Hektar und Hektoliter

Donnerstag, 30. November 2006 | Autor:

Ein aufmerksamer Leser dieser Seiten hat mich per E-Mail um Aufklärung gebeten, wieviel Ertrag ein Hektar Weingarten erbringen kann und ob es da große Unterschiede gibt:

Der Traubenertrag unterliegt tatsächlich enormen Schwankungen. Die Faustregel, daß ein niedrigerer Ertrag eine höhere Qualität bedeutet trifft dabei nicht immer zu. Wie hoch die Erntemenge ist, und wie hoch die Qualität hängt von vielerlei Faktoren ab: weiter…

Thema: Reben und ihre Pflege | Ein Kommentar

Schade!

Dienstag, 28. November 2006 | Autor:

Erst gestern habe ich mit einigen Winzerkollegen über die künftige Strategie der Wein(werbung) Burgenland und ihres Geschäftsführers Willi Balanjuk diskutiert.

Und heute lese ich in der „Presse„, daß Willi Balanjuk eine neue Herausforderung als Geschäftsführer des neu übernommenen Wiener Traditionsweingutes Mayer am Pfarrplatz gefunden hat.

Auch wenn es wahrscheinlich manche anders sehen, finde ich es schade, daß er mit seinem Wissen und seinen Kontakten künftig nicht mehr für das Burgenland arbeiten wird. Willi Balanjuk hat in relativ kurzer Zeit mit bescheidenen Mitteln und im ständigen Ringen mit den diversen Weinbauverbänden, Kammern und Gremien Beachtliches zustande gebracht. In Kenntnis der schwierigen Arbeitsbedingungen kann ich ihm seine Entscheidung aber nicht verdenken.

Nachdem er der Weinbranche und dem Club der Weinakademiker als Präsident ja erhalten bleibt, wird sich aber wohl auch künftig die Gelegenheit zu einer spannenden Diskussion mit ihm ergeben.

Thema: Wein-Medien-News | 5 Kommentare

Na sowas!

Samstag, 25. November 2006 | Autor:

Verknüpfungen via Links sind an sich eine recht praktische Sache. Sie erleichtern die Suche im WWW und (ver-)führen mitunter zu recht spannenden Reisen durch die virtuelle Welt. Wenn jemand einen Link zu meinen Seiten einrichtet, bin ich in der Regel darüber erfreut und habe meist auch eine Erklärung dafür.

Wie ich aber zu einem Link auf dieser – ähm – kontaktfördernden Seite gekommen bin, konnte ich mir zuerst nur schwer erklären.

Ich bin mir nicht einmal sicher, ob es tatsächlich ein Link ist, was mein Blog-Programm als eingehenden Link anzeigte. Beim nächsten Einloggen war er nämlich wieder weg, dann wieder da und jetzt wieder weg. Soweit ich eruieren konnte war mein Beitrag über die Reise in die Schweiz dafür verantwortlich. Der enthält nämlich (in ganz anderem Zusammenhang, wie man hier nachlesen kann) die Kennworte (?) „Seitensprung“ und „Wien„.

Und das hat scheinbar genügt.

Thema: Allgemeine Randnotizen | 2 Kommentare

Die Ausnahme, die die Regel bestätigt

Freitag, 24. November 2006 | Autor:

Etikettensammler sind ein ganz eigenes Phänomen. Sowohl der deutsche als auch ein österreichischer Winzerblogger haben sich schon damit beschäftigt. Kein Wunder, schließlich trudeln im Schnitt zwei bis drei Anfragen von Etikettensammlern pro Monat beim durchschnittlichen Winzer ein. weiter…

Thema: Verkauf und Marketing | Ein Kommentar

Zielgruppe: Winzer

Donnerstag, 23. November 2006 | Autor:

Zuerst wunderte ich mich, warum uns ein Hotel mit dem wir noch nie etwas zu tun hatten unaufgefordert bunte Winterurlaubsprospekte schickt. weiter…

Thema: Kunterbunte Weinwelt | 2 Kommentare

Wie entsteht Rotwein? (Teil 3)

Donnerstag, 23. November 2006 | Autor:

Während der Gärung

Rotwein benötigt mehr Sauerstoff für seine Entwicklung als Weißwein. Er fördert die Polymerisation der Tannine und damit den angenehm weichen Geschmack der Gerbstoffe und die Stabilität von Farbe und Tannin. weiter…

Thema: Wie entsteht Rotwein? | 3 Kommentare

Same procedure as last year?

Mittwoch, 22. November 2006 | Autor:

Same procedure as every year!

Zum Jahreswechsel wird vieles teurer. Sagen uns seit Wochen nicht nur die Vertreter der Glas-, Kork- und Verpackungsbranche. Der Ölpreis! Die Inflation! Die neuen Kollektivverträge! Die LKW-Maut! Und überhaupt!

Aber wenn jetzt sofort bestellt wird, und heuer noch ausgeliefert, dann, ja dann…

Also habe ich heute einen Halbjahresbedarf an Flaschen bestellt, eine kleine Menge an besonders teuren Korken und einen Zweijahresbedarf an Weinkartons. Der Stückpreis bei individuell angefertigten Dingen sinkt nämlich rapide mit der Auflage.

