Auf Hochtouren

Samstag, 30. September 2006 | Autor:

Die Weinlese läuft auf Hochtouren. Der Muskat von voriger Woche nähert sich schon der Endgärphase, die verschiedenen Maischetanks vom Zweigelt sind schon fast „durch“ und werden ab Montag nach und nach gepreßt, um Platz für den Blaufränkisch zu schaffen. weiter…

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Von der Traube zum Weißwein, Teil 3

Freitag, 29. September 2006 | Autor:

Der Vorgang des „Entschleimens“

Von der Presse läuft der mehr oder weniger trübe Saft üblicherweise in einen Edelstahltank. Am Ende der Pressung wird der Saft gemischt, um nicht nur die Menge, sondern auch Zuckergehalt, Säure und pH-Wert feststellen zu können. Die Menge ist für alle Behandlungsmaßnahmen und die Wahl des passenden Gärbehälters wichtig, und die Analysen für allfällige spätere Behandlungen und eine Einschätzung des Qualitätspotentials, um den Ausbau darauf abstimmen zu können.

Bevor man daran geht, den Großteil der Trubteilchen aus dem Saft zu entfernen sind einige Überlegungen zu treffen. weiter…

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Frühschluß und der aktuelle Stand

Mittwoch, 27. September 2006 | Autor:

Heute war ich ausnahmsweise schon um halb acht „fertig“, was ohne Pausen etwa einem 11-Stunden-Tag entspricht. Die Lesehelfer arbeiten zwar „nur“ neun Stunden, sind aber genauso müde, da die hohen Temperaturen die Arbeit noch beschwerlicher machen. weiter…

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Waschen, waschen, waschen

Dienstag, 26. September 2006 | Autor:

Meine Premiere als „Kellermeister“ bei der Weinlese nach meinem Schulabschluß 1993 brachte eine ziemlich ernüchternde Erkenntnis: 80 Prozent der Arbeit im Keller besteht aus Waschen.

Und kaum hat die Lese 2006 begonnen, stehe ich schon wieder stundenlang in Gummistiefeln und wasche Schläuche, Tanks, Presse, Rebler, Kübel und andere Gerätschaften. Während Weinreste nämlich auch nach ein paar Stunden noch relativ mühelos zu entfernen sind, trocknet der unvergorene Traubensaft recht schnell ein und ist dann nur mit dem doppelten Aufwand, mit Bürsten und Chemie zu entfernen. Außerdem ist der Traubensaft weit anfälliger für Mikroorganismen, sodaß Hygiene während der Ernte noch viel wichtiger ist, als sonst.

Die Vorgangsweise sieht daher folgendermaßen aus: Was auch immer ich benütze, nach dem Gebrauch wird es sofort gewaschen. Auch wenn ich es voraussichtlich eine halbe Stunde später wieder benötige.

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Ein Lob der Faulheit

Montag, 25. September 2006 | Autor:

Mein Vater und ich sind schon vor einiger Zeit zu der Überzeugung gelangt, daß die meisten Erfindungen aus purer Faulheit gemacht wurden. Wäre nicht irgendwo, irgendwann einem klugen Kopf das Schleppen von schweren Lasten zu blöd geworden, wäre das Rad und seine Weiterentwicklungen wohl nie erfunden worden. weiter…

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Jetzt ist es aber höchste Zeit

Montag, 25. September 2006 | Autor:

Nach dem „Vorspiel“ mit dem Muskat Ottonel am Freitag und Samstag hat heute die Lese so richtig begonnen. Der Muskat ist im Keller und die Charge vom Freitag beginnt langsam zu gären. Mit gut 17° KMW (85 °Oe), etwa 6 g/l Säure, einem pH-Wert von 3,45, noch gesunden und aromatisch sehr reifen Trauben könnte es ein sehr guter Jahrgang werden. weiter…

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Von der Traube zum Weißwein, Teil 2

Sonntag, 24. September 2006 | Autor:

Die Pressung

Weltweit sind heutzutage pneumatische Pressen aus Edelstahl der Standard. Erst sie erreichen – nach diversen technischen Zwischenschritten, die vor allem eine Vereinfachung, selten aber eine Qualitätsverbesserung gebracht haben – wieder die Mostqualität, die die gute alte Baumpresse zu erzielen in der Lage war. weiter…

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Jetzt geht´s los!

Freitag, 22. September 2006 | Autor:

Die letzten Wochen waren geprägt von einer ganz besonderen Stimmung. Eine Mischung aus Ungeduld, Vorfreude, ungläubigem Staunen über das sensationelle Septemberwetter und Furcht vor einem jähen Ende der guten Hoffungen für den Jahrgang 2006.

Jetzt ist es endlich soweit. Nachdem wir gestern eine kleine Menge Grünen Veltliner für den Traubensaft geerntet haben, war heute in den kühleren Morgenstunden der erste Teil des Muskat Ottonel an der Reihe.

Auch wenn die nächsten Wochen die anstrengendsten des Winzerjahres sind, in denen man mitunter auch an die Grenzen der physischen und psychischen Belastbarkeit gerät, heute ist für mich ein Tag der Freude:

Die Lese 2006 hat begonnen!

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Von der Traube zum Weißwein, Teil 1

Donnerstag, 21. September 2006 | Autor:

Die Zeit der Weinlese bringt für den Kellermeister lange Arbeitstage und kurze Nächte. Was während des kurzen Zeitfensters zwischen Ernte und Gärbeginn bzw. Gärung verabsäumt wird, kann später kaum noch nachgeholt werden.

Dabei geht es allerdings nicht um einen möglichst umfangreichen Einsatz von technischem Gerät, Weinbehandlungsmitteln und Zusatzstoffen, sondern vielmehr um eine Vielzahl von kleinen und kleinsten Entscheidungen, die auch wenn sie unbedeutend erscheinen, in Summe doch den Stil und die Qualität des künftigen Weines prägen. weiter…

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Handlese vs. Erntemaschine

Mittwoch, 20. September 2006 | Autor:

Wie fast alle österreichischen Spitzenbetriebe ernten auch wir ausschließlich von Hand. Das hat mit qualitativen Überlegungen zu tun, aber sehr viel auch damit, daß es (noch) genügend motivierbare Helfer aus den Nachbarländern gibt, die praktischerweise an die österreichischen Weinbaugebiete angrenzen.

Die maschinelle Ernte hat ihren schlechten Ruf nämlich nicht immer zu Recht. Internationale Beispiele (Bordeaux!, Australien,…) zeigen, daß maschinell geerntete Weine zumindest bis in den Bereich der qualitativ gesehen oberen Mittelklasse vordringen können. weiter…

Thema: Reben und ihre Pflege | 2 Kommentare