganlage am Goldberg

Nicht immer folgt das Erstellen des Unterstützungsgerüstes unmittelbar auf die Pflanzung. Weil es aber vom Wetter und vom Arbeitsablauf her gerade paßt, geht es heuer Schlag auf Schlag.

Vergangenen Freitag und heute haben wir rund 530 Löcher in den Goldberg-Boden gebohrt, und unsere Akazienpfähle Marke Eigenbau so exakt wie möglich hineingestellt.

Langsam nimmt der neue Weingarten Gestalt an. Die einzelnen Rebzeilen sind jetzt schon deutlicher zu erkennen, als unmittelbar nach der Pflanzung.

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Sie wachsen schon!

Freitag, 24. April 2009 | Autor:

Frisch gepflanzte Jungrebe

Gestern war es soweit. Den ganzen Tag über haben Thomas und Csaba von der Rebschule unseres Vertrauens mit unserer Hilfe rund 3730 Reben gepflanzt. Und auch wenn man natürlich noch nichts davon sieht, spricht man in Weinbauernkreisen am Abend eines solchen Tages gerne davon, dass die Reben jetzt schon wachsen. weiter…

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In den Startlöchern

Mittwoch, 22. April 2009 | Autor:

Jungreben vor der Pflanzung

Morgen ist es soweit! Wenn uns die prognostizierten vereinzelten Regenschauer keinen Strich durch die Rechnung machen, erfolgt die Pflanzung unserer Junganlage am Mörbischer Goldberg.

Bereits gestern hat die Rebschule unseres Vertrauens die Reben geliefert, die sie genau nach unseren Wünschen veredelt hat. Bis dahin waren die Pflanzen dank Kühlhaus im Winterschlaf und tragen daher noch alle im vergangenen Jahr eingelagerten Reservestoffe in sich.

Jetzt stehen sie mit den Wurzeln im Wasser, damit sie noch einmal Feuchtigkeit tanken können. Wegen des für die Pflanzung notwendigen Rückschnittes der Wurzeln auf rund 15 Zentimeter wird es nämlich ein paar Wochen dauern, bis sie Wasser aus dem Boden aufnehmen können.

Damit bis dahin so wenig wie möglich verloren geht, ist der oberirdische Teil der Pflanzreben in grünes Wachs getaucht worden. Die Wachsschicht unterbindet einerseits die Verdunstung nach außen, kann aber andererseits von innen von den austreibenden Knospen leicht aufgebrochen werden, wenn es soweit ist.

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Hightech für exakte Reihen

Mittwoch, 22. April 2009 | Autor:

Leitdrähte für die Pflanzmaschine

Obwohl die maschinelle Pflanzung von Reben schon seit Jahrzehnten möglich und üblich ist, haben wir unsere Junganlagen bis vor drei Jahren ausschließlich händisch ausgepflanzt.

Maschinell gepflanzte Reben wachsen zwar oft besser an (vor allem weil ihnen längere Wurzeln belassen werden können), aber die bisher üblichen Verfahren waren uns nicht exakt genug.

Eine genaue Pflanzung ist nämlich für eine optimale Bearbeitung des Weingartens sehr wichtig. Und da die meisten unserer Weingärten „Kurven“ aufweisen, ist es gar nicht so einfach, die Rebzeilen so hinzukriegen, wie sie die Grundstücksform vorgibt.

Bei vielen Pflanzmaschinen gleicht ein Laser-Sensor die Abweichungen des Traktorfahrers aus, sodass die Reihen auch dann halbwegs so ausfallen, wie sie sollen, wenn der Traktorfahrer aus Unachtsamkeit oder z.B. wegen eines größeren Steins von der Ideallinie abweicht.

Bei unserer heurigen Pflanzung probieren wir erstmals ein neues System aus. Dafür haben wir heute den ganzen Tag lang parallel zu jeder künftigen Rebzeile einen Draht mit exakt 120 Zentimeter Abstand zur Reihe verlegt.

Diese Drähte werden beim Aussetzen mit einer Batterie unter Strom gesetzt und ein Sensor auf der Pflanzmaschine, der diesen Stromfluß messen kann, richtet die Maschine so aus, dass sie die Reben genau an der gewünschten Stelle in den Boden steckt.

Hoffentlich funktioniert diese Methode so gut wie erhofft. Auch wenn der verlegte Draht später auch für das Unterstützungsgerüst der Reben verwendet werden kann, steckt doch einige (Mehr-)Arbeit dahinter.

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