Eine neue Website!

Donnerstag, 9. September 2021 | Autor:

Rechtzeitig vor der Weinlese ist unsere neue Weinguts-Website fertig geworden. Aktuell waren unsere Internet-Infos ja schon immer, aber ab sofort bietet www.grenzhof-fiedler.at mehr Übersichtlichkeit und vor allem eine gute Lesbarkeit auch auf mobilen Geräten.

Darüber hinaus gibt es eine bessere Verknüpfung mit meinem Blog und drei aktuelle Blog-Beiträge werden direkt auf der Titelseite präsentiert.

Nach langem Überlegen habe ich mich gegen eine komplette Integration des Blogs in die Website entschieden. Marketing- und Kostengründe hätten zwar dafür gesprochen, aber obwohl ich diesen Blog natürlich auch nutze, um unsere Weine bekannter zu machen, war und ist ist er (zumindest für mich) kein klassisches Werbe-Werkzeug.

Die neue Weinguts-Website hat an diesem Selbstverständnis nichts geändert. Deshalb bleibt der Blog auch weiterhin als eigenständige Seite erhalten und wird nach der Lese ebenfalls fit für mobile Geräte gemacht.

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Gemeinsam statt einsam

Sonntag, 6. Juni 2021 | Autor:

Gelegentlich werde ich gefragt, wie das denn so ist mit der Konkurrenz unter uns Weinbauern. Und natürlich ist diesbezüglich nicht immer alles eitel Wonne. Manche Kollegen findet man sympathischer als andere und der Weinstil einiger Weinbauern (nicht notwendigerweise der sympathischeren) sagt einem eher zu. Mit einigen wenigen verbindet mich sogar eine echte Freundschaft, andererseits habe ich aber auch schon recht ausgeprägtes Konkurrenzverhalten in unserer Branche erlebt.

Bei allen Differenzen sitzen wir aber letztlich alle im gleichen Boot, und es freut mich, dass diese Einsicht immer mehr Anhänger gewinnt. Ein schönes Beispiel dafür sind gemeinsam veranstaltete Tage der offenen Kellertür, die allen Weinbauern mehr Besucher bringen, als jeder einzelne mobilisieren könnte. Das liegt nicht nur am gebündelten Werbebudget, sondern natürlich auch am Mehrwehrt für die Gäste, die in geballter Form die ganze Bandbreite an Winzerpersönlichkeiten und deren Weinstilen kennenlernen und vergleichen können.

Weil unsere Tage der offenen Kellertür zur Weinblüte leider nicht stattfinden können, haben wir uns gemeinsam auch heuer wieder ein Weinpaket überlegt, mit dem man die Mörbischer Weinvielfalt zu Hause erleben kann.

Mehr Infos gibt´s oben im Video und auf www.weinausmoerbisch.at.

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Cabernet Sauvignon 2016

Mittwoch, 24. März 2021 | Autor:

Natürlich ist der Cabernet Sauvignon Anfang der 1990er-Jahre als Modesorte zu uns gekommen. Weil er aber in den guten Jahrgängen seine Qualitäten bewiesen hat, haben wir ihm aber auch nach dem Abebben der Modewelle die Treue gehalten.

Einerseits, weil wir einfach gerne reife Cabernets trinken. Andererseits aber auch, weil wir uns im Weingarten gern von ihm herausfordern lassen. Keine Sorte verlangt in unserer Region mehr Aufmerksamkeit, um wirklich reife Trauben zu erhalten. Und dementsprechend groß ist die Freude an der eigenen Arbeit, wenn es gelingt.

Unsere Traditionssorte Blaufränkisch bringt die Besonderheiten des Burgenlandes sicher besser ins Glas, der Cabernet ist aber zumindest eine ebensogute Visitenkarte für das Können des Weinbauern.

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Chardonnay Reserve 2019

Dienstag, 23. März 2021 | Autor:

Barrique-Weißweine sind eine spannende, aber auch sehr kleine Nische im österreichischen Weinmarkt. Einerseits ist der heimische Otto Normalweintrinker beim Weißwein klare Fruchtaromen und eine von Frische (d.h. oft auch Säure) getragene Struktur gewohnt. Und andererseits sind in Barriques ausgebaute Weißweine eher als Speisenbegleiter interessant und nicht unbedingt für das nette Glas zwischendurch geeignet.

