Wieder ans Tageslicht

Montag, 29. März 2010 | Autor:

Jungrebe vor dem Schnitt

Wie hier berichtet, haben wir den unteren Teil unserer Jungreben am Goldberg im Herbst mit Erde bedeckt, um sie vor Frostschäden zu bewahren und Unkrautbewuchs vorzubeugen.

Nachdem der Saftstrom der Reben aber langsam in Schwung kommt, und auch die jungen Stöcke geschnitten werden müssen, war es vergangene Woche höchste Zeit, sie wieder ans Tageslicht zu holen.

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Frühlingsbeginn

Samstag, 27. März 2010 | Autor:

Mandelblüte am 12. Februar 2007

Nach einem langen Winter kehrt mit den überdurchschnittlichen Temperaturen der vergangenen Woche endlich Frühlingsstimmung ein. Die ersten Mandelblüten haben sich bereits geöffnet, ein paar Tage später als im Vorjahr, genau einen Monat später als 2008 und fast sechs Wochen später als 2007.

Solche Vergleiche sind zwar interessant, wie wenig man daraus aber für den kommenden Jahrgang schließen kann, zeigt das Jahr 2009. Trotz verzögertem Vegetationsbeginn konnte ich damals zwei Monate später über eine äußerst frühe Rebblüte berichten.

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Weinrallye #31: Die Zusammenfassung

Freitag, 26. März 2010 | Autor:

WeinrallyeDie 31. Etappe der Wein(blog)rallye ist zu Ende, und sie hat nicht nur zahlreiche spannende Beiträge, sondern zumindest mir auch ein paar neue Erkenntnisse über den einen oder anderen Bloggerkollegen gebracht.

Ein gar nicht so kleiner Hintergedanke meines Themenvorschlages war zweifellos auch, die interessanten Menschen hinter den Beiträgen ein wenig (besser) kennenzulernen. Eine der unzähligen faszinierenden Seiten des Weines ist nämlich auch seine Eigenschaft, Menschen gesellig und mitteilsam zu machen.

Diese Eigenschaft kam bei dieser Etappe offenbar besonders bei Weinrallye-Neulingen zum tragen, denn von 13 Beiträgen stammen immerhin fünf von Bloggern (und einem Gastschreiber), die noch nie an diesem Event teilgenommen haben.

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Weinrallye #31: Zieleinlauf im Dunkel der Nacht

Mittwoch, 24. März 2010 | Autor:

WeinrallyeIm Dunkel der Nacht haben noch zwei weitere Blogger(innen) die Ziellinie der Weinrallye überschritten:

Swetlana unternahm für ihren Beitrag eine Reise in ihre Jugendzeit schwelgt in schönen Erinnerungen.

Nathalie geht für ihre Geschichte sogar noch ein paar Jahre weiter zurück und hat keine Kosten und Mühen gescheut, um ein Foto aus ihrer Kindheit aufzutreiben. Bei ihr fing alles mit dem Lieblingstraubensaft aus Südtirol an…

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Weinrallye #31: Weitere Beiträge

Mittwoch, 24. März 2010 | Autor:

WeinrallyeDer Weinrallye-Tag geht zur Neige und es gibt einige weitere Zieleinläufe zu vermelden:

Ben berichtet hier im Blog des Bioweindepot, wie faszinierend einfach es eigentlich ist, guten Wein herzustellen und hat auch ein passendes Beispiel.

Weinrallye-Erfinder und Winzerblogger Thomas schätzt heute ebenfalls das Einfache, zeigt aber in seinem Beitrag auch, dass es mit zunehmender Erfahrung ganz andere Aspekte sein können, die am Wein faszinieren.

Als Berufskollege teile ich mit Thomas das staunende Interesse an den Reben. Und wie ich hier versucht habe darzustellen, ist für mich ist die Aura der Weingärten mindestens ebenso faszinierend, wie deren Endprodukt im Glas.

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Meine Faszination Wein (Weinrallye #31)

Dienstag, 23. März 2010 | Autor:

WeinrallyeWein hat viele faszinierende Seiten. Als ich mir das Thema dieser Etappe der Weinrallye überlegt habe, sind mir innerhalb weniger Minuten mühelos genug spannende Aspekte für eine kleine Serie als Rallye-Vorankünder eingefallen.

Guter Wein beschert dem Trinker ein außerordentliches Geschmackserlebnis. Er verbreitet Glanz und Glamour, hat nicht zuletzt dank seinem kulturellen und historischen Hindergrund eine geradezu mysthische Aura und die Fähigkeit, Jahrzehnte zu überdauern.

