Reichlich

Donnerstag, 31. Juli 2014

Juliregen 2014

In den vergangenen 10 Tagen hat es fast jeden Tag und insgesamt rund 65 Liter pro Quadratmeter geregnet. Und als wäre das für diese Jahreszeit noch nicht ungewöhnlich genug, sind allein gestern nochmal zwischen 90 und 110 Liter (!) dazugekommen. (Eine genauere Messung war angesichts der Umstände nicht möglich, ist bei der Menge aber ohnehin irrelevant.) “Beinahe das ganze Burgenland steht unter Wasser” hieß es dazu in den Medien.

Ganz so schlimm wie anderswo ist es bei uns zum Glück aber nicht. Abgesehen von ein paar Zentimetern Wasser im Faßkeller für ein paar Minuten, nassen Kleidern bei den zahlreichen Versuchen an den verschiedensten Stellen das Wasser dorthin zu bringen wo es hin soll (Dachrinnen, Außenabläufe,…) und einem nassen Teppich im Verkaufslager haben wir keine Probleme zu beklagen.

Auch in den Weingärten scheint diese Extremsituation vorerst glimpflich verlaufen zu sein. Kein Hagel und bei uns keine größeren Abschwemmungen. Zum Glück sind wir wegen der anhaltenden Feuchtigkeit vorige Woche nicht zum Lockern des Bodens unter den Rebstöcken gekommen. Das Unkraut Die Beikräuter stehen dementsprechend üppig da und haben die Wassermassen gut gebremst.

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Mein Bier

Montag, 28. Juli 2014

Fiedler-Bier

“Mein Bier” ist nicht nur eine Metapher für “meine Angelegenheit”, sondern natürlich auch die ganz reale Bezeichnung für den im eigenen Besitz befindlichen Gerstensaft. Umso schöner, wenn dieser dann auch noch den eigenen Namen trägt.

Herzlichen Dank für dieses Mitbringsel an liebe Weinkunden aus Deutschland, die mit dem Bier und uns ihren Nachnamen teilen.

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Zweigelt macht blau

Freitag, 18. Juli 2014

Umfärbung

Vorgestern, am 16. Juli, habe ich die ersten (rot)blauen Beeren beim Zweigelt gefunden. Damit liegen wir mit dem Reifebeginn etwa im Mittelfeld der vergangenen 20 Jahre und können uns zumindest statistisch gesehen auf einen Lesebeginn zwischen dem 5. und 15. September einstellen.

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2014 wird spannend

Sonntag, 13. Juli 2014

Blaufränkisch

19°C Höchsttemperatur mehrere Tage lang mitten im Juli. Langsam wird 2014 wirklich spannend!

Aprilwetter im Hochsommer ist ja normalerweise nicht gerade das, was sich Weinbauern wünschen. Nach dem heuer extrem frühen Austrieb der Reben bin ich aber über jeden Tag froh, den sich die Vegetationsperiode nach hinten verschiebt.

Auch die Reben scheinen nicht unzufrieden zu sein. Das Triebwachstum hat sich so schön beruhigt, dass wir jetzt, nach etwas Hektik im Juni, alle noch ausstehenden Arbeiten sorgfältig und zeitgerecht erledigen können. Die Entwicklung der Trauben schreitet gut, aber ohne unangemessene Eile voran und abgesehen vom Krankheitsdruck (mit dem wir gut umgehen können) gibt es keine besonderen Vorkommnisse im Weingarten.

Wenn uns jetzt nicht noch ein extrem heißer August oder ein zu nasser September einen Strich durch die Rechnung macht, kann 2014 ein wirklich interessanter Jahrgang werden. Normalerweise habe ich es ja nicht so mit Prognosen, schon gar nicht mit verfrühten. Aber für heuer habe ich irgendwie ein gutes Gefühl…

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Brasilianische Verhältnisse

Samstag, 5. Juli 2014

Oidium

Nicht nur bei der Fußball-WM in Brasilien herrscht derzeit schwüles Wetter, auch bei uns ist die Luft heute beinahe unerträglich feucht. Dazu ist es extrem windstill und zwei kurze Regenschauer haben für eine Art Sauna-Aufguss gesorgt, sodass die lediglich gut 25°C so anstrengend sind, wie sonst 35°C.

Anders als wir mögen es beide Mehltau-Arten der Rebe feucht-warm, insbesondere der echte, auch Oidium genannt. Während unsere Weingärten dank sachgerechter Laubarbeit und vernünftigem (aber nicht extrem intensivem) Pflanzenschutz nach wie vor de facto befallsfrei sind, hat der echte Mehltau bei einigen Kollegen schon deutliche Spuren hinterlassen.

Die Basis für weitere Infektionen ist also vorhanden, und bei den heutigen Bedingungen hat der Pilz in nicht oder mangelhaft geschützten Weingärten ein leichtes Spiel.

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Aufatmen

Dienstag, 1. Juli 2014

Traubenschluß

Wie Kollege Harald Steffens an der Mosel bereits festgestellt hat, läßt der Arbeitsdruck im Weingarten langsam ein klein wenig nach. Noch gibt es genug zu tun, aber das Triebwachstum verlangsamt sich jetzt nach und nach, weil die Reben ihre Energie mehr und mehr auf die Trauben konzentrieren. Die nun folgenden Arbeiten sind nicht ganz so drängend und termingebunden wie das Einstricken.

Nach mehreren Wochen ohne nennenswerten Niederschlag sind gestern rund 35 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Damit läßt sich etwas anfangen, zumal das Wasser für diese Jahreszeit ungewöhnlich gemächlich vom Himmel fiel und anders als bei einem Gewitterregen kaum etwas vom kostbaren Nass oberflächlich abgeflossen ist.

