Alle Jahre wieder…

Mittwoch, 7. November 2007 | Autor:

…kommt spätestens im November die Jungweinmarketing-Maschinerie in die Gänge.

Nicht das ich allen Beteiligten das Geschäft nicht vergönne, aber wenn dafür mit solchen Aussagen geworben wird, halte ich das doch für, ähm, bedenklich: weiter…

Thema: Verkauf und Marketing | 3 Kommentare

In allen Lebenslagen

Montag, 5. November 2007 | Autor:

Die wichtigste Tätigkeit im Weinkeller zwischen Weinlese und Weihnachten ist das Verkosten. Vor allem während der ersten Wochen verändern sich die Weine mitunter sehr schnell, aber auch danach ist es wichtig die Entwicklung der Jungweine ständig zu verfolgen.

Im Lauf der Zeit verdichten sich die vielen Einzelproben zu einem komplexen Bild des Weines, das dem Kellermeister hilft, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Damit dieses Bild so detailiert wir möglich ausfällt, braucht es nicht nur viele, sondern auch möglichst abwechslungsreiche Verkostungen.

Nur so erschließt sich dem Kellermeister der Wein in allen Lebenslagen des Weines wie des Winzers. Wie der Mensch ist nämlich auch der Jungwein manchmal in Hochstimmung und manchmal nicht ganz so gut drauf. weiter…

Thema: In Presshaus und Keller | 6 Kommentare

Martiniloben

Sonntag, 4. November 2007 | Autor:

Rund um den 11. November, dem Namenstag des burgenländischen Landespatrons Martin, hat sich in den letzten Jahren ein reges Treiben in vielen Weinbauorten unserer Region entwickelt. Google findet zu diesem Thema immerhin 15.200 Einträge.

Früher galt der Wein des neuen Jahrgangs ab dem 11. 11. als „getauft“ und man durfte mit ihm anstoßen. Davor war zwar ein Verkosten erlaubt, nicht jedoch das Zuprosten mit dem „Heurigen“. Der Martinstag war deshalb oft ein Anlaß für private Feiern und Weinproben im Winzer-Kollegenkreis.

Seit einiger Zeit öffnen immer mehr Weinbaubetriebe ihre Keller im November, um allen Weininteressierten die Möglichkeit zur Verkostung zu bieten. Dabei geht es aber meist weniger um den jungen Wein im Faß (der vereinzelt auch zu probieren ist), sondern um die in Verkauf befindlichen Vorgängerjahrgänge.

Anders als in vielen anderen Orten gibt es in Mörbisch bislang kein gemeinsames Vorgehen der Weinbauern, sondern nur gelegentliche Einzelinitiativen. So öffnen wir heuer auch „privat“ unsere Kellertüren am Samstag, den 10. November und hoffen auf ein gemeinsames Vorgehen im nächsten Jahr.

Thema: Verkauf und Marketing | 2 Kommentare

Das Gedächtnis des Kellermeisters

Donnerstag, 1. November 2007 | Autor:

Heute habe ich meine Aufzeichnungen über die Weine des Jahrgangs 2007 durchgesehen, um den einen oder anderen vorläufigen Schluß daraus für die nächste Ernte zu ziehen, und die eine oder andere lesestreßbedingte Schlampigkeit zu beheben solange die Erinnerungen an die Lese noch recht frisch sind.

Seit über zehn Jahren, also nicht erst seit den vergleichsweise neuen EU-Aufzeichnungsbestimmungen zum Zwecke der Rückverfolgbarkeit, schreibe ich alles auf, was von der Übernahme der Trauben bis zur Abfüllung mit jedem einzelnen Wein (d.h. mit jeder einzelnen Teilcharge) im Keller passiert.

Ursprünglich sollte diese Mühe vor allem die Koordination zwischen meinem Vater und mir verbessern, da wir beide manchmal abwechselnd im Keller arbeiten. Je länger ich im Keller tätig bin, umso wichtiger werden sie aber auch, um den eigenen Weinstil weiter zu verfeinern, den Überblick über die vielen verschiedenen kleinen Experimente nicht zu verlieren und bei jeder neuen Ernte auf eine wachsende „Datenbank“ ähnlicher Jahrgänge zurückgreifen zu können. Schließlich werden die Dinge, die es sich zu merken gilt von Jahr zu Jahr mehr. Und auch ich werde nicht jünger.

Für den Wein, den wir voraussichtlich als ersten des neuen Jahrgangs abfüllen werden, sehen die Aufzeichnungen (für eine der beiden Teilchargen) bisher folgendermaßen aus: weiter…

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