Wahnsinnig elegant

Donnerstag, 28. Januar 2010 | Autor:

Rotweinglas

Regelmäßigen Blog-Lesern ist vielleicht aufgefallen, dass ich – anders als 2008 – bislang noch kein vorläufiges Resümee des Jahrgangs 2009 gezogen habe. Was unter anderem damit zusammenhängt, dass ich, wie hier berichtet, aus dem Resultat der allerbesten Blaufränkisch- Trauben lange Zeit nicht wirklich schlau geworden bin.

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Thema: Im Glas und drumherum | Beitrag kommentieren

Einfach zum Nachdenken

Dienstag, 26. Januar 2010 | Autor:

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Dazu paßt auch dieser Leitartikel der morgigen „Presse“.

Thema: Allgemeine Randnotizen | Beitrag kommentieren

Die Tage werden länger

Samstag, 23. Januar 2010 | Autor:

Sonnenuntergang im Winter komprimiert 2

Um die wenigen Stunden Tageslicht so gut wie möglich zu nützen, bleiben wir beim Rebschnitt mitunter bis zur Dämmerung im Weingarten.

Langsam merkt man aber schon, dass die Tage wieder länger werden.

Thema: Reben und ihre Pflege | Beitrag kommentieren

Alkohol-Zunahmi (4)

Mittwoch, 20. Januar 2010 | Autor:

Nach meinen Überlegungen in Teil 3 muß ich davon ausgehen, dass in vergleichbaren Regionen die meisten Alkoholwerte jenseits von 13,5 Prozent entweder aus einer Aufbesserung bzw. Mostkonzentration (eher beim Rotwein), oder einer Mitverarbeitung von überreifen Botrytistrauben (nur beim Weißwein) resultieren.

Natürlich gibt es dabei (z.B. sorten- oder jahrgangsspezifische) Ausnahmen. Deshalb sind auch sicher nicht alle Angaben falsch, die diesbezüglich von den Vertretern meiner Zunft gemacht werden.

Ob und wie er in jenen Fällen, die nicht die Ausnahme darstellen das Thema Alkoholerhöhung kommuniziert, muß jeder Winzer selbst entscheiden. Ich persönlich finde es zwar ehrlicher, dazu zu stehen, aber es ist nicht meine Angelegenheit, wenn andere diese harmlosen, traditionellen Verfahren lieber verheimlichen.

Problematisch wird es allerdings für mich dann, wenn dieses Verhalten dazu führt, dass der hohe Alkoholgehalt von der Mehrzahl der privaten wie kommerziellen Weinfreaks für eine kaum vermeidbare Folge des Strebens nach Qualität gehalten wird.

Die Wahrheit ist nämlich eine ganz andere:

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Thema: Kunterbunte Weinwelt | 5 Kommentare

Weinrallye Nr. 29 – Schweizer Weine

Sonntag, 17. Januar 2010 | Autor:

WeinrallyeVergangenen Mittwoch war wieder Wein(blog)rallye-Tag. Robert von lamiacucina hat diese Etappe betreut und zeichnet deshalb auch für das Thema „Schweizer und Veltliner Weine“ verantwortlich.

Leider gibt es diesmal keinen Beitrag von mir. Nicht das mich die Weinexoten aus der Schweiz nicht interessieren würden. Immerhin referiere ich sogar von Zeit zu Zeit im Rahmen des Seminarthemas „Mittel- und Osteuropa“ über unser Nachbarland, und habe dabei auch immer wieder die Gelegenheit, seine schwer erhältlichen Weine zu verkosten.

Für die Weinrallye war aber keine eidgenössische Flasche in Griffweite. Umso mehr freut es mich, dass trotz des schwierigen Themas eine stattliche Anzahl von Beiträgen zustande gekommen ist. Den besten Überblick darüber bietet diese mittlerweile von Robert veröffentlichte Zusammenfassung.

Thema: Weinrallye | Beitrag kommentieren

Rebschnitt leicht(er) gemacht

Freitag, 15. Januar 2010 | Autor:

Vorschneiden3

Vor etwa zwei Wochen haben wir mit dem Schneiden unserer Reben begonnen. Obwohl das eine der zeitaufwendigsten Arbeiten des Winzerjahres ist, legen mein Vater und ich Wert darauf, jeden Stock selbst zu schneiden.

Der Rebschnitt ist nämlich nicht nur für Menge und Qualität der kommenden Ernte entscheidend, sondern auch für die Langlebigkeit und Vitalität der Reben.

Damit wir rechtzeitig damit fertig werden, beschränken wir uns dabei auf den Schnitt selbst. Das zeitintensive Entfernen der abgeschnittenen Reben überlassen wir zum Großteil unseren Helfern.

