Süße Auslese 2018

Montag, 1. März 2021 | Autor:

Auch wenn wir nur wenige Süßweine keltern, sind diese natürlich trotzdem ein wichtiger Teil der Weinidentität unserer Region. Nur eine Hand voll Weinbaugebiete haben die Chance auf edelfaule Trauben in nennenswerter Menge und die daraus erzeugten Prädikatsweine.

Unsere süße Auslese ist der Einstieg in diese Welt. Wie ihre große Schwester, die Beerenauslese lebt sie vom feinen Spiel von Süße und Säure, wirkt dabei aber leichter und weniger konzentriert.

Thema: Verkauf und Marketing, Video-Weinprobe 2021, Videos | Beitrag kommentieren

Blaufränkisch 2018

Sonntag, 28. Februar 2021 | Autor:

Der Blaufränkisch – unser Rotwein schlechthin – ist eine tolle Sorte. Wie sehr viele habe auch ich ihn lange unterschätzt. Wahrscheinlich deshalb, weil er auf unseren Böden nicht zur üppig-weichen Wuchtigkeit neigt, die am Anfang des österreichischen Rotweinbooms als das Nonplusultra galt und heute immer noch bei vielen im Trend liegt. Um Eleganz und Feinheit als Qualitätsmerkmal erkennen und schätzen zu lernen braucht es Zeit.

Natürlich kann man den Blaufränkisch im Keller in Richtung Powerwein lenken. Ein Lesetermin nahe an der Überreife, Entsäuerung, neues Holz, etc. Weil das aber nicht unser Zugang zur Weinwerdung ist, schmeckt der Blaufränkisch bei uns, egal in welcher Qualitätsstufe „nur“ mittelkräftig und sowohl durch Tannin als auch durch ein gewisses Maß an Säure gut strukturiert.

Unser „Einstiegs-Blaufränksich“ stammt meist von etwas jüngeren Weingärten, reift knapp ein Jahr in großen traditionellen Fässern und dann noch einige Zeit in der Flasche.

Mehr Infos zum Wein und zu unserer aktuellen Probieraktion gibt´s auf www.grenzhof-fiedler.at.

Thema: Verkauf und Marketing, Video-Weinprobe 2021, Videos | Beitrag kommentieren

Chardonnay Duett 2019

Samstag, 27. Februar 2021 | Autor:

Der Chardonnay bereichert unsere Sortenpalette „erst“ seit 1989. Im Burgenland heimisch, wenn auch früher meist unerkannt, ist er aber viel länger. Die Edelreiser für unseren ersten Chardonnay-Weingarten, also die Triebe aus denen unsere Jungreben damals entstanden sind, stammen von einer wesentlich älteren Anlage eines Kollegen aus der Nachbarschaft.

Mit seiner Eigenschaft, auch bei hoher Traubenreife Lebendigkeit und Frische zu bewahren passt die Sorte perfekt ins Klima am Neusiedlersee. Nicht zuletzt deshalb ist sie seit der ersten Ernte einer der hochwertigsten Weißweine in unserem Sortiment.

Weil dem Chardonnay auch der Ausbau in Barriques gut steht, hat mein Vater bereits ab 1992 damit experimentiert. Einige Jahre gab es deshalb einen Chardonnay aus dem Stahltank auf unserer Weinkarte und einen Chardonnay Barrique. Aus den dabei gewonnenen Erfahrungen entstand 1998 dann unser Chardonnay Duett, mit dem wir seither versuchen beide Chardonnay-Welten zu vereinen.

Mehr Infos zum Wein und zu unserer aktuellen Probieraktion gibt´s auf www.grenzhof-fiedler.at.

Thema: Verkauf und Marketing, Video-Weinprobe 2021, Videos | Beitrag kommentieren

Grüner Veltliner 2020

Freitag, 26. Februar 2021 | Autor:

Der Grüne Veltliner ist eine ganz besondere Sorte. Nur wenige Sorten werden so stark mit einem Herkunftsland assoziiert und noch weniger schaffen ein derart breites stilistisches Spektrum in hoher Qualität.

Das Arbeitspferd unter den österreichischen Rebsorten liefert alkoholfreien Traubensaft, berauschenden Sturm, grandiosen Sekt-Grundwein und überzeugt außerdem als leichter Wein für alle Tage, als mittelkräftiges Rückgrat der Weinvielfalt und als hochgradiger trockener Weißwein ebenso wie als – zugegeben seltene – Beerenauslese oder TBA.

