Zum Jahreswechsel

Sonntag, 31. Dezember 2006 | Autor:

„Wird´s besser? Wird´s schlimmer?“

fragt man alljährlich.

Seien wir ehrlich:

Leben ist immer

lebensgefährlich.

(Erich Kästner)

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Ohne Rauch geht´s auch

Samstag, 30. Dezember 2006 | Autor:

Eine der ersten Maßnahmen auf die sich ÖVP und SPÖ bei den laufenden Koalitionsverhandlungen einigen konnten war die verpflichtende Einrichtung von geschlossenen Raucherzonen (nicht: Nichtraucherzonen!) in der Gastronomie. So berichtete es u.a. die Presse. Abgesehen davon, daß es wichtigere Punkte gäbe, die eine große Koalition umsetzen sollte finde ich das durchaus erfreulich.

Dieser Anlaß hat die ewige Debatte zwischen Rauchern und Nichtrauchern wieder einmal angeheizt. Auf der Leserbriefseite der gestrigen Printausgabe des Kurier lieferten sich Befürworter und Gegner einen heftigen Schlagabtausch. Und wie immer darf bei solchen Debatten auch der Vergleich von Rauchen und Alkoholkonsum nicht fehlen.

Formulierungen a la „…daß ein Betrunkener mit seinem Auto bei einem Unfall wesentlich mehr menschen schädigen, wenn nicht gar töten könnte und dies auch tut„, „…das das Alkoholproblem mit allen negativen Konsequenzen immer ein Kavaliersdelikt bleiben wird“ haben mich zu folgendem Leserbrief an den Kurier bewogen: weiter…

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Traue keiner Statistik…

Donnerstag, 28. Dezember 2006 | Autor:

…die du nicht selbst interpretiert hast!

Wie ich schon vor einiger Zeit unter „Die Macht von Medien und Zahlen 1, 2 und 3“ berichtet habe, ist der Umgang mit Statistiken und Zahlen nicht unproblematisch. In seinem heutigen Kommentar in der Wiener Zeitung bringt es Andreas Unterberger auf den Punkt: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Bei aller gebotenen Vorsicht erscheinen mir aber zwei Statistiken im Jahresbericht der ÖWM doch sehr aussagekräftig: weiter…

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Wein in der ZiB

Donnerstag, 28. Dezember 2006 | Autor:

Der österreichische Wein schafft es relativ selten in die Hauptnachrichtensendung des ORF, die Zeit im Bild. Heute Abend war es wieder einmal soweit. Unter dem TitelWein: Gute Qualität, aber zu wenig“ berichtete die Wirtschaftsredaktion über eine Pressemeldung der heimischen Weinwerbung (ÖWM) zum Jahresausklang.

Darin wird nicht nur die hohe Qualität des Jahrgangs 2006 gelobt und die (vor allem in Niederösterreich) geringe Erntemenge beklagt, sondern auch über die Exporterfolge des heimischen Weines berichtet. Die in Flaschen exportierte Weinmenge ist 2006 zwar etwas geringer als 2005, der damit erzielte Umsatz ist aber höher. Es konnten also weniger Flaschen Wein zu einem höheren Preis exportiert werden. Ob das aber tatsächlich ausschließlich an der geringen Erntemenge des Vorjahres liegt, wage ich aber zu bezweifeln.

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Traisental DAC

Donnerstag, 28. Dezember 2006 | Autor:

Wie bereits zahlreiche Medien und auch das Landwirtschaftsministerium berichtet haben, gibt es mit dem Traisental ab dem Jahrgang 2006 das dritte DAC-Gebiet in Österreich.

Abgesehen davon, daß mir der Sinn des in Österreich propagierten Konzeptes zur Herkunftsorientierung auch nach fast zehn Jahren der Diskussion noch immer nicht ganz klar geworden ist, habe ich persönlich mit dem Traisental ganz spezielle Verständnisschwierigkeiten. weiter…

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Von der Traube zum Weißwein, Teil 9

Mittwoch, 27. Dezember 2006 | Autor:

Filtration: Wann, wie und warum?

Fast alle Weißweine werden heutzutage je nach Entwicklung und angestrebtem Weinstil während ihrer Faßreife und/oder vor der Abfüllung filtriert. Vor der Erfindung des Schichtenfilters  1913 bzw. dessen Verbreitung auch in kleineren Weinkellern ab den 1950er-Jahren wurden Weißweine durch mehrmaliges Abziehen von den Trubstoffen und eine Klärschönung mit Hausenblase von den sichtbaren Trubstoffen befreit. weiter…

Thema: Von Traube zu Weißwein | 6 Kommentare

Liebe Weinfreunde!

