Küchendienst

Montag, 4. September 2017 | Autor:

Das gemeinsame Mittagessen ist ein wichtiger Teil unserer Weinlese. Es vereinfacht die Organisation, trägt aber vor allem zur Motivation unserer Helfer bei. Lesen ist zwar keine besonders schwere Arbeit, aber die frische Luft macht hungrig.

Seit ihrer Jugend kümmert sich meine Mutter darum, statt der ganzjährigen zwei, drei, vier, vielleicht einmal sechs Portionen wochenlang für 10, 12 oder mehr hungrige Mäuler zu kochen.

Heute konnte ich ihr dabei helfen. Im Presshaus ist alles bereit für die Trauben und im Keller ist kein Most von gestern zu versorgen. Also habe ich mich freiwillig zum Kartoffelschälen gemeldet.

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Grüner Veltliner 2017

Mittwoch, 30. August 2017 | Autor:

Die nächsten Wochen sind die anstrengendsten des ganzen Weinjahres, in denen man mitunter an die Grenzen der physischen und psychischen Belastbarkeit gerät. Trotzdem ist heute für mich ein Tag der Freude:

Wir haben die Weinlese begonnen und der erste Wagen Grüner Veltliner 2017 ist schon in der Presse!

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Es war einmal ein Plan

Montag, 28. August 2017 | Autor:

In der Weinlesezeit halten Pläne oft nicht lang. Das Wetter, der unübersichtliche Reifeverlauf der vielen verschiedenen Parzellen und Sorten, die Logistik und unvorhersehbare Zwischenfälle können in wenigen Stunden alles ändern.

Nicht erst einmal hat meine Mutter das Mittagessen zum falschen Weingarten gebracht, weil mein Vater und ich den beim Frühstück gemeinsam mit ihr ausgeheckten Plan kurzfristig geändert hatten ohne ihr Bescheid zu geben.

In dieser Tradition hat bereits unser erster Plan der Ernte 2017 nur eine Woche gehalten. Das aktuelle Hochsommerwetter lässt die Reife der Trauben nämlich geradezu explodieren und erfordert eine Vorverlegung des Erntebeginns.

In zwei Veltliner-Weingärten mit – aus nicht nachvollziehbaren Gründen – sehr geringem Ertrag liegt der Zuckergehalt der Trauben bereits jetzt am oberen Limit dessen, was für unseren leichten, erfrischenden Stil bei dieser Sorte gerade noch vertretbar ist. Eine weitere Woche bei Temperaturen an die 30°C würde deutlich weniger Säure und 12,5% Alkohol oder mehr im Wein bedeuten.

Deshalb holen wir diese Trauben übermorgen Mittwoch nach Hause und ich werde morgen wohl eine Nachtschicht einlegen müssen, damit im Presshaus und Keller alles bereit ist.

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Der Termin steht

Samstag, 19. August 2017 | Autor:

Wie berichtet war nach der frühen Blüte um dem Beginn der Umfärbung Mitte Juli mit einer frühen Weinlese zu rechnen. Während mein Bauchgefühl bisher den 11. September für wahrscheinlich hielt, war mein Vater eher schon beim 4. des Monats.

Vorgestern habe ich die ersten konkreten Reifemessungen in unseren Weingärten durchgeführt und dabei war schnell klar, dass er recht hat. Vor allem in einigen Grüner-Veltliner-Weingärten, die heuer wenig Ertrag bringen ist die Reife schon so weit fortgeschritten, dass ein längeres Zuwarten keinen leichten, erfrischenden Sortenvertreter mehr zulassen würde.

Noch offen ist, ob wir in gut zwei Wochen gleich mit großer Mannschaft starten, oder die erste Woche etwas langsamer und nur mit dem Grünen Veltliner angehen. Die anderen Sorten sind zwar in Relation ähnlich weit, dort drängt uns aber die Vermeidung von zu hohen Alkoholwerten nicht so sehr zur Ernte. Außerdem sind die Trauben sehr gesund, das Wetter soweit absehbar stabil und Weißburgunder, Chardonnay, Zweigelt und Co. geschmacklich noch deutlich weiter von unserem Ideal entfernt als der Veltliner.

Entscheiden wird die Frage vor allem der Muskat Ottonel, an dem wir mehrere Tage zu lesen haben. Geschmacklich ist er schon recht weit, aber seine Zuckergrade sind noch ziemlich bescheiden. Gerade in trockenen Jahren wie heuer müssen wir beim Erntetermin dieser Sorte allerdings immer auch den rasch abnehmenden Säuregehalt in den Trauben im Auge behalten. Es bleibt also spannend…

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