Habemus Beerenauslese

Dienstag, 3. Dezember 2013 | Autor:

Beerenauslese 2013 bearbeitet

Noch vor gut einer Woche hatten wir die Hoffnung schon beinahe aufgegeben. Ergiebige Regenfälle und Dauernebel haben den Zuckergehalt in unseren verbliebenen Chardonnay-Trauben eher verdünnt, als konzentriert. Angesichts des nahenden Winters schien die gewünschte Beerenauslese beinahe unerreichbar.

Die vergangenen zehn trockenen, sonnigen, und windigen Tage haben dann aber wider Erwarten genügt, um auch bei niedrigen Temperaturen genug Wasser verdunsten zu lassen. Die Gradationen gingen recht schnell nach oben, und so konnten wir heute eine eindeutige Beerenauslese (d.h. nach Weingesetz eher schon die nächste oder übernächste Qualitätsstufe) ernten.

Die Presse arbeitet noch, um auch die letzten Tropfen des dickflüssigen, süßen Saftes aus den Beeren zu holen. Wegen der starken Herbstwinde der letzten Zeit lagen leider viele Trauben auf dem Boden und konnten nicht mehr verwendet werden. Mit etwas Glück werden es am Ende vielleicht noch knapp 200 Liter.

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Weiterwarten

Montag, 18. November 2013 | Autor:

Auch drei Wochen nach meinem Filmbeitrag warten wir immer noch auf den krönenden Abschluß des Jahrgangs 2013. Mittlerweile sind alle Beerenschalen im verbliebenen Chardonnay-Weingarten botrytisbedingt braun und weich, aber es fehlt noch die für eine Beerenauslese nötige Schrumpfung.

Im kühlen und oft nebeligen November verdunstet das Wasser nur langsam durch die Beerenhaut. Unseren Messungen nach stehen wir aktuell bei etwa 24°KMW (ca. 120° Oe). Bis zu den gesetzlich notwendigen 25° und den erhofften 27° wird es wohl noch etwas dauern und so heißt es weiterhin geduldig sein.

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Warten auf die Beerenauslese

Dienstag, 29. Oktober 2013 | Autor:

Während der Lese hat mich leider ein technisches Gebrechen vom Filmen abgehalten, aber vorgestern konnte ich endlich wieder etwas aufnehmen.

Die vielen abgefallenen Blätter in den Vogelschutznetzen haben wir übrigens mittlerweile entfernt, damit die Trauben frei hängen und besser einschrumpfen können.

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Erste Erkenntnisse

Mittwoch, 16. Oktober 2013 | Autor:

Während Harald Steffens an der Mosel erst mit der Riesling-Ernte beginnt, viele vorwiegend deutsche Kollegen bei Dirk Würtz über die laufende Lese berichten, und auch Armin Kobler in Südtirol noch manche Sorten draußen hat, lassen sich bei uns schon erste Schlüsse aus dem Jahrgang 2013 ziehen.

Nach dem extrem heißen und nicht minder extrem trockenen Sommer ist die Versuchung groß, 2013 in die Schublade der Hitzejahre zu stecken: Viel Alkohol, wenig Säure, eher ein Rotwein- als ein Weißweinjahr und so weiter.

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Fast fertig

Sonntag, 6. Oktober 2013 | Autor:

Nach ziemlich genau vier Wochen haben wir vergangenen Donnerstag die Weinlese 2013 mit dem Cabernet Sauvignon fast abgeschlossen. Fast, weil wir in der Hoffnung auf eine Beerenauslese noch einen halben Weingarten Chardonnay haben hängen lassen.

Der ist mit Netzen hoffentlich auch gut geschützt gegen die immer zahlreicher werdenden Angriffe durch die Stare, die unsere Weingärten häufig um diese Jahreszeit heimsuchen. Beim Cabernet und ein klein wenig beim Blaufränkisch haben sie uns insgesamt geschätzte 800 bis 1000 kg Trauben weggefressen, bevor wir sie in Sicherheit bringen konnten.

Trotzdem bin ich mit der Ernte sowohl quantitativ als auch qualitativ recht zufrieden. Für eine genauere Einschätzung ist es natürlich noch zu früh, aber die Reife und der Gesundheitszustand der Trauben war trotz teilweise verregneter Lese sehr gut, die Zuckergradationen dort niedrig genug, wo wir leichte, erfrischende Weine haben wollen, und dort beinahe üerraschend hoch, wo wir nachhaltige Tropfen anstreben.

