Lesebeginn

Dienstag, 10. September 2013 | Autor:

Nachdem sich die Trauben in den letzten Tagen sehr positiv entwickelt haben, werden wir morgen Mittwoch mit der Weinlese 2013 beginnen. Wenn der Wetterbericht Recht behält, sollten die Reben nach den nächtlichen Regenschauern relativ bald abtrocknen und unser Plan halten.

Bis Freitag möchten wir den größeren Teil des Grünen Veltliners und zumindest einen Muskat-Ottonel-Weingarten nach Hause holen. Wie unsere Reifemessungen der letzten Tage gezeigt haben, stehen beide Sorten im Bereich von 16° KMW (d.h. später ca. 11% Alkohol) und schmecken knackig-frisch mit gewisser Reife und (vor allem der Muskat natürlich) schön aromatisch.

Die ausgiebige Grundreinigung des Presshauses ist erledigt, und im Keller ist auch schon der größere Teil der Tanks auf die neuen Moste vorbereitet. Außerdem habe ich mich heute mit der Steuerung unserer Weinpresse beschäftigt, bei deren Programmierung ich nach nur einer Ernte und einem Jahr Pause noch nicht ganz sattelfest bin.

Obwohl die nächsten Wochen die anstrengendsten des ganzen Weinjahres sind, in denen man mitunter an die Grenzen der physischen und psychischen Belastbarkeit gerät, ist heute für mich ein Tag der Freude:

Morgen beginnen wir mit der Lese 2013!

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Ruhe bewahren

Mittwoch, 4. September 2013 | Autor:

 

Seit vielen Jahren sind wir immer bei den allerersten im Ort, die mit der Weinlese beginnen. Aus nicht immer erklärbaren Gründen erreichen unsere Trauben nämlich vergleichsweise früh und bei moderaten Zucker- (d.h. späteren Alkohol-) werten ihre physiologische Reife. Und weil uns vor allem bei den Weißweinen Frische und Lebendigkeit wichtiger sind, als Überreife und Wucht (die in unserem Klima relativ oft „drohen“), holen wir die Trauben reif, aber rechtzeitig nach Hause.

War das vor 30 Jahren noch ziemlich ungewöhnlich und hat meinen Eltern hämische Kommentare beschert, sind die meisten qualitätsbewußten Kollegen seit einiger Zeit fast immer ähnlich früh dran wie wir. Heuer allerdings scheint sich das Blatt zu wenden. Schon mehrmals wurde der von uns zuerst angepeilte Lesebeginn am 16. September mit ungläubigem Staunen und der Frage „So spät?“ kommentiert.

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