Minusgrade

Donnerstag, 2. April 2020 | Autor:

Die beiden vergangenen Nächte haben uns Temperaturen um die vier Grad unter Null beschert und die kommende soll ähnlich kalt werden.

Wenn die Knospen der Reben „in der Wolle“ (so der Fachbegriff) sind, so wie derzeit beim Großteil der Stöcke, sollten sie leichte Fröste eigentlich gut überstehen können. Ob die Widerstandskraft auch bis vier Grad reicht, ist aber fraglich.

Frostschäden sind in diesem Stadium und so unmittelbar nach dem Frost nur sehr schwer zu erkennen, einzelne Knospen sind mir aber beim Binden der Blaufränkisch-Fruchtruten am Altenberg heute etwas komisch vorgekommen.

In ein paar Tagen wissen wir mehr.

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Wieder früh

Samstag, 22. Februar 2020 | Autor:

Seit ein paar Tagen blüht der erste Mandelbaum vor unserer Haustür. Bienen wie auf diesem Archivbild habe ich zwar noch nicht beobachtet, aber wenn es so weitergeht, wird es wohl nicht mehr lange dauern.

Das ist zwar nicht ganz so früh, wie laut meiner Statistik 2007, aber immer noch zu früh früh genug. Wenn der März nicht langsam und nachhaltig kühler wird und das Erwachen der Reben aus dem Winterschlaf bremst, dürfte es wieder ein langes Zittern bis zum Ende der Spätfrostphase Mitte Mai werden.

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Nebel sei Dank

Mittwoch, 22. Januar 2020 | Autor:

Beständiger Nebel, der sich wochenlang kaum lichtet, ist bei uns am Neusiedlersee im Spätherbst und Winter nichts Ungewöhnliches. Obwohl sich der damit verbundene Mangel an Sonnenlicht sehr aufs Gemüt schlagen kann und der Raureif auf den Reben etwas lästig beim Schneiden ist, bin ich besonders heuer trotzdem sehr froh über die dicke Nebelsuppe.

Sie hält die Temperaturen in diesem – erneut – viel zu milden Winter bei uns im Burgenland wenigstens in der Nähe des Gefrierpunktes und gibt so unseren Reben zumindest ein bisschen das Gefühl von Winter. Außerhalb der Nebelzonen im Flachland werden seit Wochen immer wieder 5 bis 10°C gemessen, die den Vegetationsrhytmus der Natur ziemlich durcheinander wirbeln.

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Schlechtes Wetter

Dienstag, 12. März 2019 | Autor:

Eigentlich müsste ich es besser wissen, ist der Bezug der meisten Menschen zur Natur doch sehr gering geworden und sind doch nur mehr weniger als fünf Prozent der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft tätig. Trotzdem verwundert es mich immer wieder, wenn sich jemand über 20°C im Februar freut, und auch nach Wochen ausgeprägter Trockenheit über ein paar Regentropfen ärgert.

Fassungslos bemerke ich dann jedes Mal aufs Neue, wie ich-bezogen die meisten Menschen beim Wetter sind, wie wenige Gedanken sie sich über die natürlichen Zusammenhänge machen. Und wie wenige über uns Bauern, die wir von und mit der Natur auch für sie Brot, Wein und mehr liefern.

Das ist übrigens kein Jammern über die aktuelle Trockenheit und den sich andeutenden (zu) frühen Austrieb, denn ich jammere nicht. Es ist lediglich der Versuch darauf hinzuweisen, dass Sommertemperaturen von März bis November und andauernder Sonnenschein ohne einen Tropfen Regen kein gutes Wetter sind.

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Nochmal Winter

Freitag, 16. März 2018 | Autor:

Foto: ÖWM/Rauter

Drei Wochen ist das ebenso überraschende wie ungewöhnlich strenge Comeback des Winters her, aber meine damalige Besorgnis hat sich gottseidank als unbegründet erwiesen. Seither hatten wir eine erste Idee von Frühling und einzelne Mandelbäume haben bereits zu blühen begonnen.

Jetzt sagt uns der Wetterbericht erneut einen Wintereinbruch voraus mit Schnee am Samstag, Dauerfrost den ganzen Sonntag und Montag und Nachttemperaturen unter Null bis weit in die kommende Woche.

Nach zwei milden Wochen sind unsere Reben nicht mehr in tiefster Winterruhe und vereinzelt bluten sie bereits. Die Knospen sind aber immer noch klein und sollten die prognostizierten -7°C gut überstehen.

