Grenzkrieg an der Weinstraße

Montag, 30. Juli 2007 | Autor:

Seit einigen Wochen geistert eine eher kuriose Geschichte rund um die südsteirische Weinstraße durch den österreichischen Medienwald. Wenn ich die Sache richtig verstanden habe, geht es dabei um Folgendes:

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Alle Jahre wieder

Samstag, 28. Juli 2007 | Autor:

Noch sind die letzten Beeren unserer Zweigelt-Trauben in Seenähe nicht verfärbt, aber trotzdem sind sie bereits eine beliebte Abwechslung auf dem Speiseplan des Stars.

Erste Schäden durch die Stare 2007

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Heimatgefühle (3)

Freitag, 27. Juli 2007 | Autor:

Wenn wir einige Tage von zu Hause weg sind, manchmal aber auch schon nach einem langen Weinliefertag, gilt die erste Aufmerksamkeit bei der Heimkehr fast immer unseren Weingärten. Dafür fahren wir meist die letzten Kilometer bis Mörbisch nicht auf der Bundesstraße, sondern (entsprechend langsamer) auf dem Güterweg.

Diese Besichtigungen haben nur sehr wenig mit der laufenden, weinbautechnisch notwendigen Kontrolle der Weingärten zu tun. Schließlich passieren selbst während der Reifezeit – Frost, Hagel oder Erosionsschäden nach Gewittern ausgenommen – an einem einzigen Tag der Abwesenheit keine dramatischen Veränderungen. Und meist betrachten wir die Weingärten bei der Heimfahrt auch nur im Vorbeifahren vom Auto aus.

Es handelt sich vielmehr um eine sentimentale Angewohnheit, ein Ritual. Sich wieder daheim zu fühlen bedeutet natürlich mehr, als die eigenen Weingärten anzuschauen und sich an ihnen zu erfreuen. Aber das zählt für uns ganz bestimmt dazu.

Und vielleicht ist es auch ein bißchen das schlechte Gewissen, sie allein gelassen zu haben, das uns bei der erstbesten Gelegenheit wieder in die Weingärten treibt…

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Jahrgangsangepaßtes Arbeiten…

Samstag, 21. Juli 2007 | Autor:

…bedeutet für uns Weinbauern natürlich auch jahrgangsangepaßtes Urlauben. Normalerweise beschert uns die Natur zwischen den letzten Arbeiten im Weingarten und der Endphase der Traubenreife (samt Reifemessungen und Lesevorbereitung) ein paar ruhigere Wochen, die sich gut dazu eignen wieder Kraft zu tanken.

In frühen Jahren wie heuer ist diese Phase deutlich kürzer und natürlich auch nach vorne verschoben. Deshalb nütze ich die nächste Woche zur Erholung mit meiner Familie. In dieser Zeit wird es keine Beiträge geben und eventuelle Kommentare werden von mir auch nicht freigeschaltet.

Außer es gibt in unserem Hotel am Meer wider erwarten einen Gratis-Webzugang und ich kann mich nicht zurückhalten 😉

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40 Grad im Schatten…

Freitag, 20. Juli 2007 | Autor:

…waren es heute wahrscheinlich nicht ganz, auch wenn unser Thermometer das angezeigt hat. Aber „offiziell“ gemessene 39°C in Neusiedl am See und 39,5°C in Andau im Seewinkel (um 0,2°C unter dem absoluten Österreichrekord von 1983 in Kärnten) reichen mir auch.

Diese Hitze belastet aber nicht nur uns Menschen, sondern auch die Reben. Um ihren Wasserverbrauch zu reduzieren, stellen sie während der heißesten Stunden des Tages ihre Stoffwechsel fast ganz ein, indem sie die Spaltöffnungen der Blätter so weit wie möglich schließen. Dadurch senken Sie nicht nur die Wasserverdunstung, sondern auch die CO2-Aufnahme aus der Luft, was die Photosynthese ziemlich zum Erliegen bringt.

Auch wenn manche nach wie vor der Meinung sind, besonders heiße Sommer seien ideal für die Rebe, bevorzugt diese Temperaturen zwischen etwa 25 und 28°C. Da läuft die Photosynthese den ganzen Tag von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang auf Hochtouren.

Die Hitze und die unbarmherzige Sonneneinstrahlung erhöhen aber nicht nur den Wasserstreß der Reben, sondern haben auch direkte Auswirkungen auf die Trauben. Wie der Kurier berichtet, klagen einige Winzerkollegen über massive Sonnenbrand-Schäden. Ganz zu verhindern sind diese in Sommern wie dem heurigen tatsächlich kaum, aber bei einer jahrgangsangepaßten Laubarbeit hält sich ihr Ausmaß in kaum nennenswerten Dimensionen.