Um ihnen diese Arbeit etwas zu erleichtern, lassen wir seit ein paar Jahren jene Weingärten maschinell vorschneiden, in denen wir eine Erziehungsform mit besonders hoher Laubwand haben (und dementsprechend lange Triebe, die sich an den zahlreichen Drähten festgerankt haben).

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Thema: Reben und ihre Pflege | Beitrag kommentieren

Alkohol-Zunahmi (3)

Mittwoch, 13. Januar 2010 | Autor:

In Teil 2 dieser Serie habe ich erklärt, dass die besten Weißweintrauben aus unseren Weingärten ohne Überreife noch niemals 14 Prozent Alkohol oder mehr ergeben haben. Und dass wir die Obergrenze unserer Rotweine von 13,5 Prozent häufiger durch Aufbesserung als durch entsprechend hohe Zuckergrade erreichen.

Solche Aussagen sind selten in der Weinbranche. Es würde mich daher nicht wundern, wenn der eine oder die andere zur Meinung gelangt, ich wäre diesbezüglich ein Einzelfall.

Erklärungen dafür gäbe es ja genug:

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Thema: Kunterbunte Weinwelt | 11 Kommentare

Ab in die Kälte

Sonntag, 10. Januar 2010 | Autor:

Tankkeller

Normalerweise reicht eine Lagerung bis Mitte Jänner in unserem winterkalten Keller, damit der neue Jahrgang von selbst weinsteinstabil wird. Je niedriger die Temperatur, umso rascher verbinden sich nämlich Kalium und Weinsäure, deren Verhältnis bei der Gärung aus dem Gleichgewicht gerät, zu Kristallen.

Bei „dickflüssigeren“ Prädikaten dauert es erfahrungsgemäß aber länger, bis der Weinstein vollständig ausgefallen ist. Um die Kristallbildung in der Flasche trotzdem so gering wie möglich zu halten, habe ich die nach der (beim Traminer kaum vermeidbaren) Bentonitschönung erforderliche Filtration genützt, um unsere süße Auslese ins Preßhaus zu verlagern.

Dort reift sie jetzt abfüllbereit in Ruhe bei derzeit etwa 2°C bis sie in die Flasche kommt.

Thema: In Presshaus und Keller | Ein Kommentar

Alkohol-Zunahmi (2)

Freitag, 8. Januar 2010 | Autor:

Wie in Teil 1 erwähnt, decken sich meine praktischen Erfahrungen nicht mit dem gängigen Erklärungsmodell für hohe und steigende Alkoholgehalte.

Unsere Weine weisen nämlich vergleichsweise moderate und seit Jahren nahezu gleichbleibende Werte auf, obwohl wir uns in einer relativ warmen Klimazone befinden. Dieser Trend gilt für trockene Weiß- und Rotweine, wenn auch die Zusammenhänge recht unterschiedlich sind.

Die Weißen

Die leichtesten Weine unseres Sortiments liegen bei etwa 11 bis 12 Prozent. Diese Werte sind relativ einfach zu erklären, weil sie zwei ziemlich klare Ursachen haben. Zum einen sind Grüner Veltliner und Muskat Ottonel die preisgünstigsten Weine und wir nützen den gesetzlich vorgegebenen Höchstertrag aus (wenn die Natur es zuläßt), um unsere Kosten im Rahmen zu halten.

Zum anderen ist eine lebendige Säurestruktur gerade bei diesen Sorten besonders wichtig, und deshalb bestimmen wir vor allem in heißen Jahren den Erntetermin eher nach dem Säure- als nach dem Zuckergehalt in den Trauben.

Höhere Erträge bewirken ein späteres Einsetzen der Zuckerbildung, und eine frühe Ernte (um eine weitere Abnahme des Säuregehaltes während der Traubenreife zu vermeiden) verhindert das all zu starke Ansteigen der Zuckergrade (und damit des Alkoholgehaltes).

Soweit, so gut. Schwieriger wird die Sache allerdings bei unseren weißen Aushängeschildern Pinot blanc und Chardonnay.

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Thema: Kunterbunte Weinwelt | 3 Kommentare

Fleißaufgabe am Jahresanfang

Dienstag, 5. Januar 2010 | Autor:

Mörbisch am 4. Jänner 2010

Sehr geehrte Damen und Herren!

Anbei sende ich Ihnen ein Duplikat jener Rechnung, die wir bereits am 31. Dezember auf den Postweg gebracht haben.

Der Briefkasten, in den wir das Kuvert damals geworfen haben, wurde nämlich in der Silvesternacht zerstört, und wir konnten nicht eruieren, ob die Postsendung an Sie dabei verloren gegangen ist.

Sollten Sie die erste Ausfertigung der Rechnung bereits erhalten haben (oder in den nächsten Tagen erhalten), betrachten Sie diesen Brief bitte als gegenstandslos.

Herzlichen Dank für die Mühe und alles Gute für 2010

Bernhard Fiedler

Thema: Verkauf und Marketing | Beitrag kommentieren