Auch wenn die Rebwurzeln bisher kaum einen Mangel verspürt haben, wird das Wasser den Trauben wohl einen weiteren Entwicklungsschub verleihen. Frühreifere Sorten wie der Zweigelt auf dem Foto stehen kurz vor dem Traubenschluß und in gut zwei Wochen könnten bereits die ersten blauen Beeren zu finden sein.

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Einstricken

Samstag, 14. Juni 2014

Einstricken

Die gute Wasserversorgung Ende April und im Mai und das warme Wetter der letzten Tage haben unsere Reben kräftig wachsen lassen. Seit Wochen sind wir damit beschäftigt, die Triebe von Hand in den Drahtrahmen “einzustricken”, damit sie Halt haben und nicht vom Wind abgebrochen werden.

Ohne das halbwegs exakte Formieren der grünen Sommertriebe wäre eine Bodenbearbeitung unter den Stöcken ebensowenig möglich wie das mechanisierte Einkürzen der Triebe, wenn sie zu lange werden. Und bei unseren relativ schmalen Reihenabständen könnten wir die Weingärten ohne Einstricken bald auch nicht einmal mehr in der Mitte (z.B. um die Begrünung zu mähen oder Pflanzenschutz zu betreiben) der Reihen befahren.

Bei Sorten mit hängendem Wachstum und dort, wo eine besonders hohe und exakte Laubwand angestrebt wird (z.B. bei den Rotweinsorten, um gut besonnte und hochreife Trauben ernten zu können) müssen wir diese Arbeit in den nächsten Wochen noch ein- oder zweimal wiederholen.

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Weinblüte in Mörbisch

Montag, 26. Mai 2014

Blüte

Gestern haben wir die ersten geöffneten Weinblüten gefunden. Damit liegt der 2014er gleichauf mit frühen Jahrgängen wie 2012 und 2011, ist aber zum Glück nicht mehr so außergewöhnlich wie noch sein Austrieb (was ich hier bereits vermutet habe).

Ob es ein guter oder nicht ganz so guter Jahrgang wird, läßt sich vom Blütetermin nicht ableiten. Zu vieles kann in den nächsten drei Monaten noch passieren: Wird der Sommer heiß und trocken, kühl und verregnet oder irgendwas dazwischen? Gibt es einen Spätsommer, der seinen Namen verdient oder folgt analog zum Frühjahr auf den Sommer direkt der Winter? Zwingen Regenfälle im September zur frühen Ernte oder können wir den Trauben ein paar Tage länger gönnen?

Damit zumindest die Erntemenge stimmt, wünschen wir uns in den nächsten zwei Wochen auf gutes Wetter. Kälte und Regen behindern nämlich die Befruchtung der Trauben und führen zum Abfallen vieler potentieller Beeren, dem sogenannten Verrieseln.

Diesbezüglich guter Hoffnung feiern wir übrigens am kommenden Wochenende unsere Tage der offenen Kellertür unter dem Motto “Mörbisch zur Weinblüte”. Infos zum Programm gibt es hier.

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Szechuanpfeffer

Samstag, 24. Mai 2014

Leithaberg-Flasche komprimiert

Dirk Würtz, Blogger- und Winzerkollege und Zampano in allen On- und Offline-Weingassen hat unseren Leithaberg-Blaufränkisch verkostet und schreibt (im unteren Teil seines Blog-Beitrages) zum 2010er unter anderem:

Ich rieche in das Glas und der Pfeffer hüpft mich an. Szechuan Pfeffer! Aber so was von! Nein, ich bin nicht verrückt. … Dieser Wein sollte als “Pegelwein” zu jedem Sensorikseminar. Genial! Ansonsten ist er ein zarter und filigraner, ein eleganter mit einer total animierenden Säure. Gänsehautwein!!! Der Wein packt mich und wird direkt ausgetrunken.

Den 2011er findet Würtz auch gut, er schätzt aber im Gegensatz zu den meisten Profi-Kostern den für uns Weinbauern wesentlich schwierigeren Jahrgang 2010 deutlich höher ein.

Allen Blog-Lesern, die in diesem Jahrgangsvergleich schauen wollen, auf welcher Seite sie stehen, allen, die auf der Suche nach einem Szechuan-Pfeffer-Pegel sind, und allen, die einfach nur ein paar Flaschen guten, eleganten, würzigen Blaufränkisch im Keller haben wollen mache ich folgendes Angebot:

Bis 15. Juni versende ich beide Jahrgänge beliebig sortiert im 6er-Karton österreich- und deutschlandweit zum Preis von 15 Euro pro Flasche (statt 18) frei Haus. Fragen und Bestellungen bitte einfach per Mail an weingut[at]grenzhof-fiedler.at

Thema: Verkauf und Marketing, Wein-Medien-News |  Beitrag kommentieren

Gebremst

Montag, 19. Mai 2014

Sturmschaden

Die vergangene Woche hat uns nicht nur üppigen Wassernachschub, sondern auch etliche vom Sturm geknickte Triebe beschert. Zum Glück hält sich der Schaden aber in Grenzen und wir können uns über den vielen Regen und die merkbare Verzögerung der Vegetation freuen.

Wäre die Entwicklung der Reben ungebremst so weitergegangen, wie sie im März begonnen hat, stünden die Gescheine jetzt wohl schon in voller Blüte. Dank zweier kühler Aprilwochen und der letzten zehn Tage dürfte die Blüte aber erst gegen Ende Mai beginnen, auch wenn das Wetter jetzt gleich wieder von Winter direkt auf Sommer umzuschalten scheint.

Damit ist 2014 derzeit zwar immer noch ein früher Jahrgang, so außergewöhnlich früh, wie er begonnen hat, ist er jedoch zum Glück nicht mehr.

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