Auffallend sind auch die guten Säurewerte, die Hoffnung machen, dass der 2013er auch in Sachen Aroma und Eleganz trotz des heiß-trockenen Sommers stilistisch absolut kein Hitzejahrgang ist.

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Mit allen Sinnen

Montag, 30. September 2013 | Autor:

Vor allem in der Weinlesezeit sind alle Sinnesorgane des Kellermeisters gefordert. Ohne sehen, riechen und schmecken läßt sich weder der richtige Reifezeitpunkt der Trauben, noch die Entwicklung der Jungweine (und allfällige Maßnahmen) einschätzen.

Darüber hinaus ist aber auch der Tastsinn laufend im Einsatz. Nicht nur, um festzustellen wie leicht sich die Beeren schon von ihren Stielen lösen lassen (was viel über ihre Reife aussagt), sondern z.B. auch, um zu fühlen, ob die Trauben ausreichend, aber nicht zu sehr ausgepresst wurden. Jede Sorte (und manchmal sogar jeder Weingarten) verhält sich diesbezüglich nämlich anders, und auch die beste Technik kann den beherzten Griff in die Pressrückstände nicht ersetzen.

Selbst das Gehör des Kellermeisters wird tagtäglich beansprucht: Gluckst, knistert oder rauscht es schon im Fass und wie verläuft die Gärung? Wird der Behälter langsam voll, weil der Ton des hineinplätschernden Mostes höher wird? Läuft die Pumpe noch rund, oder mischen sich schon Luftblasen in den Most, weil der Behälter leer wird?

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Farbenspiel im Presshaus

Mittwoch, 25. September 2013 | Autor:

So etwas entsteht, wenn beim Reinigen verschiedener Behälter Trubstoffe des Rosé-Mostes mit Rotweinspuren Reinigungsmittelresten und Wasser zusammentreffen. Je nach pH-Wert zeigen sich die Anthocyane blau (wie in der Traube, wo sie nicht direkt in Kontakt mit der Säure stehen) oder rot (wie im Wein).

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Pflicht erledigt, Kür folgt

Samstag, 21. September 2013 | Autor:

Nach gut zehn Tagen, an denen es fast immer zumindest einmal, meist aber mehrmals getröpfelt hat, haben wir ungefähr die Hälfte der Ernte zu Hause, die Einstiegsweine und den Mittelbau unseres Sortiments.

Der für uns sehr wichtige Muskat Ottonel gesund und (in einem Jahr mit schlechtem Blütewetter besonders erfreulich) in ausreichender Menge, Grüner Veltliner und Welschriesling ebenfalls mit vernünftigem Ertrag und bei nahezu perfektem Zucker-Säure Verhältnis und der Zweigelt schön reif und fast ohne Welke.

Gründe genug also für eine positive Zwischenbilanz, zumal sich langsam auch das Wetter stabilisieren dürfte. Was jetzt noch folgt, ist die Kür, unsere Spitzensorten Weißburgunder, Chardonnay, Blaufränkisch und Cabernet (sowie hoffentlich eine Beerenauslese).

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Mehr Pausen als Lese

Dienstag, 17. September 2013 | Autor:

Großkistenanhänger

Nach der zweimonatigen Trockenheit im heurigen Sommer scheint es jetzt fast so, als ob der Wettergott die Niederschlagsbilanz des Jahres binnen kürzester Zeit wieder ausgleichen wollte. Vergangene Nacht hat es mehr als 40 Liter pro Quadratmeter geregnet, und seit Beginn der Ernte waren wir feuchtigkeitsbedingt mehr zu Hause als im Weingarten.

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Schwieriger Beginn

Donnerstag, 12. September 2013 | Autor:

Wie es scheint, haben wir bei der heurigen Lese  – abgesehen vom Regenbogen heute nachmittag – kein besonders großes Glück mit dem Wetter.

Weil die Trauben vom nächtlichen Regen sehr lange feucht waren, konnten wir gestern erst zu Mittag mit der Ernte starten. Heute war es während der Lese zwar trocken, nach Feierabend ist aber erneut ein kleiner Regenschauer über Mörbisch gezogen. Und morgen Freitag soll es ebenso wechselhaft sein, wie auch Anfang nächster Woche…

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