Bildergeschichten von der Weinlese (10)

Samstag, 29. September 2007 | Autor:

Bereit für die Entsorgung: Geläger von Rot- und Weißwein

Je nach angestrebtem Weinstil und der Entwicklung der Weine werden sie einige Tage, Wochen oder Monate nach Gärende von der Hefe abgezogen. Wie hier bereits beschrieben, sammeln wir das Geläger (d.h. den Hefetrub), um es im Weingarten großflächig auszubringen und so biologisch unbedenklich zu entsorgen.

Größere Mengen an Geläger dürfen nämlich nicht in die Kanalisation gelangen, da die Kläranlagen die enorme Biomasse der Hefe und ihre Sauerstoffaufnahmefähigkeit nicht verkraften könnten.

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Sorgenkinder

Freitag, 28. September 2007 | Autor:

Es gibt immer wieder Weine, die nicht das tun, was man sich als Kellermeister von ihnen erwartet oder die nicht so schmecken, wie sie eigentlich (z.B. in Anbetracht der Traubenqualität) sollten.

Meistens handelt es sich dabei nur um Entwicklungsphasen, die wieder vorbei gehen. Manchmal werden aus Sorgenkindern sogar ausgesprochen faszinierende Weine. Aber hin und wieder entstehen daraus auch echte Problemfälle.

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Bildergeschichten von der Weinlese (9)

Mittwoch, 26. September 2007 | Autor:

Seit einigen Jahren führe ich über den Gärverlauf jedes Weines genau Buch und bestimme dafür täglich die Dichte des gärenden Mostes.

Dichtemessung mittels Senkwaage

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Geschafft!

Dienstag, 25. September 2007 | Autor:

Wie gestern erhofft, konnten wir dank der tatkräftigen Unterstützung von Freunden und Bekannten bereits heute Mittag die Weinlese 2007 abschließen.

Bei zwei Blaufränkisch-Teilmessungen ist es uns sogar erstmals während der heurigen Ernte gelungen, die „magische“ 20°KMW-Marke zu erreichen. (Das es sich dabei um eine Art Winzer-Fetisch handelt werde ich bei Gelegenheit einmal näher erläutern.)

Während ich aber über die Arbeiten in Weingarten und Keller schon recht ausführlich berichtet habe, ist das, was wir sonst noch so während der Lesezeit – quasi nebenbei – alles erledigt haben völlig unter den Tisch gefallen:

Da war eine Vorbereitungssitzung für ein Weinseminar im Rahmen des Pannonischen Herbstes in Rust (das dann wegen zu geringer Teilnehmerzahl nicht stattfand); der erste Schultag (und die folgenden) meiner Großen samt der zugehörigen Begleitung und Besorgung diverser Utensilien; der zweite Geburtstag meiner Kleinen; die Arbeitszeitumstellung meiner Frau von einem auf zwei Tage pro Woche; Arztbesuche mit Kindern und Großeltern in Mörbisch, Eisenstadt und Wien; eine dringende Etikettenabholung von der Druckerei samt anschließendem Etikettieren und Liefern in der Hauptlesewoche; das Einsammeln der Weine für ein Seminar für einen Münchner Weinhändler, der sich mit seinen Stammkunden auf Österreich-Tour befand sowie das Seminar selbst; unser Kirtag am 16. September; ein Frühschoppen im Rahmen des Pannonischen Herbstes in unserer Ortsvinothek mit einer geführten Weinprobe und jede Menge Vorbereitungsarbeit; jede Menge dringendst zu erledigender Papierkram auf dem Schreibtisch; zahlreiche wichtige Mails, das Versenden einiger kleinerer Bestellungen; der Ab-Hof-Verkauf samt Weinverkostungen; das alljährliche Lektorenmeeting der Weinakademie; die Rückgabe des alten Traktors (mit vorheriger Grundreinigung) und die Abholung des neuen; eine gefühlte Anzahl von einer Million wichtiger Telefonanrufe: Meinungsumfragen, Lotterielosverkäufer, Baumarkt-Kundenbefrager, Anlageberater, Tageszeitungsabonnementkeiler,…

Und natürlich: Bloggen und die Blogs der Kollegen lesen!

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Wettlauf gegen die Schlechtwetterfront

Montag, 24. September 2007 | Autor:

Je nach dem welcher Quelle man glauben will, wird uns morgen Nachmittag oder auch erst am Mittwoch oder Donnerstag eine Schlechtwetterfront von Westen her erreichen. Mit dem typischen Altweibersommer-Wetter der letzten Tage dürfte es dann für längere Zeit vorbei sein.