Im warmen Klima am Neusiedlersee braucht es besondere Aufmerksamkeit, um dem Veltliner genügend Frische und Lebendigkeit zu bewahren. Deshalb haben wir die Sorte auf einem etwas kühleren Hochplateau über dem See ausgepflanzt, ernten sie früh und keltern daraus den leichtesten Wein unseres Sortiments.

Mehr Infos zum Wein und zu unserer aktuellen Probieraktion gibt´s auf www.grenzhof-fiedler.at.

Thema: Verkauf und Marketing, Video-Weinprobe 2021, Videos | Beitrag kommentieren

Ungewöhnliche Mittel für ungewöhnliche Zeiten

Donnerstag, 25. Februar 2021 | Autor:

Der Frühling ist normalerweise die Zeit der Weinproben. Weil die aber wohl noch auf absehbare Zeit schwierig bleiben werden, habe ich mir etwas einfallen lassen: Ein günstiges 6er-Probierpaket für die individuelle Weinprobe zu Hause und ein eigenes Verkostungsvideo für jeden unserer aktuellen Weine. Weinverkostungs-Feeling für zu Hause, sozusagen.

Mehr Infos gibts auf www.grenzhof-fiedler.at und alle Videos findet man schon jetzt dort im Menüpunkt Video-Weinprobe 2021. Mit blog-gemäßen Zusatzinfos versehen werde ich sie in nächster Zeit aber auch hier posten.

.

Thema: Verkauf und Marketing, Videos | Beitrag kommentieren

Blaufränkisch 2017

Sonntag, 10. September 2017 | Autor:

Das lesefreie Wochenende habe ich genutzt, um mir ein Bild vom Reifezustand der noch nicht geernteten Sorten zu machen. Und für ein paar bewegte Bilder beim Blaufränkisch. Vielleicht schaffe ich noch mehr Videos in den nächsten Tagen.

Thema: Lese 2017, Verkauf und Marketing | Beitrag kommentieren

Spätfrostfolgen (2)

Sonntag, 12. März 2017 | Autor:

Besonders deutlich merkt man die Folgen des Spätfrostjahrgangs 2016 im Lebensmittelhandel. Wo es um den Erhalt des Regalplatzes geht, sind insbesondere die vom Frost besonders betroffenen Kollegen aus der Steiermark sehr kreativ.

So wird z.B. aus „Frisch&Steirisch“ mit dem heurigen Jahrgang „Jung&Stylisch“ um dem Bezeichnungsrecht genüge zu tun. Wie auf dem Rücketikett korrekt ersichtlich handelt es sich nämlich nicht um steirischen Wein, sondern um einen Zukauf aus Kroatien.

Viele Weinbauern und auch zumindest eine der großen Handelsketten weisen geradezu vorbildhaft auf den Hintergrund dieser Weinimporte aus Slowenien, Kroatien, ja sogar Neuseeland (!) hin. Trotzdem wird den meisten Käufern im Supermarkt wohl gar nicht auffallen, dass sie keinen Österreicher im Glas haben…

Thema: Verkauf und Marketing | Beitrag kommentieren

Zwischen den Stühlen

Samstag, 17. Dezember 2016 | Autor:

haider-45-komprimiert

Wie in (fast) allen Lebensbereichen gibt es auch im Weingeschmack Trends und Moden. In Österreich zählte zum Beispiel bis in die 1980er-Jahre überwiegend die Menge, und wenn es auf den Geschmack ankam, dann war auch dabei Masse gefragt. Intensives Aroma von Muskat, Müller-Thurgau und Traminer, kräftiger Alkohol und deutliche Restsüße.

Erste Veränderungen waren schon ab Anfang der 80er vereinzelt wahrnehmbar, aber erst der Weinskandal 1985 brachte eine regelrechte Zäsur im österreichischen Weinstil. Süße und übermächtiger Alkohol war plötzlich weitgehend verpönt und quasi als Überreaktion auf den Skandal waren dünne Wässerchen mit unreifer Säure en vogue.

Trotz solcher Irrwege war diese Zeit extrem spannend und lehrreich. Alles war in Bewegung, vieles möglich, und ich gerade dabei das Weinverkosten zu erlernen.

