Es geht los

Samstag, 15. Juli 2017 | Autor:

Gestern habe ich die ersten (rot-)blauen Beeren beim Zweigelt gefunden. Damit treten die Trauben in die Reifephase ein und wir können mit einem Lesebeginn in der ersten Septemberhälfte rechnen.

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Aus dem Weinbauern-Bilderbuch

Freitag, 7. Juli 2017 | Autor:

Trotz anhaltender Trockenheit entwickeln sich die Reben bisher prächtig. Selbst der heuer erst gepflanzte Chardonnay wächst unbekümmert vor sich hin und die Jungreben aus dem Vorjahr sind sowieso eine Sensation.

Bei guter Pflege einer Junganlage wachsen die Reben im ersten Jahr normalerweise einen guten Meter und nach entsprechendem Rückschnitt im zweiten zwei Meter oder mehr. Daraus wird dann der Stamm des neuen Weinstockes und im dritten Jahr ist mit einer kleinen Ernte zu rechnen

Der größere Teil unseres Muskat Ottonel in der Riede Satzwiesort war aber bereits im ersten Jahr kräftig genug, um einen Stamm zu bilden. Und weil die Reben so schön dastehen, werden wir ihnen heuer im zweiten Jahr auch die Trauben belassen.

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Früher als erwartet

Mittwoch, 31. Mai 2017 | Autor:

Früher als erwartet haben wir gestern die ersten geöffneten Blüten in unseren Weingärten gefunden. Nach dem Wetterumschwung zu Ostern und den zwei, drei kalten Wochen danach hätte ich nicht gedacht, dass die Reben noch im Mai soweit sein werden.

Jetzt hoffen wir auf warmes, aber nicht extrem heißes Wetter ohne lange Regenphasen in den nächsten ein, zwei Wochen. Einerseits, weil die Blüten bei diesen Bedingungen am besten befruchtet werden, andererseits weil wir derzeit sehr viel draußen arbeiten, um alle Triebe in Position zu bringen.

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Mehr als haarscharf (?)

Freitag, 21. April 2017 | Autor:

Wahrscheinlich haben wir Glück gehabt. Großes Glück.

Der Wind ist auch in der vergangenen Nacht nie ganz eingeschlafen, der Himmel nie ganz aufgeklart. Deshalb waren es dann am Ende nur ca. -0,5°C, und die nur in den etwas höheren Lagen.

Frostschäden gibt es trotzdem, allerdings – so glauben wir, wissen werden wir es erst in ein oder zwei Wochen – nur geringfügige, fast ausschließlich an den äußeren Blättern und kaum an den Trauben. Vermutlich stammen die gar nicht von der vergangenen Nacht, sondern vom eisigen Schneewind am Mittwoch und Donnerstag.

Trotz frühem Vegetationsbeginn sind die Triebe heuer wesentlich kleiner als beim Spätfrost im Vorjahr, weil sie in den letzten zwei kalten Wochen kaum gewachsen sind. Das ist uns normalerweise nicht so recht, hat aber heuer sein Gutes. In diesem Stadium schmiegen sich nämlich die äußeren Blätter noch schützend um die Triebspitze und die Trauben und haben wohl Schlimmes verhindert.

Bei sehr vielen Trieben ist das größte (aber nicht wirklich große) Blatt an der Nordwestseite stark erfroren, und oft ist sind bei ein, zwei anderen Blättern die Blattspitzen versengt. Die oberen, inneren, nicht entfalteten Blätter und die zukünftigen Trauben scheinen jedoch fast immer intakt geblieben zu sein, und wir gehen davon aus, dass sie nicht absterben, sondern weiterwachsen werden.

Ein paar Zehntelgrad kälter und es hätte wohl ganz anders ausgesehen…

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Was soll ich sagen?

Mittwoch, 19. April 2017 | Autor:

Dichtes Schneetreiben am 19. April. Weiße Dächer und langsam auch schneebedeckte Böden. Schon jetzt um 17.30 Uhr nur noch knapp über dem Gefrierpunkt. Und es dürfte in den nächsten Tagen nicht besser werden.

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Das große Zittern

Samstag, 15. April 2017 | Autor:

Wenn die Meteorologen Recht behalten, steht uns in den nächsten Tagen ein ähnliches Wetterphänomen bevor, das uns im Vorjahr ein Drittel der Ernte gekostet hat. Arktische Kaltluft strömt bis nach Mitteleuropa und könnte uns mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt erneut Spätfrostschäden bescheren.