Trotzdem haben wir ab Anfang der 1990er-Jahre sporadisch immer wieder kleine Barrique-Chargen abgefüllt. Nicht nur, weil wir solche Weine schätzen, sondern auch, weil es spannend ist, damit im Keller zur experimentieren.

Den Anstoß zur aktuellen Chardonnay-Reserve-Serie gab der besondere Jahrgang 2017. Damals waren die Trauben vom Goldberg so reif, dass ich nicht alle Barriques mit einer Stahltank-Charge aus anderen Rieden zu unserem Chardonnay Duett verschneiden wollte. Die beiden besten Fässchen wurden zum Chardonnay Reserve, der ob seiner Qualität recht schnell vergriffen war.

Zum Glück ist auf den Goldberg immer Verlass und wir konnten sowohl 2018 als auch 2019 würdige Nachfolger keltern.

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Blaufränkisch Reserve 2018

Montag, 22. März 2021 | Autor:

Der Blaufränkisch ist unsere rote Hauptsorte. Deshalb keltern wir daraus nicht nur den „normalen“ Sortenvertreter für alle Tage und unseren roten Spitzenwein Leithaberg DAC vom Goldberg, sondern auch den (oder die) Reserve dazwischen.

Dieser Wein stammt von älteren Weinstöcken und ist deshalb kräftiger als unser Einstiegsblaufränkisch. Im Unterschied zum Riedenwein vom Goldberg reift er aber überwiegend in großen, traditionellen Fässern. Damit ist er ein ganz wichtiger Teil unseres Rotweinsortiments und ein echter burgenländischer Klassiker.

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Fiezzante

Sonntag, 21. März 2021 | Autor:

Eine der jüngsten Bereicherungen unseres Sortiments ist der Perlwein vom Muskat Ottonel, den wir mit einem Wortspiel aus dem mittlerweile eingedeutschten Wort „Frizzante“ für prickelnd und unserem Familiennamen „Fiezzante getauft haben.

Der mit Kohlensäure versetzte Wein erreicht zwar nicht ganz die Komplexität der besten Sekte, zeigt dafür aber klarere Fruchtaromen und wirkt leichter und erfrischender. Deshalb gibt es mit dem Fiezzante immer was zu feiern.

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Beerenauslese 2015

Freitag, 19. März 2021 | Autor:

Es klingt ja eigentlich paradox, dass Speisen und Getränke seit Jahren immer süßer werden, gleichzeitig aber hochwertige Süßweine weiterhin ein Schattendasein führen. Wahrscheinlich wird die Qualität von Beerenauslese & Co. aber gerade deshalb heutzutage weniger geschätzt als vor 50 oder 100 Jahren, weil Süße im Gegensatz zu damals omnipräsent ist.

Auch wenn wir nur wenig Auslese und Beerenauslese keltern, achten wir sie doch als wesentlichen Teil der Weinidentität unserer Region. Und schätzen besonders die Beerenauslese für ihre Harmonie zwischen Konzentration und Eleganz. Zwischen Klasse und Trinkvergnügen.

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Leithaberg weiß 2019

Donnerstag, 18. März 2021 | Autor:

Da wir in der Regel mehr Wein ernten, als wir in der Flasche vermarkten, fällt es uns verhältnismäßig leicht, unser Etikett nur auf Weine zu kleben, von denen wir wirklich überzeugt sind. (Die anderen, meist auch nicht schlechten, aber eben nicht ganz so guten Tanks und Fässer verkaufen wir im Fass.)

Trotzdem gibt es unter den Weißen einen Wein, auf den ich noch ein bisschen stolzer bin, als auf die anderen. Der meiner Meinung nach auch international gesehen eine Liga höher spielt und zwar Jahrgang für Jahrgang.

Der Weißburgunder von den über 40 Jahre alten Reben meiner Großeltern in der Riede Wieser hat das gewisse Extra. Nicht das er besonders spektakulär wäre, das würde weder zur Sorte noch zu uns passen. Aber er hat viele spannende Geschichten zu erzählen, wenn man ihm und seinen leisen Tönen Aufmerksamkeit schenkt.

