Rosige Aussichten für den österreichischen Wein (?)

Dienstag, 7. April 2009 | Autor:

Wie das Fachmagazin „Der Winzer“ hier berichtet, prognostiziert eine aktuelle Studie des Marktforschungsbüros IWSR dem heimischen Weinbau eine rosige Zukunft:

Im Jahr 2007 betrug der Konsum von Still- und Schaumwein in Österreich 374,5 Mio. Flaschen – fast 1 % mehr als 2003. Für den Zeitraum von 2008 bis 2012 sagt die VINEXPO-IWSR-Studie einen weiteren Anstieg um mehr als 2 % voraus…Innerhalb von zehn Jahren wird der Verbrauch von Still- und Schaumwein in Österreich damit um mehr als 5 % gestiegen sein.

Die Vorliebe der Österreicher für heimischen Wein bleibt erhalten. Ausgehend von 85 % Marktanteil rechnet das Marktforschungsunternehmen mit einem kleinen Zuwachs von 2 % bis 2012.

Außerdem ist in der Meldung davon die Rede, dass Herr und Frau Österreicher nicht nur mehr heimischen Wein trinken werden, sondern dass sie dafür auch etwas mehr Geld ausgeben werden. Den stärksten Zuwachs soll es im gehobenen Preisbereich über zehn Euro geben (wobei dieses Segment insgesamt nur einen sehr kleinen Teil des Marktes ausmacht).

Obwohl ich an und für sich eher optimistisch veranlagt bin, fällt es mir schwer, solchen Prognosen Glauben zu schenken. Nicht wegen der Wirtschaftskrise und ihren möglichen Auswirkungen auf den Weinmarkt, sondern weil meine praktischen Erfahrungen (und die gut befreundeter Kollegen) so gar nicht mit den Weissagungen zusammenpassen.

Aber in diesem Fall irre ich mich gerne.

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Der Feinschliff

Montag, 6. April 2009 | Autor:

Die letzte Bodenvorbereitung vor der Pflanzung

Das trocken-warme Frühlingswetter der letzten Tage hat den Boden unserer Parzelle am Goldberg gut abtrocknen lassen. Das gab uns die Möglichkeit, eine letzte feine Bodenbearbeitung vor der Pflanzung durchführen zu lassen.

Der ebene und feinkrümelige Oberboden wird uns nicht nur das Ausmessen des Grundstückes erleichtern, sondern auch eine exakte Pflanzung und den jungen Reben eine gute Wurzelbildung ermöglichen.

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Denkwürdige Jahrgänge: 1993

Samstag, 4. April 2009 | Autor:

1993 war bei uns einer der besseren Jahrgänge der letzten Zeit. Ein milder Frühling brachte einen deutlichen Vegetationsvorsprung, der trotz des nicht besonders auffälligen Sommers bis zur Ernte erhalten blieb.

Anders als im Trockenjahr 1992 gab es im Juli und August zwischendurch immer wieder ergiebige Regenschauer, die die Reben mit Wasser versorgten. Das führte dazu, dass der Säuregehalt der Trauben auffallend hoch blieb, obwohl die Zuckergrade sehr früh nach oben kletterten.

Die Ernte begann früh und erbrachte eine zufriedenstellende Menge gesunder Trauben. Nur ganz vereinzelt fanden sich von Edelfäule befallene Beeren, und nur beim Pinot blanc lohnte sich deren Verwertung zu einer kleinen Menge Beerenauslese. weiter…

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Blindverkoster sind auch nur Menschen (6)

Mittwoch, 1. April 2009 | Autor:

Auch die geübtesten (Blind-)Verkoster sind nur Menschen. Und den besten von ihnen ist immer bewußt, dass irren zum Menschsein dazugehört und es in (Wein-)Geschmacksfragen niemals eine richtige, eine alleingültige Meinung geben kann.

Verkostungserlebnisse, die mich daran erinnern, zählen deshalb zu meinen wichtigsten Erfahrungen:

Einige Lehren und kein Ergebnis

Vergangene Woche haben wir im Rahmen einer Veranstaltung unseres Weinbauvereines versucht, die heimischen Rotweinprämierungen des Jahrgangs 2006 teilweise nachzustellen. Und wie bei einer derart hochrangigen Besetzung nicht anders zu erwarten, war es ein wirklich spannender Abend.

Wer aber auf ausgeklügelte Beschreibungen oder gar Punktebewertungen hofft, den muß ich leider enttäuschen. Beides habe ich zwar mehr oder weniger ausführlich und erfolgreich versucht, die aufschlußreichsten Erfahrungen des Abends liegt aber für mich ganz wo anders: weiter…

Thema: Im Glas und drumherum | 4 Kommentare