Kuckucksreben

Dienstag, 11. August 2009 | Autor:

 

Traditionelles Aufbinden mit Stroh

Langsam wird zur Gewißheit, was mein Vater mit seinem Erfahrungsschatz schon recht früh vermutet hat: In den mit Muskat Ottonel bepflanzten Teil unserer Junganlage am Mörbischer Goldberg dürften sich gar nicht so wenige Kuckucksreben eingeschlichen haben. weiter…

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Sauber in Reih und Glied

Montag, 20. Juli 2009 | Autor:

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Die letzten Tage haben wir genützt, um unsere witterungsbedingt etwas „verwilderte“ Junganlage in Ordnung zu bringen.

Rund um die jungen Reben wurde der Boden zuerst mechanisch und anschließend noch einmal händisch gelockert und die Reben vom kräftig sprießenden Unkraut befreit.

Anschließend wurden die stärker wachsenden Triebe angebunden, damit sie nicht vom Traktor oder vom Wind beschädigt werden und ihre Triebspitzen außerhalb der Reichweite von Feldhasen sind. weiter…

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Alles wächst

Mittwoch, 8. Juli 2009 | Autor:

Alles wächst

Bei allen Problemen hat das feuchte Wetter der letzten Wochen auch einen Vorteil: Unsere Jungreben am Goldberg können auch mit ihrem noch eher bescheidenen Wurzelsystem leicht genügend Wasser aufnehmen, um kräftig zu wachsen.

Leider gilt das auch für die verschiedensten Unkräuter. Wegen der fast täglichen Niederschläge konnten wir in den letzten Wochen nur vorbeugende Mehltau-Behandlungen durchführen, um die empfindlichen kleinen Pflänzchen gesund zu halten.

An eine Bodenbearbeitung war angesichts des ständig (zu) nassen Bodens nicht zu denken, und deshalb sieht unser neuer Weingarten im Moment etwas wild und ungepflegt aus.

Morgen soll es aber dem Unkraut im Stockbereich mittels Stockräumgerät an den Kragen gehen, und übermorgen werden wir dann wahrscheinlich von Hand nacharbeiten.

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Fünf Wochen später…

Dienstag, 26. Mai 2009 | Autor:

Fünf Wochen nach der Pflanzung

Übermorgen ist es fünf Wochen her, dass wir unsere Jungreben am Goldberg gepflanzt haben. Und wie man an diesem Foto sehen kann, waren seither nicht nur wir, sondern auch die Reben fleißig.

Zugegeben, nicht alle Stöcke sind so kräftig gewachsen, wie der auf dem Foto. Aber abgesehen von denen, die uns abhanden gekommen sind, gibt es kaum Ausfälle. Und auch die schwächeren Reben haben sich bisher immerhin so entwickelt, dass es keinen Grund zur Klage gibt.

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Wer macht denn sowas?

Samstag, 23. Mai 2009 | Autor:

Rebendiebstahl

Seit der Pflanzung vor einem Monat sehen wir fast täglich nach unseren jungen Reben am Goldberg. Sie entwickeln sich prächtig, aber seit gestern oder vorgestern fehlen am Beginn einer Rebzeile sieben Stück, die ursprünglich ganz sicher da waren.

Vandalismus ist wohl auszuschließen, denn erstens fehlen die Reben und sind nicht nur beschädigt. Und wenn jemand absichtlich einen Schaden anrichten möchte, beläßt er es wohl nicht nur bei sieben Pflänzchen.

Diebstahl von Kollegen ist auch eher unwahrscheinlich. Nicht das ich die Weinbauernschaft grundsätzlich über jeden Verdacht erhaben sehe, aber ein Profi hätte die Reben wohl wenige Tage nach der Pflanzung gestohlen. Er wüßte schließlich, dass sie jetzt, da sie schon einen Großteil ihrer Reservestoffe verbraucht haben einen weiteren Ortswechseln kaum noch überstehen werden.

Also werden es wohl „Hobbygärtner“ gewesen sein, die per Rad oder zu Fuß an unserem Weingarten vorbei gekommen sind, und sich mehr oder weniger spontan dazu entschlossen haben, es auch einmal mit ein paar Weinreben zu probieren.

Da die Chancen gering sind, dass die Reben das überleben, werden die Diebe wohl (hoffentlich) keine Freude mit ihnen haben. Uns aber bleibt ein kleiner finanzieller Schaden, zusätzliche Arbeit beim Nachpflanzen im nächsten Frühjahr und vor allem großer Ärger.

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26 Kilometer

Mittwoch, 6. Mai 2009 | Autor:

Der Drahtrahmen ist fertig

So schnell waren wir noch nie. In den zwölf Tagen seit der Pflanzung unserer Junganlage am Goldberg haben wir

  • 530 Löcher gebohrt und ebensoviele Holzpfähle hineingestellt
  • 3730 Eisenstäbe jeweils genau bei einer Rebe positioniert
  • 26 Kilometer Draht abgerollt, gespannt und mit
  • 3700 Nägeln fixiert.