Damit reiht er sich ein in die besten Weißweine vom Westufer des Neusiedlersees, die als DAC-Weine den Namen ihrer Herkuftsregion „Leithaberg“ tragen.

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Blauer Zweigelt 2018

Sonntag, 14. März 2021 | Autor:

Der Zweigelt ist der Einstieg in unsere Rotweinwelt. Wie der „normale“ Blaufränkisch stammt er von etwas jüngeren Weingärten, gärt und reift ähnlich und kommt nach knapp einem Jahr in traditionellen Fässern in die Flasche.

Trotzdem und trotz seiner Abstammung vom Blaufränkisch (neben dem St. Laurent eine seiner Elternsorten) ist der Zweigelt wesentlich milder und tanninärmer und geht auch aromatisch in eine andere, fruchtbetontere Richtung.

Damit ist eine gute Ergänzung in unserem Sortiment. Früher trinkreif und auch für Weinliebhaber interessant, die zwar gerne Rotwein trinken, es aber nicht so tanninbetont mögen.

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Pinot blanc 2020

Mittwoch, 10. März 2021 | Autor:

Es gibt ja Leute, die bei Hundebesitzern und ihren Hunden ähnliche Charaktereigenschaften finden. Wenn jemand Ansätze davon bei uns und unserer Lieblingssorte Pinot blanc beobachtet, würde mich das nicht wundern.

Der Pinot blanc oder auch Weißburgunder ist bei aller Weltläufigkeit sehr bodenständig und schon lange im Burgenland beheimatet. Dabei wirkt er nicht altmodisch, allerding auch nie trendy und hip, sondern eher zeitlos. Jahrgang für Jahrgang liefert der Pinot blanc zuverlässig gute Qualität.

Sein Stil ist wenig spektakulär und niemals laut. Mit seinen leisen Tönen hat er aber spannende Geschichten zu erzählen und erweist sich als vielseitiger Begleiter der auch gut reifen kann.

Mehr Infos zum Wein und zu unserer aktuellen Probieraktion gibt´s auf www.grenzhof-fiedler.at.

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Traminer 2017

Montag, 8. März 2021 | Autor:

Große Experimente im Keller sind nicht meine Sache. Ich finde es Herausforderung genug, meinen Weinstil mit kleinen Schritten weiter zu verfeinern und Jahrgang für Jahrgang den Herausforderungen der Natur zu begegnen.

Die eine oder andere Spielerei für ein bisschen mehr Abwechslung in meinem Kellermeisterdasein (und auf unserer Weinkarte) gibt es natürlich trotzdem. Besonders mit dem Traminer, von dem ich alle paar Jahre einen Teil nicht zur süßen Auslese vinifiziere, sondern in älteren Barriques nach für uns eher untypischer langer Maischestandzeit trocken oder halbtrocken ausbaue.

Aktuell steht der Jahrgang 2017 auf unserer Weinkarte. Kein Wein für alle Tage, aber hin und wieder genau der richtige.

Mehr Infos zum Wein und zu unserer aktuellen Probieraktion gibt´s auf www.grenzhof-fiedler.at.

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Zweigelt Rose 2020

Samstag, 6. März 2021 | Autor:

Obwohl unser Rosé wie die allermeisten seiner Kollegen weltweit in die Kategorie „unkomplizierter Begleiter für alle Tage“ fällt, ist er doch ein recht vielschichtiger Wein. Es mag abgedroschen klingen, aber er verbindet tatsächlich die Eigenschaften von Weiß- und Rotwein (auch wenn er nicht daraus gemischt wird) zu einer ganz eigenen Geschmackswelt.

Da ist mehr und vor allem jüngere, frischere Fruchtaromatik als bei den Roten, aber sie geht in eine ganz andere Richtung als bei den Weißweinen. Am Gaumen erinnert die Lebendigkeit unseres Rosé zwar an Grünen Veltliner, Weißburgunder und Co., dabei hat er aber doch mehr Würze und einen Hauch Tannin vom Zweigelt im Abgang.

Von dem hat er natürlich auch seine wunderschöne Farbe. Die hat meine Töchter heuer erneut zu einem eigenen Etikett inspiriert.

