Gestoppt

Mittwoch, 28. Oktober 2009 | Autor:

Vorher - Nachher

Wie hier bereits vor zweieinhalb Wochen erwähnt, ist die Gärungsunterbrechung unserer süßen Auslese die letzte wichtige Entscheidung, die unmittelbar mit der Weinlese 2009 zusammenhängt.

Zum Glück hat sich die Gärung der beiden Süßweine seit damals deutlich verlangsamt, und wir konnten relativ entspannt den richtigen Zeitpunkt erkennen und abwarten. Neben der laufenden Verkostung waren dabei auch die täglichen Dichtemessungen (und der Vergleich mit den Werten ähnlicher Weine der letzten Jahre) eine große Hilfe.

Am gestrigen Dienstag haben wir uns dann auch noch eine Alkohol-Analyse besorgt, um unsere Entscheidung abzusichern. Und weil diese mit 12 Prozent einen unserer Meinung nach passenden Wert ergab, gaben wir dem Lohnunternehmer mit seinem Spezialfilter für heute grünes Licht.

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Die letzte Pressung

Freitag, 23. Oktober 2009 | Autor:

Nach 17 bzw. 19 Tagen auf der Maische haben wir gestern den zuletzt geernteten Blaufränkisch vom Goldberg und unseren Cabernet Sauvignon 2009 gepreßt. Bei beiden hat der biologische Säureabbau bereits spontan auf der Maische stattgefunden. Damit ist die Weinwerdung im engeren Sinne bei allen Roten der heurigen Ernte abgeschlossen.

Obwohl zum Teil früher gelesen sind einige Weißweine noch nicht ganz soweit. Eine Charge vom Weißburgunder hat wohl noch zwei, drei Tage zu gären, bis er endlich trocken ist. Der Teil des Chardonnay, den wir im (älteren) Barrique vergoren haben, hat den biologischen Säureabbau noch vor sich. Und bei unseren Auslesen von Traminer und Weißburgunder hat sich die Gärung derart verlangsamt, dass es entgegen meiner ursprünglichen Annahme erst nächste Woche Zeit für die Gärungsunterbrechung sein wird.

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Viel Platz im Keller

Donnerstag, 15. Oktober 2009 | Autor:

Viel Platz im Keller

Wie bereits während der Lesezeit bemerkt, war die heurige Ernte nicht sehr ergiebig. Während wir im Vorjahr an unsere Kapazitätsgrenzen gelangt sind, haben wir heuer noch jede Menge Platz im Keller. Viele Fässer und Tanks sind leer geblieben.

Weil der Vergleich mit dem außergewöhnlich ertragreichen Jahrgang 2008 aber nicht wirklich fair ist, habe ich mich heute an einer mehrjährigen Statistik versucht, und bin dabei zu folgenden Ergebnissen gekommen:

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Bislang unproblematisch

Sonntag, 11. Oktober 2009 | Autor:

 Tankkeller

Nach dem Abschluß der Lese verlagert sich die Aufmerksamkeit langsam in den Weinkeller. Dort verhält sich der Jahrgang 2009 bis jetzt recht unproblematisch.

Noch gären einige Gebinde vor sich hin, aber bislang machen alle Weine etwa das, was angesichts der Trauben und der Erfahrung zu erhoffen bzw. zu erwarten war. Selbst der eine Weißburgunder, dessen Gärung schon ungewöhnlich lange dauert, macht mir nicht wirklich Sorgen.

Die verschiedenen Chargen vom Zweigelt und der eine Blaufränkisch, der schon gepreßt wurde und nicht mehr auf der Maische liegt, haben den biologischen Säureabbau schnell und unauffällig hinter sich gebracht.

Am ehesten für Spannung sorgen könnten die beiden zuletzt gelesenen Auslesen. Gilt es bei diesen Süßweinen doch rechtzeitig den richtigen Zeitpunkt bzw. das richtige Verhältnis von Zucker und Alkohol für die Unterbrechung der Gärung zu finden und einen dementsprechenden Termin mit dem dafür notwendigen Lohnunternehmer zu vereinbaren.

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Liebhaberei

Donnerstag, 8. Oktober 2009 | Autor:

Die Arbeit am Sortiertisch

Am Montag, dem vorletzten Tag der Ernte 2009, stand der Cabernet Sauvignon auf dem Programm. Und wie auch 2008, 2006 und die meisten Jahre davor war es wieder notwendig, zahlreiche von Stiellähme befallene Trauben(teile) auszusortieren.