Wenn das der Fall ist, hat der lange Winter vielleicht sogar sein Gutes. Je später der Austrieb, umso weniger müssen wir Spätfrostschäden wie wir sie 2016 und beinahe auch 2017 zu beklagen hatten befürchten.

Ein klein wenig erinnert der späte Schnee an 2013. Wenn die heurige Ernte so ausfallen würde wie damals, hätte ich nichts dagegen.

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Besorgt

Samstag, 24. Februar 2018 | Autor:

Sosehr wir im zu warmen Jänner auf einen richtigen Winter gehofft haben, sosehr fürchten wir uns jetzt vor den Prognosen für die kommende Woche.

Minus 10, minus 15, ja wahrscheinlich sogar minus 17 wären wohl kein Problem. Einige Schädlinge erfroren, der Austrieb vielleicht verzögert und dadurch das Spätfrostrisiko möglicherweise kleiner.

Minus 20 Grad, wie sie die pessimistischeren Vorhersagen derzeit für Donnerstag für möglich halten, wären aber sicher zu viel und deutliche Schäden zu befürchten.

Bei solchen Zahlen werden Erinnerungen an 1987 wach…

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Mehr als haarscharf (?)

Freitag, 21. April 2017 | Autor:

Wahrscheinlich haben wir Glück gehabt. Großes Glück.

Der Wind ist auch in der vergangenen Nacht nie ganz eingeschlafen, der Himmel nie ganz aufgeklart. Deshalb waren es dann am Ende nur ca. -0,5°C, und die nur in den etwas höheren Lagen.

Frostschäden gibt es trotzdem, allerdings – so glauben wir, wissen werden wir es erst in ein oder zwei Wochen – nur geringfügige, fast ausschließlich an den äußeren Blättern und kaum an den Trauben. Vermutlich stammen die gar nicht von der vergangenen Nacht, sondern vom eisigen Schneewind am Mittwoch und Donnerstag.

Trotz frühem Vegetationsbeginn sind die Triebe heuer wesentlich kleiner als beim Spätfrost im Vorjahr, weil sie in den letzten zwei kalten Wochen kaum gewachsen sind. Das ist uns normalerweise nicht so recht, hat aber heuer sein Gutes. In diesem Stadium schmiegen sich nämlich die äußeren Blätter noch schützend um die Triebspitze und die Trauben und haben wohl Schlimmes verhindert.

Bei sehr vielen Trieben ist das größte (aber nicht wirklich große) Blatt an der Nordwestseite stark erfroren, und oft ist sind bei ein, zwei anderen Blättern die Blattspitzen versengt. Die oberen, inneren, nicht entfalteten Blätter und die zukünftigen Trauben scheinen jedoch fast immer intakt geblieben zu sein, und wir gehen davon aus, dass sie nicht absterben, sondern weiterwachsen werden.

Ein paar Zehntelgrad kälter und es hätte wohl ganz anders ausgesehen…

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Was soll ich sagen?

Mittwoch, 19. April 2017 | Autor:

Dichtes Schneetreiben am 19. April. Weiße Dächer und langsam auch schneebedeckte Böden. Schon jetzt um 17.30 Uhr nur noch knapp über dem Gefrierpunkt. Und es dürfte in den nächsten Tagen nicht besser werden.

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Das große Zittern

Samstag, 15. April 2017 | Autor:

Wenn die Meteorologen Recht behalten, steht uns in den nächsten Tagen ein ähnliches Wetterphänomen bevor, das uns im Vorjahr ein Drittel der Ernte gekostet hat. Arktische Kaltluft strömt bis nach Mitteleuropa und könnte uns mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt erneut Spätfrostschäden bescheren.

Wie oft haben wir schon auf Regen gehofft, obwohl Trockenheit prognostiziert war. Wie oft schon auf eine Schönwetterphase trotz nachhaltiger Regenfronten. So sehr wie jetzt habe ich mir aber noch nie gewünscht, dass die Meteorologen irren…

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Auf ein Neues

Samstag, 1. April 2017 | Autor:

Der Frühling ist da, und wie fast immer in den letzten Jahren ziemlich abrupt. Nur wenige Wochen nach den letzten Eisschollen am Neusiedlersee verzeichneten die Wetterstatistiker bereits den ersten Sommertag (d.h. Temperaturen über 25°C).

Mitte März – im Vergleich mit anderen Jahren gar nicht besonders früh – haben sich die ersten Mandelblüten geöffnet, und die Störche sind aus den Winterferien zurückgekehrt.

Einer von ihnen ließ sich gestern die Chance auf frisch aus der Erde geschälte Käfer und Würmer nicht entgehen und besuchte mich bei der Bodenbearbeitung in der Ried Birnhaide.

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