Ohne einen edlen Tropfen schmeckt das beste Essen nur halb so gut, und faszinierenderweise ist die Vielfalt so groß, dass man wohl jeden Tag seines Lebens einen Wein trinken könnte, den man noch nie zuvor im Glas gehabt hat.

Spannend ist aber auch die Metamorphose von der Traube zum Wein, und die Fähigkeit der Reben, den Geschmack von Klima, Lage und Boden zu transportieren. Die vielen Persönlichkeiten und das mehr oder weniger Big Business dahinter sowieso.

Obwohl auch ich all diese Facetten zu schätzen weiß, macht die Faszination am Wein für mich etwas ganz anderes, für Nichtwinzer vielleicht kaum verständliches aus. Meine Begeisterung für das Thema hat nämlich weniger mit dem fertigen Inhalt der Flasche zu tun, als mit seinem Entstehen.

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Weinrallye #31: Zwischenstand

Dienstag, 23. März 2010 | Autor:

WeinrallyeSeit meinem verspäteten Startschuß sind zu den bereits genannten Beiträgen folgende weitere Zieleinläufe zu vermelden:

Clemens berichtet hier über seinen Zugang zum Abenteuer Wein, Vinissimus hat hier neben einer mathematischen Gleichung zum Thema auch einen passenden Wein gefunden, und der Schnutentunker hat hier zwar nicht die ultimative Ursache, dafür aber umso lesenswertere Symptome der Faszination Wein gefunden.

Als Gastblogger hat Michael Eichinger hier bei mir an der Weinrallye teilgenommen. Er berichtet über jenes Erlebnis, das ihm zum ersten Mal die Faszination Wein offenbart hat. Wenn man seine Geschichte liest, kann man sich gut vorstellen, wie „erleuchtend“ die Begebenheit, die wohl schon einige Jahre zurückliegt gewesen sein muß.

Alle Spätentschlossenen haben noch mindestens dreieinhalb Stunden Zeit für einen Beitrag. Solidarisch wie ich bin, fange ich mit meinem auch erst jetzt an…

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Der Herr Kommerzialrat (Weinrallye #31)

Dienstag, 23. März 2010 | Autor:

Ein Gastbeitrag von „Atterseereblaus“ Michael Eichinger

WeinrallyeDie folgende Geschichte erzählt von jenem Schlüsselerlebnis, welches für mich wegweisend und ausschlaggebend für meine Liebe zum Wein war. Auch wenn dieses Ereignis bereits Jahre zurück liegt, so ist die Erinnerung daran noch so frisch, als ob es erst gestern passiert wäre…

In jenen Tagen stand das Weihnachtsfest bevor und mein Kollege sowie meine Wenigkeit befanden sich gerade ziemlich in Zeitknappheit (mE simuliert das Wort Stress die Unfähigkeit, sich die Zeit richtig einzuteilen, weswegen ich diesen Ausdruck von jeher tunlichst vermeide). Der Jahresabschluss sollte für die Buchhaltung vorbereitet werden und wir fühlten uns dabei wie Akteure in Mission impossible. Dies nicht zuletzt aufgrund der unerledigten, nicht enden wollenden Aktenberge, die sich vor uns auftaten.

Dementsprechend war die Stimmung im Büro gereizt. Als ob das noch nicht genug gewesen wäre, befand sich der einzige verfügbare Computer in jenem Dauerzustand, der auch heute noch unter dem Begriff „System error“ für graue Haare bei Administratoren sorgt. Laut fluchend verschafften wir unserem Ärger Luft indem wir über den scheinbaren Segen der Technik herzogen. In unserer Rage übersahen wir fast jenen älteren Herrn der in der Bürotür stand und namentlich nach meinem Kollegen und mir begehrte.

Misstrauisch musterten wir den Fremden, war doch schon sein militärisch zackiges Auftreten nicht sehr Vertrauen erweckend. „Mein Name ist Gaigg. Kommerzialrat Gaigg!“ Klingeling, jetzt läutete es. Büromaschinen Gaigg war einer unserer größten und zugleich wichtigsten Kunden. Unglaublich, dass sich der Chef höchstpersönlich bemühte und nach uns zwei Jungspunden verlangte. Kurz überlegte ich, ob beim letzten Auftrag vielleicht etwas verbockt wurde. „Wissen Sie, es ist mir wirklich ein Bedürfnis, mich persönlich bei Ihnen für die gute Zusammenarbeit mit einem kleinen Geschenk zu bedanken.“ Als ob er es geahnt hätte, zerstreute der Herr Kommerzialrat meine Befürchtungen.

