Vielversprechendes Pfingstwetter

Dienstag, 19. Mai 2015

Wetterbericht Mai 2015

Den Touristikern und Urlaubsgästen wird sie nicht so recht sein, wir aber freuen uns sehr über die aktuelle Wetterprognose. Seit dem Austrieb der Reben Ende März hatten wir nämlich keinen nennenswerten, d.h. die Wurzeln der Reben erreichenden Niederschlag.

Bis jetzt hat das den Weinstöcken zwar kaum direkt geschadet, spätere Folgen einer mangelnden Nährstoffaufnahme sind aber durchaus nicht auszuschließen. Außerdem würden wir schon seit längerem gerne den Boden mit unserem Spezialgerät lockern, um die Begrünung zu bremsen. Der war allerdings trockenheitsbedingt steinhart und nicht zu bearbeiten.

Ein ausgiebiger Regen – gerne auch 40 Liter oder mehr pro Quadratmeter wenn sie gemütlich und eisfrei fallen – käme uns also gerade recht. Die wirklich trockene Jahreszeit kommt ja erst, da können wir jeden Tropfen Reserve brauchen.

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Rot-Grün

Donnerstag, 7. Mai 2015

Inkarnatklee 2015 komprimiert

Inkarnatklee im Weißburgunder am Mörbischer Haderwald

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Mahlzeit!

Montag, 27. April 2015

Storch3 komprimiert

Heute habe ich damit begonnen, den Boden unter den Rebstöcken zu bearbeiten. Wie in den letzten Jahren schon öfter hat es auch diesmal nicht lange gedauert, bis mir ein Storch dabei Gesellschaft leistete.

Kein Wunder, denn meine Arbeit bringt zahlreiche Würmer und Käfer ans Tageslicht, nimmt hin und wieder einer Kröte oder einem Frosch die Deckung und macht manche Maus obdachlos.

Mahlzeit!

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Frisch geschlüpft

Dienstag, 21. April 2015

Austrieb 2015 bearbeitet

Der Jahrgang 2015 hat die schützenden Knospen verlassen. Mit ein wenig Fantasie kann man da und dort sogar schon die zukünftigen Trauben erkennen.

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Da wiehert der Amtsschimmel (2)

Freitag, 17. April 2015

Heap of Stamps von I, Magnus Gertkemper.

Ab November des heurigen Jahres braucht man einer EU-Richtlinie zufolge als Käufer und Anwender von Pflanzenschutzmitteln einen eigenen Pflanzenschutzmittel-Sachkundeausweis.

Das ist, obwohl es an der Praxis kaum etwas ändern wird, aber Kosten und Bürokratie verursacht grundsätzlich durchaus nachvollziehbar. Schließlich sind Pflanzenschutzmittel etwas, was im Interesse aller von möglichst kompetenten Personen richtig und sparsam eingesetzt werden sollte.

Nicht nachvollziehbar ist allerdings, warum die Umsetzung der Richtlinie in Österreich bundesländerweise ziemlich unterschiedlich gehandhabt wird. Das geht laut dieser Info sogar so weit, dass Wien gültige Ausweise anderer Bundesländer nicht anerkennt.

Man darf allerdings großzügigerweise mit einem gültigen Ausweis eines anderen Bundeslandes den Wiener Pflanzenschutzmittel-Sachkundeausweis beantragen. Selbstverständlich mit einem neuerlichen Behördenweg und neuen Kosten.

Geht´s noch?

 

Foto: „Heap of stamps“ von I, Magnus Gertkemper.
Lizenziert unter CC BY-SA 2.5 über Wikimedia Commons

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Gute Ausbeute

Sonntag, 29. März 2015

Holzpfähle1 komprimiert

Wie hier vor vielen Jahren schon einmal berichtet, stammen die Holzpfähle für das Drahtgerüst unserer Weingärten aus unserem eigenen kleinen Waldanteil.

Im Jänner haben wir die schönsten Stammteile  der Akazien Robinienbäume nicht zu Brennholz zerkleinert, sondern auf 2,5 Meter Länge zugeschnitten. Und gestern hat ein pensionierter Faßbinder diese schweren Teile mit seiner Bandsäge unter unserer tatkräftigen Mithilfe je nach Dicke nur gespitzt oder halbiert, gedrittelt, geviertelt, gefünftelt oder zweimal sogar gesechstelt.

So haben wir 212 neue Pfähle (die für einen neuen Weingarten mit ca. 4000 m2 reichen) erhalten – eine gute Ausbeute.

Holzpfähle2 komprimiert

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Ein Frühling wie damals

Montag, 23. März 2015

Mandelblüte 2 bearbeitet

Während man in den letzten Jahren meist den Eindruck hatte, das Wetter läßt den Frühling aus und wechselt vom Winter nahtlos in den Sommer, scheint es heuer eine richtige Übergangszeit zu geben. Sonnige, aber nicht all zu warme Tage und Nachttemperaturen nur wenig über dem Gefrierpunkt.

Dementsprechend langsam und entspannt erwacht die Natur aus ihrem Winterschlaf. Die Mandelbäume haben zwar schon recht früh ihre ersten Blüten geöffnet, aber sie blühen drei Wochen später immer noch und von grünen Blattspitzen wie auf dem Archivfoto kann derzeit keine Rede sein.