Hoffentlich kommt zum Wochenende tatsächlich der angekündigte „Temperatursturz“ um 10°C, was ja immer noch Höchsttemperaturen von knapp 30°C bedeuten würde. Und noch wichtiger als etwas kühlere Temperaturen wäre ein ergiebiger Regen. Die 30 Millimeter vom 10. Juli sind nämlich schon längst wieder verdunstet.

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Weinreben und Klimawandel im Sommerloch

Dienstag, 17. Juli 2007 | Autor:

Als aufmerksamer Medienbeobachter und Klimawandelshysterie-Verweigerer ist man ja einiges gewöhnt. Gerade während der Saure-Gurken-Zeit, wenn es wenig zu berichten gibt und das Ungeheuer von Loch Ness ausnahmsweise einmal nicht für eine Schlagzeile herhalten muß.

Dieser Bericht des Bayerischen Rundfunks, gefunden via Drink Tank, schafft es aber trotzdem, bei mir ein ungläubiges Staunen hervorzurufen. So eine Ente ist mir noch selten untergekommen.

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Laubarbeiten (2)

Montag, 16. Juli 2007 | Autor:

Beim Recherchieren im eigenen Blog (ja, so umfangreich ist er schon, nach nichteinmal einem Jahr 😉 ) für einen Beitrag über das Ausdünnen bin ich auf diesen Artikel über die Laubarbeit gestoßen, der bisher keine Fortsetzung gefunden hat, obwohl ich diese offenbar geplant hatte.

Seit dem damals beschriebenen Ausjäten der Triebe hat sich punkto Laubarbeit viel getan:

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So bizarr können Weinreben sein!

Samstag, 14. Juli 2007 | Autor:

Weinranke

Die Weinrebe ist eine Kletterpflanze. Mit Ranken wie dieser sucht sie Halt an den möglichsten und unmöglichsten Stellen.

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Wiener Blut

Mittwoch, 11. Juli 2007 | Autor:

Wiener Blut 2007
Foto: Seefestspiele Mörbisch by Lichtstark.com

Morgen Donnerstag hat die OperetteWiener Blut“ bei den diesjährigen Seefestspielen in Mörbisch Premiere. Unter der (langjährigen) Intendanz von Harald Serafin führt dabei erstmals Maximilian Schell Regie. Und erstmals in der 50-jährigen Geschichte der Seefestspiele wird die Premiere heuer auch ab 21.05 Uhr live in ORF2 übertragen.

Bereits gestern Dienstag fand die öffentliche Generalprobe statt, für die ich eine Karte hatte. weiter…

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30 Millimeter!

Dienstag, 10. Juli 2007 | Autor:

In der Nacht von gestern auf heute hat es endlich wieder einmal nennenswert geregnet. Für einzelne Weingärten (jung, sandiger Boden) war es bereits höchste Zeit, auch wenn sie gottseidank noch keine echten Trockenschäden gezeigt haben.

Während andere Gebiete in den letzten Wochen eher zuviel als zu wenig Niederschläge hatten, waren es bei uns gerade einmal ein paar Millimeter, die verdunstet sind, bevor sie überhaupt die Rebwurzeln erreichen konnten.

Der Wassernachschub wird die rasch voranschreitende Reife weiter beschleunigen, auch wenn es im Moment herbstlich kühl ist (was uns heuer, wie hier schon einmal beschrieben, nicht ganz unrecht ist).

Am 5. Juli hat die Umfärbung der Zweigeltbeeren in unseren Weingärten begonnen, drei Tage früher als 2003 und eine Woche früher als 2000! Mittlerweile muß man mit einem Lesebeginn für die Frühsorten ab dem 20. August rechnen…

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Weinrallye 1 – Reif für die Insel

Dienstag, 10. Juli 2007 | Autor:

Weinrallye

Das Thema

Die erste deutschsprachige Wein(blog)rallye befaßt sich nach dem Vorschlag des Winzerbloggers mit Weinen, die von einer Insel (Ausnahme Australien als Kontinent) stammen.

Nach englischsprachigem Vorbild schreiben dabei so viele Weinblogger wie möglich über ein und das selbe Thema und beleuchten damit nicht nur die Vielfalt an Inselweinen, sondern zeigen mit ihrem jeweils ganz persönlichen Blog-Stil auch die unterschiedlichsten Herangehensweisen an das Thema Wein. (Winzerblogger Thomas hat mittlerweile auch alle Rallye-Beiträge samt Links zusammengefasst.)

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Heimatgefühle (2)

Montag, 9. Juli 2007 | Autor:

Das Leben in der Dorfgemeinschaft am Land ist manchmal weit weniger idyllisch als gemeinhin angenommen. Schon seit längerem sammle ich in meinem Hinterkopf Beobachtungen, die zeigen, welche negativen Seiten es mit sich bringt, daß (mehr oder weniger) jeder jeden kennt und welche wenig erfreulichen Auswirkungen manche Ansichten und Einstellungen in der Praxis haben können. Wenn ich mich wieder einmal besonders ärgern muß, werde ich vielleicht auch darüber schreiben.