Spätestens Anfang der 1990er „normalisierte“ sich der Stil der Weißen, und trockene, ausgewogen-elegante Weine aus reifem, aber nicht überreifem Traubenmaterial beherrschten das Bild. Bei den Roten waren die gravierendsten Meilensteine zur Qualitätsverbesserung (Ertrag, Gärmethoden, Säureabbau) gemeistert und die Feinabstimmung voll in Gang.

In dieser Zeit haben wir – meine Eltern und ich – in Sachen Wein zu uns gefunden, erst bei den Weißweinen und mit etwas Zeitverzögerung auch auch bei den Roten. Wir lieben elegante, „leise“ Weine.

weiter…

Thema: Verkauf und Marketing | Beitrag kommentieren

Szechuanpfeffer

Samstag, 24. Mai 2014 | Autor:

Leithaberg-Flasche komprimiert

Dirk Würtz, Blogger- und Winzerkollege und Zampano in allen On- und Offline-Weingassen hat unseren Leithaberg-Blaufränkisch verkostet und schreibt (im unteren Teil seines Blog-Beitrages) zum 2010er unter anderem:

Ich rieche in das Glas und der Pfeffer hüpft mich an. Szechuan Pfeffer! Aber so was von! Nein, ich bin nicht verrückt. … Dieser Wein sollte als “Pegelwein” zu jedem Sensorikseminar. Genial! Ansonsten ist er ein zarter und filigraner, ein eleganter mit einer total animierenden Säure. Gänsehautwein!!! Der Wein packt mich und wird direkt ausgetrunken.

Den 2011er findet Würtz auch gut, er schätzt aber im Gegensatz zu den meisten Profi-Kostern den für uns Weinbauern wesentlich schwierigeren Jahrgang 2010 deutlich höher ein.

Allen Blog-Lesern, die in diesem Jahrgangsvergleich schauen wollen, auf welcher Seite sie stehen, allen, die auf der Suche nach einem Szechuan-Pfeffer-Pegel sind, und allen, die einfach nur ein paar Flaschen guten, eleganten, würzigen Blaufränkisch im Keller haben wollen mache ich folgendes Angebot:

Bis 15. Juni versende ich beide Jahrgänge beliebig sortiert im 6er-Karton österreich- und deutschlandweit zum Preis von 15 Euro pro Flasche (statt 18) frei Haus. Fragen und Bestellungen bitte einfach per Mail an weingut[at]grenzhof-fiedler.at

Thema: Verkauf und Marketing, Wein-Medien-News | Beitrag kommentieren

Die burgenländischen Herkunftsweine im MAK

Dienstag, 22. Oktober 2013 | Autor:

Übermorgen Donnerstag präsentieren 130 burgenländische Weinbauern von 15.30 bis 21.oo Uhr ihre Herkunftsweine („DAC“) samt ein paar Ergänzungen im Museum für angewandte Kunst in Wien. Nähere Infos gibt es hier.

Ich präsentiere Muskat Ottonel 2012, Leithaberg weiß 2012, Leithaberg rot 2011 und 2009 sowie die Rote Trilogie 2009 und freue mich auf Ihren Besuch!

Thema: Verkauf und Marketing | Beitrag kommentieren

Mörbisch zur Weinblüte

Sonntag, 26. Mai 2013 | Autor:

Nach dem langen Winter und der ungewöhnlich kühlen zweiten Maihälfte dauert es heuer noch ein wenig, bis die Reben blühen. Trotzdem feiern wir am kommenden Wochenende gemeinsam mit 12 Kollegen „Mörbisch zur Weinblüte“ und öffnen am Freitag, Samstag und Sonntag unsere Kellertüren.

Nähere Infos zum Programm gibt es hier, und den Folder mit weiteren Infos als pdf hier.

Ich freue mich auf alle, die diese Gelegenheit nützen und uns besuchen, um den Weinbauern und die Weine hinter diesem Blog kennenzulernen!