Die Knospen der Reben zeigen nicht die kleinste Regung, und wie es scheint, ist noch nicht einmal der Saftfluß in den Stöcken in Gang gekommen. Tränende Reben findet man im Moment nur ganz selten.

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Zwei Millionen Hektoliter

Montag, 16. März 2015

Weinernte 2014

Quelle: Statistik Austria

Nach den Schätzungen im Herbst ist jetzt endlich das offizielle Ergebnis der Weinernte 2014 da: Mit knapp zwei Millionen Hektoliter hat der vergangene Jahrgang die fünftkleinste Ernte der letzten 30 Jahre erbracht, rund 16% weniger als 2013 bzw. rund 13% weniger als der Schnitt der letzten fünf Jahre.

Besonders klein war die Ernte im Burgenland (-26% zu 2013, -21% zum 5-Jahres-Schnitt), ganz besonders in unserem Gebiet Neusiedlersee-Hügelland (mit 30,8 hl/ha der geringste Hektarertrag aller österreichischen Weinbaugebiete). Und anders als in Niederösterreich, wo es beim Rotwein deutlich mehr Einbußen gab als beim Weißen, sind die Verluste im Burgenland gleichmäßig verteilt.

Warum wir in unseren Weingärten zum Glück deutlich geringere Verluste als der Durchschnitt zu verzeichnen hatten, hat wohl mehrere Gründe:

Unsere Rebstöcke sind sorgfältig gepflegt und weisen grundsätzlich ein gutes (aber nicht übertriebenes) Ertragspotential auf. Mit entsprechender Laubarbeit und sachgerechtem Pflanzenschutz hatten wir die zum Teil massiv auftretenden Pilzkrankheiten (Oidium!) sehr gut im Griff und dadurch keinerlei Verluste zu beklagen. Auch der Hagel Anfang August hat offensichtlich weit weniger Menge gekostet, als befürchtet.

Möglicherweise wegen der guten Laubarbeit, ganz sicher aber dank des frühen Erntebeginns und der raschen (dabei aber trotzdem sorgfältigen) Lese haben wir weit weniger Trauben an die Fäulnis verloren als zahlreiche Kollegen. Vor allem größeren Betrieben und solchen, die keine Lehren aus vergangenen Extrembotrytisjahren gezogen haben, sind viele Trauben (und damit bei selektiver Lese zwar nicht Qualität aber ganz viel Menge) weggefault.

Besonders hart hat es sicherlich auch Kollegen getroffen, die in größerem Ausmaß Prädikatsweine angestrebt haben. Wir haben “nur” 0,25 ha Traminer als Totalausfall zu beklagen, andere aber mehrere Hektar.

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Wieder früh

Dienstag, 3. März 2015

Mandelblüte

Vor ein paar Tagen haben wir die ersten geöffneten Blüten der Mandelbäume gefunden. Bis heute sind wir zwar noch nicht so weit, wie auf dem Foto, das Jahr 2015 startet aber wieder einmal früh in die Vegetationsperiode.

Über das Weinjahr sagt das freilich nicht wirklich etwas aus, wie auch diese Gegenüberstellung mit den Ernteterminen der verschiedenen Jahre zeigt.

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Da wiehert der Amtsschimmel (1)

Sonntag, 22. Februar 2015

Katasterplan

Angesichts der zunehmenden (Agrar-)Bürokratie und zahlreicher Doppel-, Drei- und Viergleisigkeiten in der Verwaltung spiele ich schon länger mit dem Gendanken, hier im Blog eine kleine Serie über deren Sinnlosighaftigkeit zu starten.

Als Vorgeschmack darauf empfiehlt sich dieser Artikel in der Tageszeitung “Die Presse” über die aktuell laufende Hauptfeststellung der landwirtschaftlichen Einheitswerte. Von diesen mühsam ermittelten, aber trotzdem natürlich zwangsläufig fiktiven pauschalen Ertragswerten werden auch im 21. Jahrhundert immer noch sehr viele Steuern und Abgaben landwirtschaftlicher Betriebe berechnet.

“Das Rückgrat (der Einheitsbewertung, Anm.) bildet die Betriebszahl zwischen eins und hundert, die es für jeden Bauernhof (der 167.000, Anm.) zu ermittelt gilt – mit Abschlägen von einem Hauptvergleichsbetrieb mit Betriebszahl 100, also besten Bedingungen. Er existiert als ideeller Betrieb nur in den Köpfen der Beamten. …

Besonders liebevoll durchdacht ist etwa die Entfernung zum lokalen zentralen Ort, also der nächsten Stadt. Da von der Bürokratie geknechtete Bauern oft bei Behörden vorsprechen müssen, ist zu hinterfragen, ob es im lokalen zentralen Ort zumindest eine Außenstelle der Bezirkshauptmannschaft gibt. Sonst ist ein Mittelwert mit dem nächsten entsprechenden Ort zu bilden, „sofern auch teilweise agrarische Belange bearbeitet werden“. …

Abschläge bei der Betriebszahl gibt es auch für die „Überquerung stark befahrener Straßen“ oder besondere Gefährdung durch Hagel – wofür Daten der Versicherung und der Zentralanstalt für Meteorologie zu konsultieren sind.”

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