Mehr Infos zum Wein und zu unserer aktuellen Probieraktion gibt´s auf www.grenzhof-fiedler.at.

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Muskat Ottonel 2020

Donnerstag, 4. März 2021 | Autor:

Es hat ein bisschen gedauert, bis der Muskat Ottonel und ich zusammengefunden haben. Als ich nach der Schule begonnen habe zu Hause mitzuarbeiten, erschien er mir altmodisch, aufdringlich und völlig aus der Mode gekommen. Viel hat nicht gefehlt, und wir hätten damals auch noch den letzten, schon recht alten Weingarten dieser in den 70ern und 80ern für Mörbisch so wichtigen Sorte gerodet.

Als letzten Versuch verzichtete mein Vater damals auf den halbtrockenen Ausbau und füllte den Wein wie unsere anderen Sorten völlig durchgegoren ab. Den Traditionalisten gefiel das nicht unbedingt, aber der Muskat wirkte dadurch wesentlich eleganter und sprach nicht nur mich, sondern auch neue Kunden an.

Unterstützt durch den aufkommenden Rückenwind für Aromasorten auf dem Weinmarkt und der eher zufällig passierten Listung bei einem großen Handelspartner ist der Muskat Ottonel seither wieder eine unserer wichtigsten Sorten geworden. Und eine Abwechslung auf unserer Weinkarte die ich sehr schätze.

Mehr Infos zum Wein und zu unserer aktuellen Probieraktion gibt´s auf www.grenzhof-fiedler.at.

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Leithaberg Rot 2015

Mittwoch, 3. März 2021 | Autor:

Ab der ersten Cabernet-Ernte war dieser Neuling in unserer Sortenpalette rund zehn Jahre lang das Aushängeschild unserer Weinkarte. Qualitative Weiterentwicklungen haben wir in dieser Zeit des „Rotweinwunders“ immer zuerst beim Cabernet ausprobiert und danach auch bei anderen Sorten angewendet.

Dabei hat sich bald gezeigt, dass auch der bodenständige Blaufränkisch Spitzenweine erbringen kann, die im Vergleich zum Cabernet aber zusätzlich noch unverwechselbar gebietstypisch sind. Deshalb haben wir dann ab dem Jahrgang 2000 mit der blaufränkisch-dominierten Mörbisch-Rot-Weinserie einen zweiten Top-Wein gefüllt.

Der letzte Jahrgang der Serie war schon beinahe ein reinsortiger Blaufränkisch, da war es nicht schwer, mit dem 2008er auch noch die letzten paar Prozent Cabernet wegzulassen und den Blaufränkisch vom Goldberg pur unter dem Herkunftssiegel („DAC“) unserer Region Leithaberg zu füllen.

Leider ist der 2015er jetzt schneller als gedacht ausgegangen, und weil wir diesen Wein nicht jedes Jahr keltern, dauert es noch ein bisschen, bis ein Nachfolger verfügbar ist. Ich werde rechtzeitig davon berichten.

Mehr Infos zum Wein und zu unserer aktuellen Probieraktion gibt´s auf www.grenzhof-fiedler.at.

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Rote Trilogie 2017

Dienstag, 2. März 2021 | Autor:

Seit über 20 Jahren kombinieren wir Zweigelt, Blaufränkisch und Cabernet Sauvignon zu unserer Roten Trilogie. Die Idee war immer ein kräftiger, gehaltvoller Rotwein, der aber im Unterschied zu unserem besten Blaufränkisch und zum Cabernet zugänglicher und deutlich früher trinkreif sein sollte.

Deshalb spielt der milde Zweigelt immer die Hauptrolle, für die Trilogie eine Charge von älteren Reben mit niedrigem Ertrag. Weil aber selbst die, wie die Sorte Zweigelt fast immer alleine nicht vielschichtig genug ist, ergänzen wir sie je nach Jahrgang mit je 10 bis 30 Prozent Blaufränkisch und Cabernet. Wie das vonstatten geht, habe ich erst unlängst hier genau beschrieben.

Nach fast zwei Jahren in überwiegend älteren Barriques und einiger Zeit in der Flasche ist die Trilogie dann bereits trinkreif, wenn wir sie anbieten, kann aber aber trotzdem 10 Jahre und länger weiterreifen.