„Da habe ich mir halt gedacht, ich nehme ihnen etwas mit.“ Augenblicklich schenkten wir dem netten Herrn unsere ungeteilte Aufmerksamkeit, denn das was wir hörten klang viel versprechend und bedeutete den ersten Lichtblick an diesem Tag. Geheimnisvoll holte er hinter seinem Rücken einen Karton hervor, legte ihn uns zugewandt auf einen der Aktenstöße und öffnete ihn. „Das sind zwei besondere Flaschen französischen Weins.“ fuhr unser Besucher sichtlich stolz fort.

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Weinrallye #31: Der Startschuß

Dienstag, 23. März 2010 | Autor:

WeinrallyeLange hat es gedauert, aber nach 30 Etappen bin ich heute erstmals nicht nur Teilnehmer, sondern Veranstalter der Wein(blog)rallye.

Alle deutschsprachigen Genussblogger die Lust dazu haben, bloggen heute zu meinem Thema „Faszination Wein“.

Die ersten Beiträge sind auch schon online: Harald Steffens von der Mosel war ganz früh dran, Roberts Beitrag aus der Schweiz besticht wie immer nicht nur durch schöne Texte, sondern auch durch tolle Fotos, und Achim von www.weinblaettchen.de feiert mit seinem ersten (sofern mir da nichts entgangen ist) Beitrag zu einer Weinrallye einen tollen Einstand.

Noch ist Zeit genug, sich einen Beitrag zu überlegen, denn die Zielflagge senkt sich erst um Mitternacht. Und wie meine Vorgänger werde ich den olympischen Gedanken vom Dabeisein, das bekanntlich alles ist, hochhalten und mit allfälligen Nachzüglern nicht zu streng ins Gericht gehen 😀

Ein paar Anregungen zum Thema finden sich hier, aber noch mehr Inspiration ist es wohl, als Weinblogger darüber nachzudenken, was dieses Getränk besonderes an sich hat, das einen dazu bringt, stundenlang darüber zu schreiben und noch viel länger damit zu verbringen…

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Morgen ist Weinrallye-Tag!

Montag, 22. März 2010 | Autor:

Haider 107 komprimiert

Auch wenn die Weinrebe die besondere Fähigkeit besitzt, Klima, Lage und Boden in ihren Trauben widerzuspiegeln, ist es letztlich doch der Mensch, der den Geschmack des Weines am stärksten prägt. Viele Weinliebhaber finden es deshalb besonders spannend, die Personen, die hinter einem Wein stehen kennenzulernen.

Gerade in kleineren Betrieben weist nämlich das Produkt nicht selten auch Charakterzüge seines Erzeugers auf. Und meist steckt hinter einem außergewöhnlichen Wein auch eine faszinierende Persönlichkeit.

Morgen Dienstag findet die 31. Etappe der Weinrallye statt, und ich freue mich auf jeden Beitrag, der diese oder eine der vielen anderen faszinierenden Facetten des Themas Wein beleuchtet.

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Faszinierende Metamorphose (Weinrallye #31)

Samstag, 20. März 2010 | Autor:

Chardonnay-Maische 2009

Obwohl Wein aus Trauben gemacht wird, hat sein Geschmacksbild am Ende nur mehr vergleichsweise wenig mit den Früchten der Rebe gemeinsam.

Viele, die die Weinwerdung schon einmal aus der Nähe erlebt haben, sind von dieser Metamorphose richtiggehend fasziniert.

Vielleicht entsteht daraus ja auch ein Beitrag zur 31. Etappe der Weinrallye, die in drei Tagen, am Dienstag, den 23. März stattfindet.

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Was bisher geschah

Samstag, 20. März 2010 | Autor:

Fertig für den Winter

Wie man anhand dieser Beiträge nachvollziehen kann, war das erste Jahr unserer Junganlage am Mörbischer Goldberg einigermaßen aufregend und arbeitsreich.

Nach der Rodung eines bestehenden Weingartens und der sorgfältigen Vorbereitung des Bodens im Herbst 2008 haben wir am 23. April 2009 schließlich rund 3700 Reben gepflanzt.

Gleich danach haben wir das Unterstützungssystem errichtet und dafür unter anderem rund 26 Kilometer Draht gespannt. Am Ende der Saison konnten wir trotz mancher Schwierigkeiten schließlich eine sehr positive Bilanz ziehen.