Damit wir rechtzeitig vor dem Wetterumschwung fertig werden, haben wir heute bei strahlend blauem Himmel (nach leichtem Frühnebel), sonnigen 22°C und leichtem Wind den Großteil unserer Cabernet-Trauben gelesen. Wie vor einer Woche hier erhofft, konnten die Trauben in den letzten Tagen noch ein klein wenig an Reife zulegen, und die heute gelesenen Cabernet-Trauben zählen zu den allerallerbesten, die wir je in den Keller bekommen haben.

Wenn das Wetter morgen noch hält, sollten wir nicht nur mit dem Cabernet, sondern auch mit der Lese des restlichen Blaufränkisch fertig werden und damit die Weinlese 2007 ziemlich genau einen Monat nach ihrem Beginn abschließen können.

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Bildergeschichten von der Weinlese (8)

Sonntag, 23. September 2007 | Autor:

Abgesehen von hochwertigen Trauben ist neben der Sauberkeit und einer möglichst schonenden Verarbeitung das Entschleimen der wichtigste Schlüssel zur Weißweinqualität. Dabei läßt man nach dem Pressen die Trubstoffe des Mostes absetzen oder entfernt sie mit anderen Methoden.

In der Praxis des Klein- und Mittelbetriebes wird der frisch gepreßte Traubenmost in einem Behälter gesammelt und über Nacht ruhig stehen gelassen. In dieser Zeit sinken Fruchtfleischteilchen, Staub, Erde und kleine Kerne zu Boden, und der Kellermeister kann am Tag nach der Lese den klaren Saft in den passenden Gärbehälter umziehen. weiter…

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Der Neue ist da!

Freitag, 21. September 2007 | Autor:

Die Hauptlese ist ja bei uns im Burgenland gelaufen, und bald werden wohl die ersten Weine des neuen Jahrgangs auf dem Markt kommen (falls sie das nicht schon sind).

Weil wir aber unseren Weinen normalerweise mehr Zeit lassen und Frühabfüllungen noch im Jahr der Ernte bei uns die Ausnahme sind, bezieht sich die Überschrift nicht auf den neuen Jahrgang.

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Bildergeschichten von der Weinlese (7)

Donnerstag, 20. September 2007 | Autor:

Wie bereits im vierten Teil beschrieben, wird der Rotwein erst nach der Gärung auf der Maische gepreßt. Diese Aussage stimmt aber nur zum Teil, denn der bei weitem größere Anteil unserer Rotweine sieht die Presse nie von innen.

Wenn wir der Meinung sind, daß es Zeit ist, den Rotwein von den Schalen zu trennen, dann lassen wir den Seihwein einfach durch das im Tank angebrachte Sieb via Schwerkraft in den Keller laufen. Anschließend holen wir die verbliebenen feuchten Schalen aus den Maischetanks und füllen sie in die Presse.

Noch nicht gepreßter Rotweintrester im Maischetank nach Abzug des Seihweines

Der daraus gewonnene Preßwein ist trüber als der Seihwein und enthält mehr (angenehme oder auch weniger angenehme) Tannine. Je nach Sorte, Jahrgang und Geschmack verschneiden wir ihn sofort mit dem Seihwein, später in unter- oder überproportionalem Anteil oder aber auch gar nicht.

Mehr darüber habe ich hier schon einmal geschrieben.

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Bildergeschichten von der Weinlese (6)

Dienstag, 18. September 2007 | Autor:

Thermometer am Rotweingärtank

Um möglichst viele Farb- und Geschmacksstoffe aus den Schalen auszulaugen, wird Rotwein deutlich wärmer vergoren, als Weißwein.

Je nach Weintyp und Jahrgang liegen wir bei den Roten zwischen 26 und 32 °C, und bei den Weißweinen zwischen 18 und 20 °C, um Fruchtigkeit und Frische zu erhalten.

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Mut zum Risiko

Montag, 17. September 2007 | Autor:

Entgegen unseren ursprünglichen Absichten haben wir vergangene Woche die Blaufränkisch-Lese nicht komplett abgeschlossen, sondern etwa 20 Prozent unserer gesamten Fläche dieser Sorte weiter hängen gelassen.

Auch wenn das was wir an Blaufänkisch schon im Keller haben durchaus vielversprechend erscheint, hoffe ich darauf, daß in diesem Weingarten noch ein bißchen mehr möglich ist. Die Trauben sind (noch) gesund, aber dieser Zustand muß in diesem Reifestadium bei den ständig wechselnden Wetterverhältnissen fast täglich neu bewertet werden.

Die Stare sind nach ihrem ersten Angriff zwar wieder zum Großteil abgezogen, aber erfahrungsgemäß kommen sie gegen Ende der Lese wieder. In den nächsten Tagen hoffen wir also nicht nur darauf, daß es trocken und möglichst sonnig und warm ist (bleibt), sondern auch darauf, daß die Stare anderswo noch genug zu fressen finden.