Jetzt ist das Unterstützungsgerüst fertig, und zum Abschluß haben wir den Boden gelockert, um die zahlreichen Traktorspuren von Pflanzung und Materialtransport zu beseitigen.

Die Reben wachsen übrigens schon und sehen mittlerweile so aus:

Der Austrieb junger Reben

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Schlag auf Schlag

Montag, 27. April 2009 | Autor:

Holzpfähle in der Junganlage am Goldberg

Nicht immer folgt das Erstellen des Unterstützungsgerüstes unmittelbar auf die Pflanzung. Weil es aber vom Wetter und vom Arbeitsablauf her gerade paßt, geht es heuer Schlag auf Schlag.

Vergangenen Freitag und heute haben wir rund 530 Löcher in den Goldberg-Boden gebohrt, und unsere Akazienpfähle Marke Eigenbau so exakt wie möglich hineingestellt.

Langsam nimmt der neue Weingarten Gestalt an. Die einzelnen Rebzeilen sind jetzt schon deutlicher zu erkennen, als unmittelbar nach der Pflanzung.

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Sie wachsen schon!

Freitag, 24. April 2009 | Autor:

Frisch gepflanzte Jungrebe

Gestern war es soweit. Den ganzen Tag über haben Thomas und Csaba von der Rebschule unseres Vertrauens mit unserer Hilfe rund 3730 Reben gepflanzt. Und auch wenn man natürlich noch nichts davon sieht, spricht man in Weinbauernkreisen am Abend eines solchen Tages gerne davon, dass die Reben jetzt schon wachsen. weiter…

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In den Startlöchern

Mittwoch, 22. April 2009 | Autor:

Jungreben vor der Pflanzung

Morgen ist es soweit! Wenn uns die prognostizierten vereinzelten Regenschauer keinen Strich durch die Rechnung machen, erfolgt die Pflanzung unserer Junganlage am Mörbischer Goldberg.

Bereits gestern hat die Rebschule unseres Vertrauens die Reben geliefert, die sie genau nach unseren Wünschen veredelt hat. Bis dahin waren die Pflanzen dank Kühlhaus im Winterschlaf und tragen daher noch alle im vergangenen Jahr eingelagerten Reservestoffe in sich.

Jetzt stehen sie mit den Wurzeln im Wasser, damit sie noch einmal Feuchtigkeit tanken können. Wegen des für die Pflanzung notwendigen Rückschnittes der Wurzeln auf rund 15 Zentimeter wird es nämlich ein paar Wochen dauern, bis sie Wasser aus dem Boden aufnehmen können.

Damit bis dahin so wenig wie möglich verloren geht, ist der oberirdische Teil der Pflanzreben in grünes Wachs getaucht worden. Die Wachsschicht unterbindet einerseits die Verdunstung nach außen, kann aber andererseits von innen von den austreibenden Knospen leicht aufgebrochen werden, wenn es soweit ist.

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Hightech für exakte Reihen

Mittwoch, 22. April 2009 | Autor:

Leitdrähte für die Pflanzmaschine

Obwohl die maschinelle Pflanzung von Reben schon seit Jahrzehnten möglich und üblich ist, haben wir unsere Junganlagen bis vor drei Jahren ausschließlich händisch ausgepflanzt.

Maschinell gepflanzte Reben wachsen zwar oft besser an (vor allem weil ihnen längere Wurzeln belassen werden können), aber die bisher üblichen Verfahren waren uns nicht exakt genug.

Eine genaue Pflanzung ist nämlich für eine optimale Bearbeitung des Weingartens sehr wichtig. Und da die meisten unserer Weingärten „Kurven“ aufweisen, ist es gar nicht so einfach, die Rebzeilen so hinzukriegen, wie sie die Grundstücksform vorgibt.

Bei vielen Pflanzmaschinen gleicht ein Laser-Sensor die Abweichungen des Traktorfahrers aus, sodass die Reihen auch dann halbwegs so ausfallen, wie sie sollen, wenn der Traktorfahrer aus Unachtsamkeit oder z.B. wegen eines größeren Steins von der Ideallinie abweicht.

Bei unserer heurigen Pflanzung probieren wir erstmals ein neues System aus. Dafür haben wir heute den ganzen Tag lang parallel zu jeder künftigen Rebzeile einen Draht mit exakt 120 Zentimeter Abstand zur Reihe verlegt.

Diese Drähte werden beim Aussetzen mit einer Batterie unter Strom gesetzt und ein Sensor auf der Pflanzmaschine, der diesen Stromfluß messen kann, richtet die Maschine so aus, dass sie die Reben genau an der gewünschten Stelle in den Boden steckt.

Hoffentlich funktioniert diese Methode so gut wie erhofft. Auch wenn der verlegte Draht später auch für das Unterstützungsgerüst der Reben verwendet werden kann, steckt doch einige (Mehr-)Arbeit dahinter.

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