Mehr Infos zum Wein und zu unserer aktuellen Probieraktion gibt´s auf www.grenzhof-fiedler.at.

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Süße Auslese 2018

Montag, 1. März 2021 | Autor:

Auch wenn wir nur wenige Süßweine keltern, sind diese natürlich trotzdem ein wichtiger Teil der Weinidentität unserer Region. Nur eine Hand voll Weinbaugebiete haben die Chance auf edelfaule Trauben in nennenswerter Menge und die daraus erzeugten Prädikatsweine.

Unsere süße Auslese ist der Einstieg in diese Welt. Wie ihre große Schwester, die Beerenauslese lebt sie vom feinen Spiel von Süße und Säure, wirkt dabei aber leichter und weniger konzentriert.

Mehr Infos zum Wein und zu unserer aktuellen Probieraktion gibt´s auf www.grenzhof-fiedler.at.

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Blaufränkisch 2018

Sonntag, 28. Februar 2021 | Autor:

Der Blaufränkisch – unser Rotwein schlechthin – ist eine tolle Sorte. Wie sehr viele habe auch ich ihn lange unterschätzt. Wahrscheinlich deshalb, weil er auf unseren Böden nicht zur üppig-weichen Wuchtigkeit neigt, die am Anfang des österreichischen Rotweinbooms als das Nonplusultra galt und heute immer noch bei vielen im Trend liegt. Um Eleganz und Feinheit als Qualitätsmerkmal erkennen und schätzen zu lernen braucht es Zeit.

Natürlich kann man den Blaufränkisch im Keller in Richtung Powerwein lenken. Ein Lesetermin nahe an der Überreife, Entsäuerung, neues Holz, etc. Weil das aber nicht unser Zugang zur Weinwerdung ist, schmeckt der Blaufränkisch bei uns, egal in welcher Qualitätsstufe „nur“ mittelkräftig und sowohl durch Tannin als auch durch ein gewisses Maß an Säure gut strukturiert.

Unser „Einstiegs-Blaufränksich“ stammt meist von etwas jüngeren Weingärten, reift knapp ein Jahr in großen traditionellen Fässern und dann noch einige Zeit in der Flasche.

Mehr Infos zum Wein und zu unserer aktuellen Probieraktion gibt´s auf www.grenzhof-fiedler.at.

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Chardonnay Duett 2019

Samstag, 27. Februar 2021 | Autor:

Der Chardonnay bereichert unsere Sortenpalette „erst“ seit 1989. Im Burgenland heimisch, wenn auch früher meist unerkannt, ist er aber viel länger. Die Edelreiser für unseren ersten Chardonnay-Weingarten, also die Triebe aus denen unsere Jungreben damals entstanden sind, stammen von einer wesentlich älteren Anlage eines Kollegen aus der Nachbarschaft.

Mit seiner Eigenschaft, auch bei hoher Traubenreife Lebendigkeit und Frische zu bewahren passt die Sorte perfekt ins Klima am Neusiedlersee. Nicht zuletzt deshalb ist sie seit der ersten Ernte einer der hochwertigsten Weißweine in unserem Sortiment.

Weil dem Chardonnay auch der Ausbau in Barriques gut steht, hat mein Vater bereits ab 1992 damit experimentiert. Einige Jahre gab es deshalb einen Chardonnay aus dem Stahltank auf unserer Weinkarte und einen Chardonnay Barrique. Aus den dabei gewonnenen Erfahrungen entstand 1998 dann unser Chardonnay Duett, mit dem wir seither versuchen beide Chardonnay-Welten zu vereinen.

Mehr Infos zum Wein und zu unserer aktuellen Probieraktion gibt´s auf www.grenzhof-fiedler.at.

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Grüner Veltliner 2020

Freitag, 26. Februar 2021 | Autor:

Der Grüne Veltliner ist eine ganz besondere Sorte. Nur wenige Sorten werden so stark mit einem Herkunftsland assoziiert und noch weniger schaffen ein derart breites stilistisches Spektrum in hoher Qualität.