Etliche tausend Euro, einfach so, per Fax, E-Mail oder Telefon. Ob allen Weinfreunden bewußt ist, welche Kosten rund um den Inhalt der Flasche entstehen, von der er gerade ein Gläschen trinkt?

Thema: Verkauf und Marketing | 7 Kommentare

Überfällig…

Dienstag, 21. November 2006 | Autor:

…ist der Kontakt mit den österreichischen Winzerbloggern aus dem Weinviertel. Zumal ich einige von ihnen aus der Zeit an der Weinbauschule oder der Weinakademie persönlich kenne.

Nur wenige Tage nachdem meine Seiten online gegangen sind, haben sie ein gemeinsames Web-Tagebuch eröffnet, das es mittlerweile als „daily soap“ bezeichnet bis einschlägige Fachzeitschriften geschafft hat. Kein Wunder, schreiben dort doch mittlerweile sieben helle Köpfe, während ich hier alleine werke 😉

Herzliche Grüße aus dem Burgenland ins Weinviertel!

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Wie entsteht Rotwein? (Teil 2)

Samstag, 18. November 2006 | Autor:

Die Maischegärung…

…ist die wichtigste und einzig sinnvolle Methode, um qualitativ hochwertige Rotweine zu erzeugen. In der Regel werden dafür die Beeren von den Stielen getrennt (gerebelt) und anschließend schonend aufgequetscht. Die dabei entstehende Mischung von Schalen, Saft und Kernen nennt man Maische. weiter…

Thema: Wie entsteht Rotwein? | 3 Kommentare

Droht ein Grüner-Veltliner-Engpaß?

Samstag, 18. November 2006 | Autor:

Seit Wochen beklagen praktisch alle Kollegen aus Niederösterreich die geringen Erntemengen beim Grünen Veltliner. Renommierte Weingüter stimmen ebenso in den Chor ein, wie die österreichische Weinwerbung.

Der Handel befürchtet nun offenbar einen Veltliner-Engpaß und zahlt mittlerweile auf dem freien Faßweinmarkt selbst für bescheidenste Qualitäten anstatt der üblichen 35 Cent schon beinahe kostendeckende 50 Cent. weiter…

Thema: Wein-Medien-News | 2 Kommentare

Spannende Entwicklungen

Mittwoch, 15. November 2006 | Autor:

Nicht immer tut ein Wein im Lauf seiner Entwicklung genau das, was man von ihm aufgrund langjähriger Erfahrung erwartet. Manchmal gibt es ein unverhofftes Happy End, hin und wieder aber auch eine böse Überraschung. weiter…

Thema: In Presshaus und Keller | 3 Kommentare

Die Macht von Medien und Zahlen, Teil 3

Dienstag, 14. November 2006 | Autor:

Fragwürdige Umrechnungen von Zahlen (Teil 1) und pseudowissenschaftliche Schlüsse aus Statistiken (Teil 2), die ein negatives Weinbauern-Image verbreiten, schaffen es ins Fernsehen oder in große Tageszeitungen.

Zahlenspielereien, die die Bedeutung und die positiven Leistungen der Landwirtschaft darstellen bleiben hingegen meist ein Insiderthema. weiter…

Thema: Allgemeine Randnotizen | 3 Kommentare

Die Macht von Medien und Zahlen, Teil 2

Montag, 13. November 2006 | Autor:

„Die Preise für Rotwein sind im Augenblick überhöht“

So lautet die Schlagzeile eines Berichtes der Tageszeitung „Die Presse“ vom 11. November 2006 über eine Diplomarbeit, die als eine der fünf besten an der Wirtschaftsuniversität ausgezeichnet wurde. weiter…

Thema: Wein-Medien-News | 4 Kommentare

Die Macht von Medien und Zahlen, Teil 1

Sonntag, 12. November 2006 | Autor:

Zweifellos gibt es Medienberichte, die ähnlich sorgfältig gemacht sind, wie guter Wein. Als optimistischer Mensch gehe ich sowohl beim Wein als auch beim Journalismus davon aus, daß es sich um die überwiegende Mehrheit handelt.

Wird ein Wein bewußt oder aus Schlampigkeit unsauber hergestellt, kann das (fast) jeder schmecken. Wenn hingegen journalistisch geschlampt wird, ist das für den Zuseher/Hörer/Leser nur in jenen Teilbereichen erkennbar, in denen er selbst kompetent ist. Die Mehrzahl der Medienkonsumenten kann den Wahrheitsgehalt eines Beitrages nicht einschätzen. Aber selbst wenn man Medienberichten skeptisch gegenübersteht, läßt sich nicht verhindern, daß man von ihnen beeinflußt wird. Latente Vorurteile werden bestätigt, das Konsumverhalten verändert und das Mißtrauen gegenüber allem und jedem befördert. weiter…

Thema: Wein-Medien-News | 3 Kommentare

An ihren Händen sollst du sie erkennen

Samstag, 11. November 2006 | Autor:

Rotwein-Winzer, die auch noch tatsächlich selbst Hand anlegen erkennt man um diese Jahreszeit an ihren Händen.