Weil es dabei mitunter auf jede einzelne Beere ankommt, erledigen wir diese mühsame Arbeit auf einem improvisierten Sortiertisch auf unserem Traubenwagen. Gut zehn Prozent der Trauben bzw. Beeren landeten dabei nicht im „Töpfchen“.

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Lese fertig, Kellermeister auch

Dienstag, 6. Oktober 2009 | Autor:

Bei ähnlich sommerlichen Bedingungen wie am Beginn der Lese vor genau fünf Wochen haben wir heute die letzten Traminer- und Weißburgundertrauben in Auslesequalität geerntet.

Die Hektik des Tages und die ermüdenden Temperaturen von 28°C sind nicht spurlos am Kellermeister vorübergegangen. Deshalb werde ich ein andermal über die Details berichten…

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Star Wars

Montag, 5. Oktober 2009 | Autor:

 Star Wars

Wie bereits hier berichtet, kämpfen wir seit einigen Tagen mit riesigen Schwärmen von Staren, die sich auf die letzten noch zu lesenden Weingärten stürzen.

Heute war es besonders schlimm, aber immerhin konnten wir die Verluste bei Traminer und Weißburgunder mit intensivem (Schreck-)Schußwaffengebrauch in Grenzen halten. Dafür haben wir die Schlacht beim Cabernet in den letzten Tagen teilweise verloren, wie sich heute bei der Ernte gezeigt hat:

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Zufriedene Gesichter

Samstag, 3. Oktober 2009 | Autor:

 Gerhard Fiedler bei der Weinlese 2009

Heute stand der letzte Blaufränkisch auf dem Programm. Und dank unserer verschärften Überwachung in den letzten Tagen hielt sich der Schaden durch Vogelfraß zum Glück sehr in Grenzen.

Aber nicht nur der in diesem Fall gewonnene Kampf gegen die Stare sorgte für eine gute Stimmung bei der Lese. Auch die Qualität der Trauben gab Anlaß zur Freude. So schöne Blaufränkisch-Trauben gibt es nicht alle Tage.

Da lacht das Herz des Weinbauern.

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Zittern und Bangen um die letzten Trauben

Donnerstag, 1. Oktober 2009 | Autor:

Stareschaden 2007

Nach langem Überlegen haben wir uns vergangene Woche entschlossen, mit den allerbesten Trauben noch höher zu pokern. Die Wetterprognose für diese Woche schien günstig, und auch sonst war am Wochenende noch alles eitel Wonne.

Um das Risiko etwas zu streuen und für die letzten Trauben schlagkräftiger und flexibler zu sein, haben wir am Montag zwei Blaufränkisch-Chargen geerntet, die allerbeste aber noch hängen gelassen. Ebenso wie den Cabernet Sauvignon und zwei Weißweingärten für eine süße Auslese.

Leider war das Wetter bisher nicht ganz so gut, dass ich mit Gewißheit sagen könnte, es hat sich ausgezahlt. Dabei ist der Einsatz deutlich gestiegen, denn seit heute kämpfen wir mit einem großen Schwarm von Staren, der die Mörbischer Rieden heimsucht.

Und weil unsere Weingärten beinahe die einzigen sind, in denen es noch Trauben gibt, sind sie der liebste Landeplatz für die Vögel. So haben wir heute innerhalb von wenigen Stunden einige hundert Kilo beste Cabernet-Trauben verloren.

In den nächsten Tagen werden wir also ein noch wachsameres Auge auf unsere Trauben werfen müssen, damit der Schaden bis zum Ende der Lese nicht noch größer wird.

Für Samstag ist die Ernte der besten Blaufränkisch-Trauben geplant, Montag und Dienstag wollen wir den Cabernet lesen und möglicherweise haben Traminer und Pinot blanc bis dahin auch schon die gewünschte Gradation und wir können die Lese Mitte nächster Woche abschließen.

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Lesehelfer

Montag, 28. September 2009 | Autor:

Weinlesehelfer

Heute hatten wir bei der Blaufränkisch-Lese drei zusätzliche Helfer: Meine große Tochter und zwei ihrer Freundinnen waren eine Weile mit dabei und haben eifrig Trauben von den Weinstöcken geschnitten.

Meine jüngere Tochter durfte dabei natürlich auch nicht fehlen.

Lesehelfer

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