Seit dem Anhäufeln der Reben (Foto) Anfang Dezember herrscht am Goldberg Winterruhe, aber angesichts des nahenden Frühlings erwachen auch die jungen Reben langsam aus dem Winterschlaf…

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Unendliche Vielfalt (Weinrallye #31)

Mittwoch, 17. März 2010 | Autor:

Foto: ÖWM/Griesch

Kein Getränk ist so vielfältig wie der Wein. Die Kombination von Klima, Lage und Boden mit hunderten verschiedenen Traubensorten ergibt schier unendliche geschmackliche Möglichkeiten.

Dazu kommt noch die trotz Strukturwandel nach wie vor unüberschaubare Zahl an Produzenten in aller Welt und deren mehr oder weniger deutlich schmeckbare Handschrift.

Und als ob das alles nicht schon genug Abwechslung bieten würde, verleiht auch noch jeder Jahrgang dem Wein eine ganz eigenständige Note.

Faszinierend, oder? Und ein guter Ansatz für einen Beitrag zur 31. Etappe der Weinrallye am kommenden Dienstag, dem 23. März.

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Bye bye Cabernet

Mittwoch, 17. März 2010 | Autor:

Barriques bearbeitet

Genau vier Monate nach der ersten Annäherung habe ich gestern unsere gehaltvollen Rotweine des Jahrgangs 2008 verschnitten und die Vorbereitungen für die Abfüllung begonnen.

Damit ist auch jene Entscheidung endgültig gefallen, die sich erst erst in den letzten Wochen abgezeichnet hat: Es wird keinen reinsortigen Cabernet Sauvignon 2008 geben!

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Thema: In Presshaus und Keller | Beitrag kommentieren

Schmeckbare Herkunft (Weinrallye #31)

Dienstag, 16. März 2010 | Autor:

Junge Reben bearbeitet2

Eine der außergewöhnlichsten Eigenschaften von Wein ist seine Fähigkeit, Boden, Klima und Lage schmeckbar zu machen. Kaum ein anderes Lebens- oder Genussmittel kann so sehr von Herkunft und Jahrgang geprägt sein.

Die Fähigkeit der Weinrebe, den Geschmack ihrer Trauben derart sensibel von ihrer Umgebung abhängig zu machen, ist ungemein faszinierend. Und ganz sicher ein wichtiger Aspekt bei der 31. Etappe der Weinrallye am 23. März.

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Big Business (Weinrallye #31)

Montag, 15. März 2010 | Autor:

Prowein 2008

Trotz aller Trends zu Regionalität und Terroir ist auch der Wein längst Teil der globalisierten Wirtschaft. Ein Blick hinter die Kulissen des großen Wein-Business kann dabei durchaus faszinieren.

Und vielleicht sogar Stoff für einen Beitrag zur 31. Etappe der Weinrallye am 23. März bieten.

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Alles Weißwein, oder was?

Sonntag, 14. März 2010 | Autor:

Gläser am See ÖMW-Faber bearbeitet

Obwohl in den Weingärten des Burgenlandes bis vor wenigen Jahren die Weißweinsorten dominiert haben, wird es schon seit geraumer Zeit von vielen Konsumenten primär als Rotweingebiet wahrgenommen.

Das hat, neben dem weltweiten Rotweinboom der 90er- und 2000er-Jahre vor allem innerösterreichische Gründe. War es doch bedeutend leichter, das Burgenland neben den ausgewiesenen Weißweinregionen Niederösterreich und Steiermark als das Rotweingebiet zu positionieren.

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Thema: Verkauf und Marketing | Beitrag kommentieren

Ein anregender Begleiter (Weinrallye #31)

Donnerstag, 11. März 2010 | Autor:

Foto: ÖWM/Kohl

Für manche Genießer geht die Faszination des Weines weniger vom reinen Glasinhalt aus, als von seiner Fähigkeit, Speisen durch seine Begleitung regelrecht zu adeln.

Ein ehrlicher, aber für sich allein nicht sonderlich spektakulärer Tropfen kann dabei gemeinsam mit einem wenig aufregenden Snack zu einem schönen Erlebnis werden, das den Alltag vergessen läßt. Und ein sorgsam ausgewählter Spitzenwein verleiht der hohen Kochkunst erst den passenden Rahmen.

