Erste Eindrücke

Mittwoch, 29. August 2007 | Autor:

Die ersten Lesetage liegen hinter uns, und immerhin vier verschiedene Sorten sind (zumindest teilweise) bereits im Keller. Trotzdem fällt es mir noch sehr schwer, den Jahrgang einzuordnen.

Einige durchwegs erfreuliche Dinge haben Muskat Ottonel, Grüner Veltliner, Welschriesling und Zweigelt bislang gemeinsam. Die Trauben sind so gesund wie selten. Botrytis, Traubenwelke und Stiellähme sind (noch?) kaum nennenswert. Außerdem ist der Ertrag bei allen Sorten bisher durchaus zufriedenstellend und der angestrebten Qualität angemessen.

Davon abgesehen gibt es aber recht große Unterschiede zwischen den Sorten und/oder Lagen, in denen ich noch kein Muster erkennen kann. weiter…

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Heiße Herausforderung

Montag, 27. August 2007 | Autor:

Wie schon am Samstag steht bei der Weinlese 2007 auch heute und morgen Muskat Ottonel auf dem Programm. Aufgrund der hohen Temperaturen ernten wir die besonders empflindlichen Muskat-Trauben nur am kühleren Vormittag und lesen am Nachmittag die Landwein-Qualitäten des robusteren Grünen Veltliners.

Bei Lufttemperaturen von knapp 30 °C (und am Nachmittag kaum kühleren Trauben) ist eine besonders rasche Verarbeitung der Trauben wichtig, um der Oxidation von Aromastoffen, Essigbakterien und anderen unerwünschten Mikroorganismen keine Chance zu geben.

Im Keller versuchen wir den Most so rasch wie möglich auf verträgliche Temperaturen zu bringen, um das Einsetzen der Gärung zumindest einen Tag hinauszuzögern. Beginnt die Gärung nämlich zu schnell, ist es nicht (mehr) möglich, die Trubstoffe des Mostes (Fruchtfleisch, Erdteilchen,…) absetzen zu lassen und danach abzutrennen.

Wie wichtig dieses sogenannte Entschleimen für die Qualität des Weines ist, habe ich übrigens hier schon einmal beschrieben.

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Es geht los!

Samstag, 25. August 2007 | Autor:

Die letzten Wochen waren geprägt von einer ganz besonderen Stimmung. Eine Mischung aus Ungeduld, Vorfreude und Sorge wegen des erst ausbleibenden und in den letzten Tagen häufigen und ergiebigen Regens.

Jetzt ist es endlich soweit. Nachdem wir vorgestern eine kleine Menge Grünen Veltliner für den Traubensaft geerntet haben, war heute in den kühleren Morgenstunden der erste Teil des Muskat Ottonel an der Reihe.

Auch wenn die nächsten Wochen die anstrengendsten des Winzerjahres sind, in denen man mitunter auch an die Grenzen der physischen und psychischen Belastbarkeit gerät, heute ist für mich ein Tag der Freude:

Die Weinlese hat begonnen!

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Wein-Rallye 3

Donnerstag, 23. August 2007 | Autor:

Weinrallye

Die dritte deutschsprachige Wein(blog)-Rallye wird von Matthias Metze vom Viva-Vino Bio-Weinblog betreut und dreht sich (fast naturgemäß) um Bioweine aus der Sorte Riesling.

Nach meiner Beteiligung an der Premiere und der zweiten Ausgabe muß ich diesmal leider passen. Das liegt vor allem am Termin, denn der 7. September fällt heuer in die Hauptlesezeit und ich bin schon froh, wenn ich es schaffe, halbwegs aktuell vom Werden den neuen Jahrgangs zu berichten.