Das Arbeitspferd unter den österreichischen Rebsorten liefert alkoholfreien Traubensaft, berauschenden Sturm, grandiosen Sekt-Grundwein und überzeugt außerdem als leichter Wein für alle Tage, als mittelkräftiges Rückgrat der Weinvielfalt und als hochgradiger trockener Weißwein ebenso wie als – zugegeben seltene – Beerenauslese oder TBA.

Im warmen Klima am Neusiedlersee braucht es besondere Aufmerksamkeit, um dem Veltliner genügend Frische und Lebendigkeit zu bewahren. Deshalb haben wir die Sorte auf einem etwas kühleren Hochplateau über dem See ausgepflanzt, ernten sie früh und keltern daraus den leichtesten Wein unseres Sortiments.

Mehr Infos zum Wein und zu unserer aktuellen Probieraktion gibt´s auf www.grenzhof-fiedler.at.

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Ungewöhnliche Mittel für ungewöhnliche Zeiten

Donnerstag, 25. Februar 2021 | Autor:

Der Frühling ist normalerweise die Zeit der Weinproben. Weil die aber wohl noch auf absehbare Zeit schwierig bleiben werden, habe ich mir etwas einfallen lassen: Ein günstiges 6er-Probierpaket für die individuelle Weinprobe zu Hause und ein eigenes Verkostungsvideo für jeden unserer aktuellen Weine. Weinverkostungs-Feeling für zu Hause, sozusagen.

Mehr Infos gibts auf www.grenzhof-fiedler.at und alle Videos findet man schon jetzt dort im Menüpunkt Video-Weinprobe 2021. Mit blog-gemäßen Zusatzinfos versehen werde ich sie in nächster Zeit aber auch hier posten.

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Blaufränkisch 2017

Sonntag, 10. September 2017 | Autor:

Das lesefreie Wochenende habe ich genutzt, um mir ein Bild vom Reifezustand der noch nicht geernteten Sorten zu machen. Und für ein paar bewegte Bilder beim Blaufränkisch. Vielleicht schaffe ich noch mehr Videos in den nächsten Tagen.

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Spätfrostfolgen (2)

Sonntag, 12. März 2017 | Autor:

Besonders deutlich merkt man die Folgen des Spätfrostjahrgangs 2016 im Lebensmittelhandel. Wo es um den Erhalt des Regalplatzes geht, sind insbesondere die vom Frost besonders betroffenen Kollegen aus der Steiermark sehr kreativ.

So wird z.B. aus „Frisch&Steirisch“ mit dem heurigen Jahrgang „Jung&Stylisch“ um dem Bezeichnungsrecht genüge zu tun. Wie auf dem Rücketikett korrekt ersichtlich handelt es sich nämlich nicht um steirischen Wein, sondern um einen Zukauf aus Kroatien.

Viele Weinbauern und auch zumindest eine der großen Handelsketten weisen geradezu vorbildhaft auf den Hintergrund dieser Weinimporte aus Slowenien, Kroatien, ja sogar Neuseeland (!) hin. Trotzdem wird den meisten Käufern im Supermarkt wohl gar nicht auffallen, dass sie keinen Österreicher im Glas haben…

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Zwischen den Stühlen

Samstag, 17. Dezember 2016 | Autor:

haider-45-komprimiert

Wie in (fast) allen Lebensbereichen gibt es auch im Weingeschmack Trends und Moden. In Österreich zählte zum Beispiel bis in die 1980er-Jahre überwiegend die Menge, und wenn es auf den Geschmack ankam, dann war auch dabei Masse gefragt. Intensives Aroma von Muskat, Müller-Thurgau und Traminer, kräftiger Alkohol und deutliche Restsüße.

Erste Veränderungen waren schon ab Anfang der 80er vereinzelt wahrnehmbar, aber erst der Weinskandal 1985 brachte eine regelrechte Zäsur im österreichischen Weinstil. Süße und übermächtiger Alkohol war plötzlich weitgehend verpönt und quasi als Überreaktion auf den Skandal waren dünne Wässerchen mit unreifer Säure en vogue.

Trotz solcher Irrwege war diese Zeit extrem spannend und lehrreich. Alles war in Bewegung, vieles möglich, und ich gerade dabei das Weinverkosten zu erlernen.