Wie oft haben wir schon auf Regen gehofft, obwohl Trockenheit prognostiziert war. Wie oft schon auf eine Schönwetterphase trotz nachhaltiger Regenfronten. So sehr wie jetzt habe ich mir aber noch nie gewünscht, dass die Meteorologen irren…

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Auf ein Neues

Samstag, 1. April 2017 | Autor:

Der Frühling ist da, und wie fast immer in den letzten Jahren ziemlich abrupt. Nur wenige Wochen nach den letzten Eisschollen am Neusiedlersee verzeichneten die Wetterstatistiker bereits den ersten Sommertag (d.h. Temperaturen über 25°C).

Mitte März – im Vergleich mit anderen Jahren gar nicht besonders früh – haben sich die ersten Mandelblüten geöffnet, und die Störche sind aus den Winterferien zurückgekehrt.

Einer von ihnen ließ sich gestern die Chance auf frisch aus der Erde geschälte Käfer und Würmer nicht entgehen und besuchte mich bei der Bodenbearbeitung in der Ried Birnhaide.

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Spätfrostfolgen (1)

Freitag, 10. Februar 2017 | Autor:

Der Spätfrost des vergangenen Jahres hatte nicht nur auf die Trauben, sondern auch auf die Triebe der Weinreben große Auswirkungen. So werden wir derzeit beim Rebschnitt tagtäglich an den verhängnisvollen April 2016 erinnert.

Immer noch sieht man die vertrockneten, winzig kleinen Blätter der erfrorenen Triebe an den Fruchtruten. Und dort wo nur die Triebspitze vom Frost geschädigt wurde, zeigen sich bizarre, für die Rebe völlig untypische Wuchsformen.

Dass ein Geiztrieb (der seitlich aus dem Haupttrieb wächst, und normalerweise klein und dünn bleibt) die Funktion der Triebspitze übernimmt, kommt schon mal vor. Aber dass gleich mehrere solcher Seitentriebe in fingerdicker Ausführung und Meterlänge austreiben hatten wir noch nie. Wie auf dem Foto vielleicht erkennbar erinnert diese Wuchsform an einen siebenarmigen Leuchter. Und das oft mehrfach an einem einzigen Fruchtbogen.

Mit etwas Improvisation kann man auch solche Reben gut schneiden. Dabei ist der Arbeitsaufwand allerdings deutlich höher als sonst, nicht zuletzt, weil diese Triebe besonders dick sind. Die ersten Reben sind zwar erfroren, aber in die zweite Generation konnten die Stöcke mangels Trauben all die Energie zusätzlich investieren, die normalerweise der Frucht vorbehalten bleibt…

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Langsame Entfaltung

Sonntag, 20. November 2016 | Autor:

bin-210-komprimiert

Vor zwei Wochen haben wir die Weinlese 2016 abgeschlossen. Das Warten nach dem ersten Anlauf zu einer süßen Auslese wurde belohnt und wir konnten auch den restlichen Weißburgunder in dieser Prädikatsstufe ernten.

In der Zwischenzeit haben alle Rotweine im Keller den biologischen Säureabbau hinter sich gebracht und werden dieser Tage zum ersten Mal abgezogen. Die meisten Weißen haben diesen Schritt schon hinter sich.

Die wichtigste Arbeit im Keller ist aber natürlich das (beinahe tägliche) Verkosten der jungen Weine, um ihre Entwicklung richtig einschätzen zu können. Dabei zeigt sich der 2016er als sehr langsamer Jahrgang, der offenbar viel Zeit zur Entfaltung braucht.

Bis Ende Oktober waren die Weine nämlich ziemlich verschlossen und weit nicht so ausdrucksstark, wie man das von den Trauben erwarten durfte. Seither werden sie aber jeden Tag besser und machen richtig Freude.

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Mühsames Finish

Montag, 24. Oktober 2016 | Autor:

Bin 251 komprimiert

Vergangene Woche haben wir den Traminer und einen Teil des verbliebenen Weißburgunders gelesen. Ersterer lag deutlich in der Prädikatsstufe Auslese, zweiterer nur sehr knapp, weshalb wir nur eine Teilmenge geerntet und zum Traminer gegeben haben.

In beiden Weingärten gestaltete sich die Lese äußerst mühsam, da viele Beeren und auch ganze Trauben von Essigbakterien befallen und unbrauchbar waren. Die Ursache ist wohl ein Mix aus zu viel Regen zur falschen Zeit, zu großer Hitze im September und vermutlich auch die Kirschessigfliege, ein relativ neuer Schädling.

Dank sorgfältiger Handlese mit großzügigem Aussortieren der befallenen Trauben konnten wir eine saubere und sehr vielversprechende Auslese keltern. Wir hoffen, dass uns das mit dem restlichen Weißburgunder auch noch gelingt. Die Beeren der gesunden Trauben beginnen langsam mürbe zu werden und könnten bei trockenem Wetter in den nächsten Tagen zur Auslesegradation schrumpfen.

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