Und vielleicht zwischendurch die Weinrallye-Beiträge der Kollegen zu lesen 😉

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Einfach zum Nachdenken

Mittwoch, 22. August 2007 | Autor:

Gestern auf der Titelseite der Lidl-Postwurfsendung, gleich neben Foto und Unterschrift von Andreas Goldberger:

Blaufränkisch
Qualitätswein aus dem Burgenland

€ 0,89 je 0,75l-Flasche
beim Kauf eines Originaltrays mit 6 Flaschen (€ 1,19 pro Liter)

Und daneben:

Almdudler traditionell

€ 1,39 je 2l-Flasche (€ 0,70 pro Liter)

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Von wegen Flachland

Dienstag, 21. August 2007 | Autor:

Zugegeben: Unsere Weingärten sind keine Steillagen. Aber so flach, wie manche meinen, ist das Burgenland auch nicht. Wie sonst hätte der gestrige Gewitterregen einen solchen Erosionsschaden anrichten können?

Erosionsschäden Junganlage Muskat Ottonel 20. August 2007

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Jetzt ist es aber genug!

Montag, 20. August 2007 | Autor:

Wenn die Angaben, die ich bekommen habe stimmen, hat uns das Gewitter von heute Nachmittag etwa 50 mm Regen beschert, den unsere Reben eigentlich nicht (mehr) gebraucht hätten. Zum Glück dürfte einiges von dem Wasser oberflächlich abgeflossen sein (hoffentlich ohne allzugroße Erosionsschäden) und ein Teil wird von der jetzt wieder sprießenden Naturbegrünung zwischen den Rebzeilen aufgenommen.

Damit gelangt nur ein Teil der Feuchtigkeit via Rebwurzeln in die Trauben. Die sind bislang sehr gesund und halten wohl einen, wenn auch massiven, Regenschauer aus, ohne sofort deutlichen Fäulnisbefall zu zeigen. Jeder weitere Regen, die zunehmende Traubenreife und warmes Wetter erhöhen aber die Botrytisgefahr.

Und auch wenn man angesichts der hohen Traubenreife schon von Edelfäule sprechen könnte, wären mir mangels Süßweinbedarf und Lust am mühsamen Traubensortieren fäulnisfreie Trauben lieber.

Thema: Dauerthema Wetter | 2 Kommentare

Traubenreife aktuell

Sonntag, 19. August 2007 | Autor:

Seit den Messungen vom vorigen Sonntag ist eine Woche mit warmem bis heißem Wetter und praktisch ohne Regen vergangen, und es war gestern wieder an der Zeit, die Reifeentwicklung einiger Weingärten unter die Lupe zu nehmen: weiter…

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Abendstimmung in der Riede Haderwald

Samstag, 18. August 2007 | Autor:

Sonnenuntergang über der Ried Haderwald am 18. August 2007 um etwa 20.00 Uhr

Thema: Allgemeine Randnotizen | Beitrag kommentieren

Der letzte Feinschliff

Freitag, 17. August 2007 | Autor:

Die Phase der Traubenreife bedeutet für die meisten Arbeiten im Weingarten den Endspurt. Die vor allem hier beschriebenen Laubarbeiten haben für eine lockere, gut besonnte und durchlüftete Laubwand gesorgt und finden ebenso ihr Ende wie die Bodenbearbeitung, damit sich bis zur Lese eine deutliche Gründecke aufbauen kann und der Boden besser begeh- und befahrbar ist.

Auch der Pflanzenschutz, der mit heuer insgesamt fünf Spritzungen (nach den Richtlinien der kontrollierten integrierten Produktion) für bisher gesunde und leistungsfähige Blätter und Trauben gesorgt hat, ist bereits seit einigen Wochen abgeschlossen. Die Trauben können jetzt nicht mehr von den beiden gefürchteten Mehltauarten befallen werden und wir trachten danach, daß wir nicht nur die für jedes Pflanzenschutzmittel vorgeschriebene „Wartefrist“ beachten, sondern einen deutlich größeren Abstand bis zur Lese einhalten.

Eine der letzten Arbeiten im Weingarten ist das Ausdünnen des Behanges, um den Rebstock zu entlasten, und die potentielle Qualität der Trauben zu verbessern. Mit den allerletzten kleinen Korrekturen beim spätreifen Cabernet habe ich diese Arbeit heute abgeschlossen. weiter…

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