Thema: Verkauf und Marketing | Beitrag kommentieren

Messetypologie

Donnerstag, 4. April 2013 | Autor:

Messen und Präsentationen sind für Winzer wie für Weinliebhaber eine spannende Sache. Da man als Nicht-Promi-Winzer bei solchen Veranstaltungen nicht immer ausgelastet ist, hatte ich im Lauf der Jahre die Gelegenheit, eine Theorie zur Typologie der Aussteller und Besucher zu entwicklen und zu verfeinern:

Die Aussteller:

Der Chaot

Der Chaot kommt zu Messen und Präsentationen immer zu spät und geht meist vor Ende der Veranstaltung. In der Regel hat er andere Weine mit, als die, die er Monate zuvor für den Verkostungskatalog angemeldet hat, was aber offenbar weder ihn, noch seine Besucher allzusehr stört.

Sein Stand ist nämlich verblüffender Weise trotz dieses unhöflichen und unprofessionellen Verhaltens meist gut besucht. Nicht nur einmal konnte ich Weinfreunde beobachten, die geduldig auf das Erscheinen des Meisters warteten oder den Stand so oft besuchten, bis sie das Glück hatten, ihn tatsächlich anzutreffen.

weiter…

Thema: Verkauf und Marketing | Beitrag kommentieren

Jungweinbusiness

Samstag, 24. November 2012 | Autor:

 

Foto: ÖWM/Griesch

Während auf dem internationalen Markt die Präsentation des Beaujolais nouveau am dritten Donnerstag im November das Jungweinbusiness einläutet, läuft das Geschäft mit den Frühabfüllungen bei uns in Österreich schon seit einigen Wochen.

Wie die Zeitschrift „Der Winzer“ berichtet, wurden heuer allerdings deutlich weniger Flaschen vom Junker, Primus, Jungen, Primeur, etc. gefüllt. Es scheint, als käme diese Art von Wein ein wenig aus der Mode.

Mir persönlich haben die Frühabfüllungen noch nie etwas gegeben. Keine andere Weintyp wird derart nach Schema F unter großem Zeitdruck mit enormem Technikaufwand in ein standardisiertes Geschmacksbild gepreßt.

Umso mehr wundert es mich, wenn immer wieder davon zu hören und zu lesen ist, dass diese Weine einen ersten Eindruck von der Qualität des Jahrgangs vermitteln sollen…

Thema: Verkauf und Marketing | 6 Kommentare

MO 11 11/11

Mittwoch, 30. November 2011 | Autor:

Foto: steve.haider.com

Normalerweise füllen wir unsere Weißweine zwischen Februar und Mai des auf die Ernte folgenden Jahres. Das macht es sowohl den Weinen wie auch uns möglich, recht entspannt an die Sache heranzugehen.

Alle paar Jahre kommt es jedoch vor, dass wir uns gezwungen sehen, einen Wein noch im Jahr seiner Ernte in die Flasche zu bringen. Meist sind es kleine Erntemengen, manchmal aber auch ein ungewöhnlich guter Absatz einer Sorte, die uns dazu veranlassen.

Wirklich sinnvoll ist das freilich nur, wenn es sich um leichte, eher jung zu trinkende Weißweine handelt, bei denen im Gegensatz zu den gehaltvolleren keine negativen Auswirkungen auf das Qualitätspotential zu befürchten ist.

Und wenn es bei der Weinknappheit um Einzelfälle geht, die vom nächsten Jahrgang wieder ausgeglichen werden. Wenn man ohnehin jedes Jahr zu wenig Wein hat, kann man ja gleich bis zum normalen Fülltermin warten, anstatt die weinlose Zeit durch Frühabfüllungen lediglich vom Winter auf den Herbst zu verschieben.

Nach der kleinen Ernte im Vorjahr (und angesichts der normalen bis guten Menge des Jahrgangs 2011) ist es heuer wieder einmal soweit. Heute Vormittag haben wir eine kleine Teilmenge des Muskat Ottonel 2011 gefüllt, weil sein Vorgänger mitten im Weihnachtsgeschäft am ausgehen ist.

Unsere übliche Palettenkennzeichnung im Flaschenlager aus Sorte, Jahrgang, Abfüllmonat und -jahr ergibt in diesem Fall eine nicht unlustige Kombination: MO 11 11/11

Thema: Verkauf und Marketing | Beitrag kommentieren

Bezeichnungschaos

Mittwoch, 20. Juli 2011 | Autor:

Prowein 2008

Die österreichischen Weinetiketten gelten – nach oder gemeinsam mit den deutschen – als die kompliziertesten der Welt. Theoretisch liefern sie sehr viele Informationen, die aber in der Praxis mangels Kenntnis der Bestimmungen z.B für bestimmte Prädikatsstufen oder Herkünfte bei den allerwenigsten Konsumenten wirklich ankommen.