Wie alle Kellermeisterhände sind sie rauh vom ständigen Hantieren mit Wasser oder Wein. Und selten sind sie ohne kleine Schnitte oder Wunden. An Tanks, Armaturen, Schäuchen und Gerätschaften warten jede Menge Ecken und Kanten nur darauf, daß man sich an ihnen verletzt.

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Glück und Können

Freitag, 10. November 2006 | Autor:

Seit einigen Tagen ist auch der letzte Blaufränkisch mit dem biologischen Säureabbau fertig. Das habe ich zum Anlaß genommen, um gestern und heute die Weine von der Feinhefe abzuziehen, dabei zu belüften und anschließend zu schwefeln. (Näheres dazu folgt demnächst in den Berichten zur Rotweinherstellung.) Außerdem habe ich den heurigen Cabernet belüftet und den Blaufränkisch Reserve 2005 für die in wenigen Wochen geplante Abfüllung in einen Transporttank umgepumpt.

Insgesamt habe ich dabei knapp 20.000 Liter Wein bewegt, der in 20 Barriques sowie 9 Fässern und Tanks zwischen 800 und 4300 Litern gelagert wurde. Einige Weine wurden aus dem Behälter heraus vom Trub abgezogen und anschließend wieder in den gereinigten Behälter zurückgepumpt. Andere kamen mit oder ohne Zwischenstation von Tanks in Fässer oder von Fässern in Barriques. Etwa 400 Liter Hefetrub warten noch darauf, in den Weingarten ausgebracht zu werden.

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Wie entsteht Rotwein? (Teil 1)

Donnerstag, 9. November 2006 | Autor:

Bei den meisten Rotweinsorten (und bei allen Spitzensorten) ist der Saft in den blauen Beeren völlig farblos. Farbstoffe und Tannine sind (wie auch die meisten Mineralstoffe) in der Schale eingelagert. Dieses Phänomen macht die Rotweinsorten wesentlich vielseitiger als die Weißweintrauben:

Weißer Wein aus blauen Trauben 

Werden blaue Trauben (von Sorten ohne färbendem Saft) sorgfältig von Hand gelesen, vorsichtig in kleinen Behältern transportiert und ohne allzugroße Belastung direkt in die Presse gefüllt, kann man aus blauen Trauben auch Weißwein erzeugen. Da bei dieser Vorgangsweise die Schalen kaum verletzt werden, geben diese auch keine Farbstoffe frei und der erste Saft, der bei einer schonenden Pressung (u.U. mit besonderen Preßtypen) abläuft ist beinahe wasserhell (da ja auch die typischen Weißweinfarbstoffe fehlen). weiter…

Thema: Wie entsteht Rotwein? | 5 Kommentare

Zu Lande, zu Wasser und in der Luft,…

Donnerstag, 9. November 2006 | Autor:

…zweimal in 28 Stunden!

Am Montag hatte ich das Vergnügen, gemeinsam mit einigen Kollegen aus Niederösterreich unsere Weine bei einem ganz speziellen Menü in St. Gallen in der Schweiz zu präsentieren. Aber nicht nur das Menü war speziell, sondern auch die Reise. weiter…

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Ein Zwischenbericht aus dem Weinkeller

Montag, 6. November 2006 | Autor:

Nach dem Ende der Gärung und dem Abziehen vom Geläger verlangsamt sich die Entwicklung der Jungweine deutlich. Dementsprechend wird das Zeitfenster, in dem einzelne Maßnahmen erledigt werden müssen immer größer, und die Abstände zwischen den Aktivitäten immer länger. weiter…

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Blog unerreichbar

Samstag, 4. November 2006 | Autor:

Aus mir (noch) unbekannten Gründen waren diese Seiten einige Stunden nicht erreichbar. Entweder hat mein Provider (am Wochenende!) darauf reagiert, oder mein persönlicher IT-Administrator konnte das Problem lösen. Herzlichen Dank!

Der gestrige Beitrag, den ich mangels Blog-Zugang nicht schreiben konnte wird demnächst nachgeholt.

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Punktgenau?!

Mittwoch, 1. November 2006 | Autor:

Die heurige Ernte hat uns zahlreiche hochgrädige Moste im Prädikatsweinbereich beschert, die wir aber überwiegend als Qualitätsweine deklarieren werden. Spätlese und Co. werden fast automatisch mit Süßwein assoziiert, und um Mißverständnissen vorzubeugen, stufen wir hochgradigere Weine zu Qualitätswein ab, wenn sie trocken ausgebaut wurden.

Als „richtige“ Prädikatsweine gelten für uns deshalb nur der Traminer im Grenzbereich zwischen Spät- und Auslese (21°KMW), eine hohe Auslese vom Pinot blanc (mit 24,5°KMW nur knapp unter der Beerenauslese) und eine Beerenauslese (die mit 28,5°KMW eigentlich schon ein Ausbruch ist) vom Neuburger. weiter…

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