Samstag, 23. Dezember 2006 | Autor:

Es heißt, der Advent wäre die stillste Zeit des Jahres. Dabei geht es gerade vor Weihnachten bei uns besonders turbulent zu.

Manchmal aber, in einem kurzen Moment des Innehaltens, kommt doch so etwas wie Besinnlichkeit auf. Der Gedanke daran, daß schon wieder ein Jahr viel zu schnell vergangen ist. Und die Freude und Dankbarkeit über einen guten Jahrgang in den Fässern.

Während wir in den vergangenen Wochen unter anderem damit beschäftigt waren, den Weinvorrat unserer Kunden für die kommenden Festtage zu ergänzen, stellte sich bei uns die Vorfreude auf erholsame Tage im Kreis der Familie ein. Dabei darf natürlich ein gutes Glas Wein nicht fehlen!

Ich danke allen Blog-Lesern für Ihr Interesse und wünsche Ihnen frohe Weihnachten und alles Gute für das neue Jahr.

Auf Ihr Wohl!

Bernhard Fiedler

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News aus dem Keller

Sonntag, 17. Dezember 2006 | Autor:

Vorgestern habe ich wieder einmal den ganzen Keller durchgekostet. So ausführlich habe ich die 2006er seit mehr als zwei Wochen nicht mehr probiert und es war spannend zu sehen, wie sich die Weine entwickelt haben. Die Weißweine sind alle (naturgemäß mit Ausnahme des mittlerweile im Faß verkauften Entschleimungstrubes) sehr sehr zufriedenstellend. Die Entwicklung des Chardonnay, der eine Zeit lang mein Sorgenkind war läßt sich am besten mit „vom häßlichen Entlein zum stolzen (noch etwas zurückhaltenden) Schwan“ beschreiben. weiter…

Thema: In Presshaus und Keller | Beitrag kommentieren

Von der Traube zum Weißwein, Teil 8

Sonntag, 17. Dezember 2006 | Autor:

Auf der Feinhefe

Auch nach dem Abzug verbleibt noch genug Hefe im Wein um ihn reduktiv und frisch zu halten (wie der Oenologe Volker Schneider in einer Publikation eindrucksvoll dargelegt hat). In diesem Stadium, auf der nur langsam zu Boden sinkenden „Feinhefe“, reift der Wein deutlich langsamer heran als während der Endgärung und kurz danach.

Viele Winzer sehen heutzutage in der Feinhefe eine Gefahr und Beeinträchtigung für den Weißwein. Trübe, qualitativ eher mäßige Weine werden gelegenlich mit dem Argument „na wenn er erst einmal klar ist, wird er schon gut werden“ schöngeredet. Dementsprechend wird die Reifephase auf der Feinhefe oft sehr kurz gehalten und die Weine schon wenige Tage oder Wochen nach dem (meist sehr frühen) Abziehen vom Geläger blank filtriert. Nicht selten landen diese Weine dann auch noch im Erntejahr in der Flasche.

Dabei legt eine gewisse Reifephase auf der Feinhefe den Grundstein für langlebigere Weine. Auch wenn es paradox klingen mag: Weine sehr jung in die Flasche kommen werden dort schneller alt, als Weine, die im Tank oder im Faß „altern“ dürfen, bevor sie abgefüllt werden. weiter…

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Wie entsteht Rotwein? (Teil 5)

Donnerstag, 14. Dezember 2006 | Autor:

Der Weg zur (Säure-)Harmonie

Der Säuregehalt eines Weines besteht hauptsächlich aus Weinsäure und Äpfelsäure. In wärmeren, „reiferen“ Jahren überwiegt meist die Weinsäure, in kühleren, „unreiferen“ eher die Äpfelsäure.

Während beim Weißwein in der Regel die Säure das bestimmende Strukturelement ist, übernimmt beim Roten das Tannin diese Funktion. Die Säure sollte beim Rotwein geschmacklich in den Hintergrund treten, um das unharmonische Aufeinandertreffen von hoher Säure und markentem Tannin zu vermeiden. Reife blaue Trauben enthalten jedoch kaum weniger Säure als Weißweinsorten. Aus diesem Grund muß der Säuregehalt im fertigen Wein reduziert werden um ein mildes Geschmacksbild zu erreichen. weiter…

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