Aus diesem Grund sind sehr viele heimische Weinbauern in den letzten Jahren dazu übergegangen, im Rahmen des weingesetzlich Möglichen auf all zu verwirrende Angaben zu verzichten.

weiter…

Thema: Verkauf und Marketing | Beitrag kommentieren

Nervosität am Faßweinmarkt

Montag, 29. November 2010 | Autor:

Foto: steve.haider.com

Obwohl die Lese erst wenige Wochen zurückliegt, herrscht auf dem Faßweinmarkt bereits hektisches Treiben. Die kleine Erntemenge 2010 und die nach einem ebenfalls unterdurchschnittlichen Jahrgang 2009 deutlich reduzierten Lagerbestände machen vor allem jene nervös, die auf Zukäufe angewiesen sind.

Manche befürchten, dass es speziell im Schankweinbereich für den G“spritzten und das einfache Achterl oder Viertel in der Gastronomie bereits im Sommer zu Lieferengpässen kommen könnte. Vor allem der Weißwein, bei dem es weniger Reserven gibt, weil hauptsächlich der jeweils letzte Jahrgang vermarktet wird, soll angeblich österreichweit gesehen knapp werden.

weiter…

Thema: Verkauf und Marketing | Beitrag kommentieren

Morgen ist es soweit!

Dienstag, 31. August 2010 | Autor:

Leithaberg-Flasche komprimiert

Ab Mittwoch, den 1. September 2010 dürfen gemäß DAC-Verordnung die neuen Herkunftsweine unserer Region unter dem Namen „Leithaberg“ in Verkehr gebracht werden. Und pünktlich zum offiziellen Startschuß geht auch die neue Leithaberg-Website online.

Regelmäßige Blog-Leser wissen vielleicht, dass diesem Ereignis eine unendliche Geschichte in Sachen DAC in Österreich (Teil 1 bis 6) und eine schwierige Entscheidungsfindung in unserem Betrieb (Teil 1 bis 6) vorausgegangen ist.

Spätestens ab Donnerstag steht aber nicht mehr seine komplizierte Geburt im Vordergrund, sondern der Wein selbst.

Und da wir bereits im Premierenjahrgang mit von der Partie sind, gibt es unseren roten „Leithaberg“ (wie alle anderen auch) am 2. September ab 15 Uhr im Raiffeisenforum Wien erstmals zu verkosten. Infos dazu (für Schnellentschlossene) gibt es hier.

Thema: Verkauf und Marketing | 2 Kommentare

In eigener Sache (1): Probieraktion

Freitag, 28. Mai 2010 | Autor:

Probierpaket

Sollte der eine oder andere Leser überprüfen wollen, ob hinter meinen theoretischen Ausführungen hier im Blog auch ein gewisses Ausmaß an praktischer Kompetenz steht, gibt es derzeit eine günstige Gelegenheit:

Bis zum Sommerbeginn am 21. Juni senden wir Ihnen Ihr ganz persönliches Probierpaket mit Infos zu den Weinen zum Ab-Hof-Preis österreichweit ohne Frachtkosten zu folgenden Bedingungen:

  • Das Paket enthält 12 Flaschen Qualitäts- und/oder Prädikatswein aus dem aktuellen Sortiment. Landweine, Brände und Traubensaft sind ausgenommen.
  • Ihre Auswahl umfaßt mindestens vier verschiedene Weine.
  • Die Aktion ist beschränkt auf ein Paket pro Kunde.

Für Weinliebhaber in Deutschland betragen die Frachtkosten ihres Probierpaketes 8,- Euro (statt 14,-). Wie unsere Kunden in Österreich sparen Sie also 6,- Euro!

Informationen zu unseren Weinen finden Sie hier, und eine aktuelle Weinkarte senden wir Ihnen auf Anfrage an weingut@grenzhof-fiedler.at gerne zu.

Thema: Verkauf und Marketing | Beitrag kommentieren

Wanderzirkus

Samstag, 10. April 2010 | Autor:

Haider 130 komprimiert

Als ich Anfang März innerhalb von einer Woche auf zwei verschiedenen Weinmessen bzw. -präsentationen vertreten war, kam mir zum ersten Mal der Begriff „Wanderzirkus“ für diesen Teilbereich meines Berufes in den Sinn.