Spätestens Anfang der 1990er „normalisierte“ sich der Stil der Weißen, und trockene, ausgewogen-elegante Weine aus reifem, aber nicht überreifem Traubenmaterial beherrschten das Bild. Bei den Roten waren die gravierendsten Meilensteine zur Qualitätsverbesserung (Ertrag, Gärmethoden, Säureabbau) gemeistert und die Feinabstimmung voll in Gang.

In dieser Zeit haben wir – meine Eltern und ich – in Sachen Wein zu uns gefunden, erst bei den Weißweinen und mit etwas Zeitverzögerung auch auch bei den Roten. Wir lieben elegante, „leise“ Weine.

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Szechuanpfeffer

Samstag, 24. Mai 2014 | Autor:

Leithaberg-Flasche komprimiert

Dirk Würtz, Blogger- und Winzerkollege und Zampano in allen On- und Offline-Weingassen hat unseren Leithaberg-Blaufränkisch verkostet und schreibt (im unteren Teil seines Blog-Beitrages) zum 2010er unter anderem:

Ich rieche in das Glas und der Pfeffer hüpft mich an. Szechuan Pfeffer! Aber so was von! Nein, ich bin nicht verrückt. … Dieser Wein sollte als “Pegelwein” zu jedem Sensorikseminar. Genial! Ansonsten ist er ein zarter und filigraner, ein eleganter mit einer total animierenden Säure. Gänsehautwein!!! Der Wein packt mich und wird direkt ausgetrunken.

Den 2011er findet Würtz auch gut, er schätzt aber im Gegensatz zu den meisten Profi-Kostern den für uns Weinbauern wesentlich schwierigeren Jahrgang 2010 deutlich höher ein.

Allen Blog-Lesern, die in diesem Jahrgangsvergleich schauen wollen, auf welcher Seite sie stehen, allen, die auf der Suche nach einem Szechuan-Pfeffer-Pegel sind, und allen, die einfach nur ein paar Flaschen guten, eleganten, würzigen Blaufränkisch im Keller haben wollen mache ich folgendes Angebot:

Bis 15. Juni versende ich beide Jahrgänge beliebig sortiert im 6er-Karton österreich- und deutschlandweit zum Preis von 15 Euro pro Flasche (statt 18) frei Haus. Fragen und Bestellungen bitte einfach per Mail an weingut[at]grenzhof-fiedler.at

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Die burgenländischen Herkunftsweine im MAK

Dienstag, 22. Oktober 2013 | Autor:

Übermorgen Donnerstag präsentieren 130 burgenländische Weinbauern von 15.30 bis 21.oo Uhr ihre Herkunftsweine („DAC“) samt ein paar Ergänzungen im Museum für angewandte Kunst in Wien. Nähere Infos gibt es hier.

Ich präsentiere Muskat Ottonel 2012, Leithaberg weiß 2012, Leithaberg rot 2011 und 2009 sowie die Rote Trilogie 2009 und freue mich auf Ihren Besuch!

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Mörbisch zur Weinblüte

Sonntag, 26. Mai 2013 | Autor:

Nach dem langen Winter und der ungewöhnlich kühlen zweiten Maihälfte dauert es heuer noch ein wenig, bis die Reben blühen. Trotzdem feiern wir am kommenden Wochenende gemeinsam mit 12 Kollegen „Mörbisch zur Weinblüte“ und öffnen am Freitag, Samstag und Sonntag unsere Kellertüren.

Nähere Infos zum Programm gibt es hier, und den Folder mit weiteren Infos als pdf hier.

Ich freue mich auf alle, die diese Gelegenheit nützen und uns besuchen, um den Weinbauern und die Weine hinter diesem Blog kennenzulernen!

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Messetypologie

Donnerstag, 4. April 2013 | Autor:

Messen und Präsentationen sind für Winzer wie für Weinliebhaber eine spannende Sache. Da man als Nicht-Promi-Winzer bei solchen Veranstaltungen nicht immer ausgelastet ist, hatte ich im Lauf der Jahre die Gelegenheit, eine Theorie zur Typologie der Aussteller und Besucher zu entwicklen und zu verfeinern:

Die Aussteller:

Der Chaot

Der Chaot kommt zu Messen und Präsentationen immer zu spät und geht meist vor Ende der Veranstaltung. In der Regel hat er andere Weine mit, als die, die er Monate zuvor für den Verkostungskatalog angemeldet hat, was aber offenbar weder ihn, noch seine Besucher allzusehr stört.