Manchmal ist es aber auch rührend schön, wenn man nicht in der Anonymität der Großstadt lebt. So wie gestern Sonntag um 9.00 früh. weiter…

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Heimatgefühle (1)

Sonntag, 8. Juli 2007 | Autor:

Gestern Samstag fand (nicht im Mörbisch) die Hochzeit der Schwester meiner Frau statt und auf dem Heimweg um 5.00 Uhr früh bot sich mir ein ganz besonderes Bild, das mir wieder einmal die Verbundenheit mit meiner „Herkunft“ bewußt gemacht hat.

Nun könnte man einwenden, daß ich „unseren“ See tagtäglich so oft im Blick habe, daß ich ihn manchmal gar nicht mehr wahrnehme.

Aber wenn man von „auswärts“ kommt, sei es aus der Großstadt, dem Hochgebirge oder nur von der anderen Seite des Hügels, ist es trotzdem jedes Mal ein ganz besonderer Moment, wenn der Neusiedlersee und die scheinbar unendliche Weite dahinter am St. Margarethener Berg ins Blickfeld rückt.

Und wenn das bald nach der Sommersonnenwende knapp nach Sonnenaufgang passiert, ist es besonders unbeschreiblich. Und mit keinem Foto auch nur annähernd darzustellen.

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EU-Weinmarktordnung in den Medien

Donnerstag, 5. Juli 2007 | Autor:

Wie an der Öffentlichkeitsarbeit des österreichischen und des deutschen Weinbauverbandes zu erkennen ist, gehen die Verhandlungen über die neue EU-Weinmarktordnung jetzt die heiße Phase. Aus gegebenem Anlaß möchte ich auf zwei ältere Texte von mir hinweisen, die dem interessierten Laien die Materie (wie ich hoffe) vielleicht etwas verständlicher machen können:

In diesem Blog-Beitrag vom 17. Februar 2007 habe ich bereits einmal versucht, die geplanten und strittigen Komissionsvorschläge zur Weinmarkt-Reform zu erklären.

Und der folgende leicht adaptierte Beitrag von mir im Wein-plus-Forum vom 21. Mai 2007 (hier die Originalversion) beschäftigt sich mit den Motiven und Verhandlungsstrategien, die das Verhandlungsergebnis schließlich prägen werden.

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Die nächsten Vorboten

Dienstag, 3. Juli 2007 | Autor:

Roesler-Traube an der Hauswand am 3. Juli 2007

Wie hier bereits vor vier Tagen angekündigt, nähert sich der Traubenreifebeginn in Riesenschritten. Heute habe ich die ersten blauen (bzw. noch eher zaghaft rötlich-violetten) Beeren des Jahrgangs 2007 entdeckt. weiter…

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Zeugnisverteilung

Montag, 2. Juli 2007 | Autor:

Es ist natürlich ein Zufall, daß der (?) wichtigste österreichische Weinguide heuer gerade zu Schulschluß erscheint. Aber gewisse Parallelen gibt es zwischen den Zeugnisnoten für die Schüler und den Punktebewertungen für unsere Weine dennoch:

Da wie dort können Punkte bzw. Noten nur eingeschränkt Auskunft über die tatsächlichen Fähigkeiten bzw. Qualitäten geben.

Da wie dort lassen sich die subjektiven Vorlieben des Beurteilenden nie ganz ausblenden (auch wenn sich Schulwissen, zumindest wenn es sich nicht um fächerübergreifende oder soziale Kompetenzen handelt wahrscheinlich objektiver bewerten läßt).

Da wie dort gibt es unendlich viele Möglichkeiten, um zu einem überzeugenden (oder aber auch schwachen) Endresultat zu kommen. Was beim Wein die vielen kleinen Unterschiede der Lagen, Sorten und Weinbereitung sind, sind bei den Schülern die gerade in Österreich momentan heiß diskutierten unterschiedlichsten Schulkonzepte.

Und sowohl beim Wein wie auch bei den Schülern sagen die Noten nicht immer sehr viel darüber aus, welche Erfolge der Betreffende im „wirklichen“ Leben feiern kann.

Mit unseren Noten bin ich übrigens gar nicht so unzufrieden…

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Cabernet Sauvignon 1999

Sonntag, 1. Juli 2007 | Autor:

Als ich unlängst einem Cabernet-Freak alle unsere Cabernet-Jahrgänge beschreiben wollte, ist mir aufgefallen, daß ich von ziemlich allen Weinen ein halbwegs aktuelles Bild im Gedächtnis habe außer vom 97er und vom 99er.

Grund genug, den 99er heute Mittag zum Filetsteak mit Heurigen (Kartoffeln) zu genießen. Den 97er habe ich ja bereits im Rahmen unserer Tage der offenen Kellertür verkostet und hier beschrieben. weiter…

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