Schließlich ziehen wir Weinbauern auch von Ort zu Ort, um dort in der Hoffnung auf gute Geschäfte für die Unterhaltung des Publikums zu sorgen.

Armin Kobler, mein Kollege aus Südtirol, der gerade auf der Vinitaly seine Weine präsentiert, sieht das übrigens ähnlich, wie man hier sehr anschaulich nachlesen kann.

Ich selbst mache mich morgen Sonntag auf den Weg zur Vin Austria nach Salzburg. Damit ich mich bei meiner Rückkehr nicht durch Massen von Spam-Kommentaren quälen muß, ist diese Funktion bis dahin deaktiviert. Ich bitte um Verständnis.

Thema: Verkauf und Marketing | Beitrag kommentieren

Oh Schreck, der Wein ist weg!

Donnerstag, 1. April 2010 | Autor:

Foto: steve.haider.com

Seit ein paar Jahren beliefern wir die Tiroler Lebensmittelhandelskette M-Preis regelmäßig mit unserem Muskat Ottonel. Dabei sind, wie in diesem Bereich aus logistischen Gründen wohl gar nicht anders machbar, Anlieferungszeit und -ort jeder Bestellung genau vorgeschrieben.

Um diese Vorgaben einhalten zu können, gibt es bei uns einen klaren Ablaufplan, der in der vergangenen Woche wieder einmal Punkt für Punkt abgearbeitet wurde, nachdem M-Preis per Fax eine Palette Wein geordert hatte.

Nach dem Verpacken und der Erstellung der Begleitpapiere am Donnerstag erteilte ich unserem Hauptspediteur, der Österreichischen Bundesbahn Rail Cargo Austria am Freitag per E-Mail einen Abholauftrag für Montag.

Der Wein sollte zwar erst am Mittwoch Vormittag zugestellt werden, aber in diesem heiklen Fall plane ich in Absprache mit dem Transportunternehmen immer einen Reservetag ein.

Am Montagmorgen vergewisserte ich mich dann wie gewohnt telefonisch beim LKW-Fahrer, ob er den Abholauftrag auch tatsächlich erhalten hatte. Diesmal habe ich ihn auch noch darüber informiert, dass wir eine zweite Palette an einen anderen Kunden zu transportieren hätten.

Als mir der Fahrer versicherte, beide Sendungen am frühen Nachmittag abzuholen, stellte ich sie wie gewohnt (für den Fall, dass bei der Abholung keiner zu Hause ist) mit unserem Stapler leicht zugänglich im Hof ab und fuhr beruhigt nach Eisenstadt.

Bei meiner Rückkehr um 11 Uhr waren die beiden Ladungen bereits weg, und zwei schöne Tauschpaletten standen im Hof. Offenbar war der Fahrer früher dran, als gedacht.

Knapp zwei Stunden später läutete das Telefon. „Guten Tag, ich bin der Fahrer von RailCargo und stehe vor ihrem Tor, um den Wein abzuholen. Wo ist er?“

weiter…

Thema: Verkauf und Marketing | Beitrag kommentieren

Alles Weißwein, oder was?

Sonntag, 14. März 2010 | Autor:

Gläser am See ÖMW-Faber bearbeitet

Obwohl in den Weingärten des Burgenlandes bis vor wenigen Jahren die Weißweinsorten dominiert haben, wird es schon seit geraumer Zeit von vielen Konsumenten primär als Rotweingebiet wahrgenommen.

Das hat, neben dem weltweiten Rotweinboom der 90er- und 2000er-Jahre vor allem innerösterreichische Gründe. War es doch bedeutend leichter, das Burgenland neben den ausgewiesenen Weißweinregionen Niederösterreich und Steiermark als das Rotweingebiet zu positionieren.

weiter…

Thema: Verkauf und Marketing | Beitrag kommentieren

Life can be complicated. Wine doesn´t have to be.

Freitag, 19. Februar 2010 | Autor:

Vorgestern habe ich mich über ein Mitbringsel aus Amerika hergemacht. Und während mir der eher belanglose Inhalt der Flasche wohl nicht lange in Erinnerung bleiben wird, hat der Text des Rücketiketts gute Chancen in meinem Gedächtnis hängen zu bleiben:

Life can be complicated. Wine doesn´t have to be. Don´t worry about what the „experts“ say – drink what you like! But in case you´re wondering, Meridian has won over 200 gold medals since 1991.