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Erfreuliches zwischendurch

Samstag, 15. September 2007 | Autor:

Das gibt einen kräftigen Motivationsschub auch an stressigen Weinlesetagen samt chronischem Schlafdefizit: Unser Pinot blanc 2006 erreichte in seiner Sortengruppe bei der Falstaff-Burgundertrophy den dritten Platz!

Helles Grüngelb. In der Nase frische Apfelaromen, zart nach Blüten, einladendes Bukett. Am Gaumen elegante Textur, frisch strukturiert, kompakt und doch recht leichtfüßig, zeigt eine saftige Länge, sehr vielseitiger Speisenbegleiter, mineralischer Nachhall.

Besonders erfreut sind wir nicht nur über die Platzierung an sich, sondern auch über die Tatsache, daß gerade der Pinot einen Stockerlplatz erreichen konnte.

Schließlich ist gerade diese Sorte – immer noch – der sentimentale Favorit der ganze Familie bei den Weißweinen. Warum das so ist, werde ich nach der Weinlese einmal berichten…

Thema: Verkauf und Marketing | 2 Kommentare

Bildergeschichten von der Weinlese (5)

Samstag, 15. September 2007 | Autor:

Der Saftanteil von Weintrauben liegt bei etwa 75 Prozent. Für den Kellermeister bedeutet das, daß er etwa ein Viertel jener Masse, die er als Trauben verarbeitet auch wieder als Trester entsorgen muß.

Um Zeit zu sparen, macht man sich die Tresterentsorgung so einfach wie möglich. Bei uns erfolgt sie mittels einer Kippwanne auf einem kleinen Elektrostapler, die wir nach dem Preßvorgang unter die Presse stellen und anschließend auf einen Anhänger kippen.

Tresterentsorgung

Alle ein bis zwei Tage ist dieser Anhänger voll, und der Trester wird als Humusdünger in einem Weingarten abgekippt, wo er nach der Lese von Hand mehr oder weniger großflächig verteilt wird.

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Der aktuelle Zwischenstand

Donnerstag, 13. September 2007 | Autor:

Die halbwegs sonnigen und trockenen Tage seit Montag haben wir genützt, um die letzten Weißweingärten zu ernten, die wir vor dem großen Regen nicht mehr geschafft haben. Mit Grünem Veltliner, Welschriesling und Traminer sind jetzt alle Weißweine im Keller. weiter…

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Bildergeschichten von der Weinlese (4)

Mittwoch, 12. September 2007 | Autor:

Die qualitativ beste Möglichkeit, um aus blauen Trauben Rotwein zu machen ist die Gärung auf der Maische. Dabei werden Schalen, Saft und Kerne nach dem Rebeln in einen Gärbehälter gefüllt, und erst nach dem Ende der Gärung (oder auch deutlich später) gepreßt.

Die Gärwärme und der entstehende Alkohol lösen Farb- und Geschmacksstoffe sowie Tannine aus der Beerenschale. Das ebenfalls bei der Gärung gebildete CO2 treibt die Schalen nach oben, wie man auf diesem Bild sehen kann:

Rotweinmaische im Gärtank

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Bildergeschichten von der Weinlese (3)

Dienstag, 11. September 2007 | Autor:

Alle Rotweinsorten und manche Weißweintrauben werden vor der Weiterverarbeitung gerebelt. Dazu befördert sie unser Traubenübernahmetrog in den Rebler, dessen Innenleben so aussieht:

Rebler

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Bildergeschichten von der Weinlese (2)

Montag, 10. September 2007 | Autor:

Pneumatische Presse

Pneumatische Pressen aus Edelstahl sind in der modernen Weinbereitung standard. Sie arbeiten schonend und sind leicht zu reinigen. In ihrem Inneren wird mit Druckluft eine Kunststoffmembran aufgeblasen, die die Trauben gegen die Schlitze in der Außenwand drückt und dadurch entsaftet. weiter…

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Genussblogs-Awards 2007

Sonntag, 9. September 2007 | Autor:

Genussblogs-Awards 2007

Genussblogs.net ist ein Projekt der beiden Blogger Theo Huesmann und Thomas Lippert, das einen laufend aktualisierten Überblick über die deutschsprachige Wein- und Genußblog-Szene bietet.

Seit 1. September läuft die Anmeldung für die heuer erstmals vergebenen Genußblog-Awards, bei denen eine fachkundige Jury und die Blogger selbst die populärsten Web-Tagebücher über das Genießen küren werden.

Vor ein paar Tagen habe ich mich aus lauter Neugier auch angemeldet, und harre nun der Dinge, die da kommen…

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Bildergeschichten von der Weinlese (1)

Sonntag, 9. September 2007 | Autor:

Traubenübernahme

Seit ein paar Jahren transportieren wir die in Scheibtruhen gelesenen Trauben nicht mehr mit großen Traubenwägen, in die eine Förderschnecke und eine Pumpe eingebaut ist, sondern in Großkisten, die knapp 400 Kilogramm Trauben fassen. weiter…

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Mit einem blauen Auge?

