Erwachsen

Dienstag, 4. Oktober 2011 | Autor:

Chardonnay-Trauben

Mit der ersten Ernte reiht sich unsere Junganlage am Goldberg in die Ertragsweingärten ein und die Serie „Ein Weingarten entsteht“ findet ihr Ende.

Zur Erinnerung hier noch einmal die letzten drei Jahre im Schnelldurchlauf:

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Jungfernlese

Donnerstag, 8. September 2011 | Autor:

Chardonnay am Goldberg

Gestern haben wir damit begonnen, die allerersten Trauben unserer Junganlage am Goldberg zu ernten. Wenn das Wetter hält, werden wir morgen den Muskat Ottonel abschließen.

Spätestens damit geht die Erziehungsphase unseres neuen Weingartens zu Ende und er reiht sich ein in die „normalen“ Ertragsweingärten ein. Mit einer Zuckergradation zwischen 16 und 17 °KMW Muskat und einem de facto Vollertrag im dritten Standjahr liefert er auch gleich einen mehr als zufriedenstellenden Einstand ab.

Beim Chardonnay dürfte die Menge deutlich geringer sein, aber dafür haben die vollreifen Trauben bereits 20°KMW (!). Wir werden sie voraussichtlich Anfang nächsten Woche lesen.

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Guter Behang

Freitag, 8. Juli 2011 | Autor:

Chardonnay am Goldberg

Wie fast alle Weingärten entwickelt sich auch unsere Junganlage am Goldberg prächtig. Nachdem wir vor allem beim Chardonnay bereits nach dem ersten Jahr einen Stamm formieren konnten, sind heuer, im dritten Jahr fast alle Stöcke dort, wo sie sein sollten und tragen ihre ersten Trauben.

Dabei ist der Behang der Chardonnay-Stöcke ist relativ locker und wir rechnen mit einer kleinen, feinen ersten Ernte.

 Beim Muskat Ottonel gibt es mehr Trauben (die erfahrungsgemäß auch sortentypisch groß werden können) und mit etwas Glück werden wir schon beim ersten Mal eine Normalernte einfahren können.

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Geknickt

Donnerstag, 2. Juni 2011 | Autor:

Gewalzte Begrünungsmischung

Wie ich erst im Vorjahr gelernt habe, soll es besser sein, zu üppig gewordene Weingartenbegrünungen nicht zu mähen, sondern nur niederzuwalzen.

Dabei werden die Halme nicht gekappt, sondern nur geknickt, was den Wasserverbrauch senkt, ohne die Ausreifung der Samen (aus denen sich die Begrünung im nächsten Jahr regenerieren kann) zu verhindern.

Außerdem schont das Walzen die Insekten, die sich in dem Blütenteppich häuslich eingerichtet haben, und fördert die Humusbildung, weil weniger fein zerkleinerte Grünmasse langsamer verrottet.

Um diese (zumindest für uns) neuen Erkenntnisse auf ihre Praxistauglichkeit zu testen, haben wir nach dem weitgehenden Verblühen des roten Inkarnatklees vor einigen Tagen die hier beschriebene Begrünung in unserer Junganlage am Goldberg mit improvisierten, aber gut funktionierenden Mitteln gewalzt.

Mal sehen, was in den nächsten Wochen so passiert, und ob das Walzen verhindern kann, dass die Kleearten in zwei bis drei Jahren weitgehend vom Gras verdrängt werden (wie das in den Kommentaren zum oben verlinkten Artikel angeklungen ist).

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Touristenattraktion

Freitag, 13. Mai 2011 | Autor:

Inkarnatklee

Seit ein paar Tagen blüht der Inkarnatklee in der Begrünungsmischung, die wir vergangenen August in jeder zweiten Reihe unserer Junganlage am Goldberg gesät haben.

Dieser prachtvolle Anblick zieht nicht nur die Bienen und andere Insekten an, sondern offenbar auch jede Menge Touristen, die am Radweg rund um den Neusiedlersee direkt an unserem Weingarten vorbeikommen.

Innerhalb weniger Tage haben mein Vater und ich unabhängig voneinander zahlreiche Urlauber getroffen, die dieses Naturschauspiel ausgiebig bewundert und zum Teil mit großem Aufwand fotografiert haben.

Inkarnatklee

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Erwachsenwerden

Freitag, 22. April 2011 | Autor:

Junger Rebstamm

Kein Arbeitsgang bringt Übergang von der Junganlage zum „erwachsenen“ Weingarten so auf den Punkt, wie das erste Wegbrechen der Triebe am neu formierten Rebstamm.

Bis dahin verhalten sich  jungen Stöcke anders als ihre älteren Kollegen und genießen deshalb auch eine altersspezifische Sonderbehandlung.