Sein Stand ist nämlich verblüffender Weise trotz dieses unhöflichen und unprofessionellen Verhaltens meist gut besucht. Nicht nur einmal konnte ich Weinfreunde beobachten, die geduldig auf das Erscheinen des Meisters warteten oder den Stand so oft besuchten, bis sie das Glück hatten, ihn tatsächlich anzutreffen.

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Jungweinbusiness

Samstag, 24. November 2012 | Autor:

 

Foto: ÖWM/Griesch

Während auf dem internationalen Markt die Präsentation des Beaujolais nouveau am dritten Donnerstag im November das Jungweinbusiness einläutet, läuft das Geschäft mit den Frühabfüllungen bei uns in Österreich schon seit einigen Wochen.

Wie die Zeitschrift „Der Winzer“ berichtet, wurden heuer allerdings deutlich weniger Flaschen vom Junker, Primus, Jungen, Primeur, etc. gefüllt. Es scheint, als käme diese Art von Wein ein wenig aus der Mode.

Mir persönlich haben die Frühabfüllungen noch nie etwas gegeben. Keine andere Weintyp wird derart nach Schema F unter großem Zeitdruck mit enormem Technikaufwand in ein standardisiertes Geschmacksbild gepreßt.

Umso mehr wundert es mich, wenn immer wieder davon zu hören und zu lesen ist, dass diese Weine einen ersten Eindruck von der Qualität des Jahrgangs vermitteln sollen…

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MO 11 11/11

Mittwoch, 30. November 2011 | Autor:

Foto: steve.haider.com

Normalerweise füllen wir unsere Weißweine zwischen Februar und Mai des auf die Ernte folgenden Jahres. Das macht es sowohl den Weinen wie auch uns möglich, recht entspannt an die Sache heranzugehen.

Alle paar Jahre kommt es jedoch vor, dass wir uns gezwungen sehen, einen Wein noch im Jahr seiner Ernte in die Flasche zu bringen. Meist sind es kleine Erntemengen, manchmal aber auch ein ungewöhnlich guter Absatz einer Sorte, die uns dazu veranlassen.

Wirklich sinnvoll ist das freilich nur, wenn es sich um leichte, eher jung zu trinkende Weißweine handelt, bei denen im Gegensatz zu den gehaltvolleren keine negativen Auswirkungen auf das Qualitätspotential zu befürchten ist.

Und wenn es bei der Weinknappheit um Einzelfälle geht, die vom nächsten Jahrgang wieder ausgeglichen werden. Wenn man ohnehin jedes Jahr zu wenig Wein hat, kann man ja gleich bis zum normalen Fülltermin warten, anstatt die weinlose Zeit durch Frühabfüllungen lediglich vom Winter auf den Herbst zu verschieben.

Nach der kleinen Ernte im Vorjahr (und angesichts der normalen bis guten Menge des Jahrgangs 2011) ist es heuer wieder einmal soweit. Heute Vormittag haben wir eine kleine Teilmenge des Muskat Ottonel 2011 gefüllt, weil sein Vorgänger mitten im Weihnachtsgeschäft am ausgehen ist.

Unsere übliche Palettenkennzeichnung im Flaschenlager aus Sorte, Jahrgang, Abfüllmonat und -jahr ergibt in diesem Fall eine nicht unlustige Kombination: MO 11 11/11

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Bezeichnungschaos

Mittwoch, 20. Juli 2011 | Autor:

Prowein 2008

Die österreichischen Weinetiketten gelten – nach oder gemeinsam mit den deutschen – als die kompliziertesten der Welt. Theoretisch liefern sie sehr viele Informationen, die aber in der Praxis mangels Kenntnis der Bestimmungen z.B für bestimmte Prädikatsstufen oder Herkünfte bei den allerwenigsten Konsumenten wirklich ankommen.

Aus diesem Grund sind sehr viele heimische Weinbauern in den letzten Jahren dazu übergegangen, im Rahmen des weingesetzlich Möglichen auf all zu verwirrende Angaben zu verzichten.

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