Besser kann man das nicht sagen.

Thema: Verkauf und Marketing | Beitrag kommentieren

Fleißaufgabe am Jahresanfang

Dienstag, 5. Januar 2010 | Autor:

Mörbisch am 4. Jänner 2010

Sehr geehrte Damen und Herren!

Anbei sende ich Ihnen ein Duplikat jener Rechnung, die wir bereits am 31. Dezember auf den Postweg gebracht haben.

Der Briefkasten, in den wir das Kuvert damals geworfen haben, wurde nämlich in der Silvesternacht zerstört, und wir konnten nicht eruieren, ob die Postsendung an Sie dabei verloren gegangen ist.

Sollten Sie die erste Ausfertigung der Rechnung bereits erhalten haben (oder in den nächsten Tagen erhalten), betrachten Sie diesen Brief bitte als gegenstandslos.

Herzlichen Dank für die Mühe und alles Gute für 2010

Bernhard Fiedler

Thema: Verkauf und Marketing | Beitrag kommentieren

On Tour

Dienstag, 22. Dezember 2009 | Autor:

OÖ1Schon seit den 1960er-Jahren beliefern wir unsere Kunden in Oberösterreich von Zeit zu Zeit auch direkt. Vergangenen Freitag war es wieder einmal soweit.

Schon am Donnerstag hatten wir unseren Lieferwagen in der Reihenfolge unserer Stationen beladen und alle Vorbereitungen getroffen.

Trotzdem läutete der Wecker am Freitag bereits um 3.15 Uhr, weil eine solche Tour bei einem späteren Aufbruch kaum an einem Tag zu schaffen ist.

weiter…

Thema: Verkauf und Marketing | Ein Kommentar

Leithaberg DAC (6) – In eigener Sache

Montag, 19. Oktober 2009 | Autor:

In den ersten fünf Teilen dieser Serie habe ich versucht, das neue DAC-Gebiet am Westufer des Neusiedlersees mit all seinen Besonderheiten halbwegs wertfrei darzustellen.

Da auch ich selbst mit meinen Weinen von dieser neuen Herkunftsbezeichnung „betroffen“ bin, möchte ich Ihnen zum vorläufigen Abschluß auch meine ganz persönliche Sicht der Dinge nicht vorenthalten.

Und weil diese einigermaßen zwiespältig ausfällt, bin ich für jede Unterstützung (am besten via Kommentar) bei meiner Meinungsbildung dankbar. Aber der Reihe nach:

weiter…

Thema: Verkauf und Marketing | 10 Kommentare

Leithaberg DAC (5)

Mittwoch, 30. September 2009 | Autor:

Die letzte Besonderheit des neuen Leithaberg DAC im Vergleich zu den anderen derzeitigen DAC-Gebieten, die ich nach dem Weinstil gegen den Trend anführen möchte, ist dessen Vorgeschichte.

DAC mit Vorläufer

Während in allen Weinbaugebieten, die das DAC-Konzept bisher umgesetzt haben die Strukturen und/oder Weinstile dafür neu geschaffen wurden, haben die DAC-Weine im Gebiet am Westufer des Neusiedlersees echte Vorläufer.

Seit gut fünf Jahren arbeitet nämlich eine Gruppe von 14 Weinbauern an einem bestimmten gemeinsamen Weinstil und vermarktet diesen als privater Verein unter dem Markennamen „Leithaberg“.

Als es um die Beschlußfassung eines DAC-Weines für das Neusiedlersee-Westufer ging, wurde das Konzept (und wird möglicherweise auch die Organisation) dieses Vereines nahezu eins zu eins übernommen.

weiter…

Thema: Verkauf und Marketing | 4 Kommentare

Leithaberg DAC (4)

Montag, 21. September 2009 | Autor:

Nicht nur in der Art der Weine und deren Qualitätslevel geht Leithaberg DAC andere Wege, als bestehende Herkunftsweinregionen:

Ein Weinstil gegen den Trend

Während die bereits etablierten DAC-Weine gängige Weinstile der jeweiligen Gebiete aufgegriffen haben, ist Leithaberg DAC auch der Versuch einer Identitätsfindung eines von Vielfalt geprägten Weinbaugebietes.