Während nämlich schon aus zweijährigen Rebstämmen nur noch einzelne grüne Triebe sprossen, treiben bei den frisch als Stamm nach oben gebundenen Reben so viele Knospen aus, dass eine Unterscheidung zwischen Stamm und Fruchtholz (wie auch auf dem Foto) nicht wirklich möglich ist.

Erst das Wegbrechen des jungen Grün im unteren Teil der Stöcke weist dem Stamm seine Aufgabe als Leitungs- und Speicherorgan zu, während der obere Teil für den Austrieb und damit für Blätter und Trauben zuständig ist.

Gibt es keine Frostschäden oder andere Ereignisse, die einen neuen Stamm notwendig machen, bleibt das unverändert so bis ins hohe Alter.

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Rebschnitt und Rückblick

Mittwoch, 2. März 2011 | Autor:

Spätwinter am Goldberg

Nach dem Abschluß des Rebschnitts in den Ertragsweingärten ist jetzt auch unsere Junganlage am Goldberg dran, deren ganze Entstehungsgeschichte man in dieser Beitragskategorie nachlesen kann.

Wie hier berichtet, konnten wir ja bereits nach dem kräftigen Wachstum im Pflanzjahr vergangenen März bei vielen Reben einen Stamm formieren. Das ist freilich nur sinnvoll, wenn man dabei klare Prioritäten setzt und so wie hier erklärt die Trauben entfernt.

Trotz Sturmschäden und sonstiger Unbillen ist die Mehrzahl der restlichen Stöcke jetzt nach dem zweiten Jahr kräftig genug, um ebenfalls entsprechend geschnitten und nach oben gebunden zu werden.

Nach dem Wegbrechen der Triebe im unteren Teil des Stammes bald nach dem Austrieb wird sich unser neuer Weingarten deshalb nur mehr auf den zweiten Blick von seinen älteren Nachbarn unterscheiden.

Und wenn alles gut geht, gibt es im heurigen Herbst die ersten Trauben zu ernten.

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Winterfit

Montag, 11. Oktober 2010 | Autor:

Begrünung

Wie hier bereits angekündigt, haben wir im August in jeder zweiten Fahrgasse unserer Junganlage am Goldberg eine mehrjährige Begrünung angebaut.

Mittlerweile kann man (zwischen verschiedenen UnWildkräutern) sowohl den Leindotter erkennen, der den Boden noch im Herbst rasch bedecken soll, als auch die Blätter der Kleearten, die mehrere Jahre lang die Erde intensiv durchwurzeln und damit fruchtbarer machen sollen.

Die Reben haben wir noch vor der Einsaat als Frostschutz und zur Unkrautbekämpfung bis ins nächste Frühjahr angehäufelt. Damit sind die Arbeiten in unserer Junganlage für heuer abgeschlossen.

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Ein idealer Sommer

Mittwoch, 11. August 2010 | Autor:

Junganlage am Goldberg Anfang August 2010

Während es für unsere Ertragsweingärten (vor allem, aber nicht nur während der Blüte) eine Spur trockener sein könnte, ist der feuchte Sommer für die Junganlage am Goldberg geradezu ideal.

Die bereits im heurigen zweiten Jahr nach oben formierten Stöcke sind nicht mehr von ihren deutlich älteren Kollegen im Weingarten des Nachbarn zu unterscheiden. Ganz besonders dort, wo wir beim Wegschneiden der Trauben die eine oder andere vergessen haben.

Auch die allermeisten der etwas schwächeren Reben, die wir im Winter stark zurückgeschnitten haben, sind kräftig gewachsen. So wie es aussieht, werden fast alle von ihnen im nächsten Jahr die ersten Trauben tragen können.

Zwischen den Rebzeilen gedeiht eine üppige Naturbegrünung. Um tiefer wurzelnde und Insekten anlockende Blütenpflanzen zu forcieren, werden wir aber demnächst in jeder zweiten Reihe eine Mischung verschiedener Kleearten einsäen.

Zur Vorbereitung des Saatbeetes haben wir – wie auf dem Foto zu sehen – bereits in jeder zweiten Reihe die Begrünung umgebrochen.

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Alles wächst

Montag, 5. Juli 2010 | Autor:

Alles wächst

Seit dem Wegschneiden der Trauben vor einem Monat sind unsere Jungreben am Goldberg kräftig gewachsen. Von den Sturmschäden im Mai und dem Wildverbiß bei den zurückgeschnittenen Stöcken ist kaum noch etwas zu sehen, und die im nassen Juni kaum zu vermeidende Peronospora (=falscher Mehltau) ist nur ein kleiner Schönheitsfehler.

Aber nicht nur die Reben, sondern auch die Pflanzen darunter profitieren von den Wasserreserven im Boden und dem jetzt warmen Wetter und entwickeln sich rasant. Bevor uns Ackerwinde, Melde und Co. davonwachsen, haben wir deshalb die Weinstöcke wie im vergangenen Herbst angehäufelt und die noch kleinen UnBeikräuter dabei zugedeckt.

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