Samstag, 8. September 2007 | Autor:

Wie bereits gestern angekündigt, haben wir heute erstmals nach dem großen Regen die Trauben begutachtet, die noch zu lesen sind. Dabei haben wir festgestellt, daß der Schaden durch den Regen im Moment (noch?) nicht so schlimm zu sein scheint.

Selbst der empfindliche, weil dünnschalige Welschriesling sieht in unseren Weingärten weit besser aus, als diese beiden Trauben, die ich in einem Nachbarweingarten gefunden habe:

Welschriesling-Traube mit massivem Botrytisbefall

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110 Millimeter später

Freitag, 7. September 2007 | Autor:

Grau in grau nach 48 Stunden Regen

In „nur“ 48 Stunden ist der Wetter-Albtraum mit 110 Millimeter Regen Realität geworden. Die vergangenen zwei Tage und Nächte haben uns knapp ein Viertel der gesamten durchschnittlichen Jahresregenmenge beschert!

Welche Auswirkungen das auf die noch zu lesenden Weintrauben hat, können wir im Moment noch nicht einmal ansatzweise abschätzen. Auch wenn es seit dem frühen Abend nicht mehr regnet, ist morgen nicht an eine Weinlese zu denken. Der Boden ist völlig mit Wasser gesättigt, trotz Begrünung der Rebzeilen nicht zu befahren und wohl auch nur mühsam zu begehen.

Den morgigen Samstag werden wir daher nützen, um uns ein Bild vom Zustand der Trauben zu machen. Im Moment hoffen wir noch darauf, daß es für eine massive Botrytis(fäulnis)welle zu kühl ist. Ob wir aber noch lange genug mit der Ernte zuwarten können, bis sich der Wasserüberschuß in den Beeren zumindest ein klein wenig verringert, ist mehr als fraglich.

Thema: Dauerthema Wetter, Lese 2007 | 4 Kommentare

Wetter-Albtraum

Mittwoch, 5. September 2007 | Autor:

Einzelne Regenschauer während der Traubenreife und der Weinlese sind ein Problem, mit dem man als Weinbauer umzugehen lernt (bzw. lernen muß). Aber das, was heute Nacht und morgen Donnerstag laut Wetterbericht auf uns zukommt, geht weit darüber hinaus:

Bis zu 100 Liter Regen pro Quadratmeter in 36 Stunden!

Und weil der Regen diesmal von Nordosten kommt, können wir auch nicht darauf hoffen, daß die Alpen die Schlechtwetterfront abfangen, bevor sie zu uns gelangt. Dazu kommt ein stürmischer Wind und Temperaturen unter 10°C. Was für ein Kontrast zum Weinlesebeginn vor nicht einmal zwei Wochen. weiter…

Thema: Dauerthema Wetter, Lese 2007 | 6 Kommentare

365 Tage Bloggerei

Montag, 3. September 2007 | Autor:

Heute vor einem Jahr ging dieses – mein – Weblog mit diesem Beitrag online, nachdem ich zuvor bereits über einen Monat offline geübt hatte. Seither habe ich (inklusive diesem) 227 Beiträge verfaßt, zu denen (leider zu einem Großteil von mir selbst) 308 Kommentare abgegeben wurden.

Eigentlich wollte ich zu diesem Anlaß eine Art Bestenliste verfassen. Zumindest hatte ich mir fest vorgenommen einige der meiner Meinung nach besten, der nichtssagendsten, der trockensten, der kurzweiligsten, der langatmigsten und der besserwisserischsten Beiträge des vergangenen Jahres noch einmal Revue passieren zu lassen. weiter…

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Gemischte Gefühle

Samstag, 1. September 2007 | Autor:

Kaum weicht die leise Verunsicherung und ich fange ich an, mich mit dem Jahrgang anzufreunden, da ziehen im wahrsten Sinne des Wortes dunkle Wolken am Horizont auf. Aber der Reihe nach:

Mittlerweile ist der gesamte Muskat Ottonel im Keller, die bessere Hälfte des Grünen Veltliners, die Hälfte vom Welschriesling, zwei Drittel vom Zweigelt und der erste (und beste) Pinot blanc. Die Trauben sind gesund, sehen reif aus und schmecken auch so.

Im Unterschied zu den nicht ganz unähnlichen Hitzejahren 2000 und 2003 ist der Zuckergehalt der Trauben heuer etwas geringer, der Säuregehalt bei manchen Sorten nicht ganz so niedrig und der pH-Wert bei allen Sorten tiefer (was bedeuten könnte, daß auch Weine mit relativ wenig Säure durchaus „lebendig“ schmecken). weiter…

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