Abgesehen von ein paar Vorläufern (zu denen ich im nächsten Teil kommen werde) existiert der als DAC definierte Weinstil derzeit nämlich eher in den Köpfen mancher Winzer, Weinfreaks und Journalisten als tatsächlich auf dem Markt.

Das bedeutet nicht, dass der angestrebte Stil nicht typisch für das Neusiedlersee-Westufer wäre, ganz im Gegenteil. Aber es sagt aus, dass man sich bisher mehr auf die Vielfalt konzentriert hat, als auf die Überlegung, was denn die Stärken des Gebietes sind.

Diese ohnehin nicht ganz einfache Ausgangslage wird noch schwieriger durch die Tatsache, dass der als gebietstypisch angesehene Weinstil der (ver)öffentlich(t)en österreichischen Weinmeinung eher wider- als entspricht.

weiter…

Thema: Verkauf und Marketing | Ein Kommentar

Leithaberg DAC (3)

Dienstag, 15. September 2009 | Autor:

Das neue Herkunftsweingebiet „Leithaberg DAC“ unterscheidet sich nicht nur in Sachen Grenzziehung deutlich von den bestehenden DAC-Regionen, sondern auch bei den Weinen selbst:

Rot- und Weißwein

Mit Leithaberg DAC wird es erstmals in einem österrreichischen Weinbaugebiet Weiß- und Rotweine unter einer gemeinsamen Herkunfts-Flagge geben. Damit trägt die DAC-Bezeichnung der Weinvielfalt am Westufer des Neusiedlersees Rechnung (wobei genaugenommen auch eine Süßweinkategorie dazugehören würde).

Die roten Herkunftsweine werden aus der traditionsreichsten und qualitativ spannendsten Sorte der Gegend, dem  Blaufränkisch gekeltert. Nicht zuletzt aus kellerpraktischen Notwendigkeiten hat man allerdings die 15-Prozent-Fremdsorten-Regel des Weingesetzes auch für die DAC-Weine übernommen, diesen Anteil aber beschränkt auf die Sorten Zweigelt, St. Laurent und Pinot Noir.

weiter…

Thema: Verkauf und Marketing | 2 Kommentare

Leithaberg DAC (2)

Mittwoch, 9. September 2009 | Autor:

Wie hier berichtet hat Österreich seit dem 30. Juli ein weiteres Weinbaugebiet in dem das Konzept der herkunftsbezeichneten DAC-Weine umgesetzt wird. Bei näherer Betrachtung der Fakten fällt auf, dass sich Leithaberg DAC in einigen Punkten gravierend von den bereits bestehenden Herkunftsweintypen unterscheidet.

Grenzüberschreitend

Während sich alle bisherigen DAC-Definitionen penibel an die bestehenden (und mitunter eher verwaltungstechnisch als önologisch begründeten) Weinbaugebietsgrenzen gehalten haben, definiert Leithaberg DAC eine neue, bisher in dieser Form nicht existierende Herkunft.

weiter…

Thema: Verkauf und Marketing | 6 Kommentare

Unprofessionell oder frech?

Freitag, 4. September 2009 | Autor:

Heute durfte ich ein großes, modernes Weingut besichtigen, das nicht zuletzt dank massiver Investitionen in den letzten Jahren in allen Weinmedien sehr präsent ist.

Bei der Wahl der Etiketten, der Präsentation und natürlich der Kellereinrichtung wurde zweifellos nichts dem Zufall überlassen. Professionalität von A bis Z. Man muß schon ein chronischer Nörgler sein, um sich daran zu stoßen, dass dieser Perfektionismus etwas zu gewollt, zu durchschaubar ist.

Ein solider Vorzeigebetrieb also, könnte man jenseits aller geschmacklichen Fragen meinen.

Der Zufall wollte es allerdings, dass mir im Verkostungsraum eine Flasche in die Hände fiel, deren Herkunftsbezeichnung widersprüchlich – um nicht zu sagen grob gesetzeswidrig – war.

Was zumindest für mich die Frage aufwirft, ob man in einem solchen Haus auch nicht mehr Ahnung vom Bezeichnungsrecht hat, als der kleine Hobbyweinbauer von nebenan. Oder ob man die diesbezüglichen Regelungen bewußt ignoriert.

Wirklich sympathisch ist mir keine der beiden Möglichkeiten.

Thema: Verkauf und Marketing | Beitrag kommentieren