Dass der Wein dabei nicht nur die Sinne stimuliert, sondern auch die gesellige Unterhaltung ist vielleicht seine allerschönste Eigenschaft. Und möglicherweise auch ein Aspekt der 31. Etappe der Weinrallye am 23. März

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Denkwürdige Jahrgänge: 1987

Dienstag, 9. März 2010 | Autor:

Strenger Winter

1987 ist das älteste Weinjahr, mit dem ich eine unmittelbare persönliche Erinnerung verbinde.

Auch wenn ich nicht mehr sagen kann, an welchem eiskalten Winterabend es war, sehe ich noch heute meine Eltern vor mir, wie sie immer und immer wieder durchs Fenster auf  unser Außenthermometer gestarrt haben. Und wie dieses nicht und nicht zum Stillstand kommen wollte.

Minus 15, minus 18, minus 21. Am Ende waren es wohl etwa 23°C unter dem Gefrierpunkt und es war klar, dass diese Nacht nicht ohne gravierende Schäden an unseren Reben vorüber gehen würde.

Auch an die Aufforderung „Tu doch etwas!“ meiner Mutter an meinen Vater meine ich mich erinnern zu können. Viel mehr aber noch an das Gefühl der Ohnmacht, der Verzweiflung und – wahrscheinlich in meiner kindlichen Wahrnehmung etwas übersteigert – der Existenzangst.

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Thema: Denkwürdige Jahrgänge | 3 Kommentare

Reife Leistung (Weinrallye #31)

Samstag, 6. März 2010 | Autor:

Foto: Wein Burgenland/Rauter

Eine der vielen faszinierenden Eigenschaften von Wein ist seine Fähigkeit zu reifen. Kaum ein Lebens- bzw. Genussmittel kann eine derart lange Lebensdauer aufweisen, wie manch edler Tropfen.

Für den einen oder anderen Weinblogger liegt darin vielleicht sogar der Schlüssel zu seiner Leidenschaft und ein Beitrag zur 31. Etappe der Weinrallye am 23. März.

Die allermeisten Konsumenten wollen jedoch keine reifen Weine, wie Captain Cork hier durchaus lesenswert berichtet, auch wenn Kollege Dirk Würtz dieses Phänomen in einem ausgiebig kommentierten Blog-Beitrag als Jungweinwahn bezeichnet. weiter…

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Mystik, Kultur und Geschichte (Weinrallye #31)

Donnerstag, 4. März 2010 | Autor:

Foto: ÖWM/Mark

Eine besonders faszinierende Seite des Weines ist sein Status als das Kulturgetränk der Menschheit schlechthin.

Er reicht über Jahrtausende von den alten Ägyptern, den unzähligen Geschichten der Bibel, den alten Griechen und Römern bis zur modernen Kulturszene.

Und vielleicht auch bis zu einem Beitrag zur 31. Etappe der Weinrallye am 23. März.

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Alkohol-Zunahmi wissenschaftlich

Mittwoch, 3. März 2010 | Autor:

Winzerblogger Thomas hat hier vor ein paar Tagen über eine wissenschaftliche Präsentation (pdf, ca. 4,5 MB) berichtet, die eine gute Ergänzung meiner Serie über (zu) hohe Alkoholgehalte im Wein darstellt.

In der Einleitung teilt der Autor Ulrich Fischer von der Abteilung Weinbau & Oenologie des DLR Rheinpfalz nämlich meine These, dass hohe Alkoholwerte oft gewollt (und nicht generell ein unabwendbares Schicksal) sind:

Warum sind wir so verliebt in den Alkohol?

  • Alkohol ist Make-up für den Wein – er macht ihn fülliger, opulenter, attraktiver (?)
  • Weine mit hohen Alkoholgehalten werden von Journalisten/Prüfern bei Prämierungen solchen mit weniger Alkohol vorgezogen
  • Höhere Alkoholgehalte schaffen internationale Wettbewerbsfähigkeit bei trockenen Weinen (D. Hoffmann, FA Geisenheim)
  • Und zur Vermeidung hoher Prozentwerte heißt es am Ende unter anderem wie sinngemäß auch bei mir:

  • Keine Mostgewichtsexzesse im Weinberg
  • Zurückhaltung bei der Anreicherung
  • Ändern wir unser eigenes Prüfverhalten – belohnen wir schlanke elegante Weine statt fetter Schnecken !
  • Thema: Wein-Medien-News | Ein Kommentar

    Glanz und Glamour (Weinrallye #31)

    Dienstag, 2. März 2010 | Autor:

    Foto: ÖWM/Eva Kelety

    Ob Tokajer, Champagner, Bordeaux oder Burgunder: Stille und schäumende Weine sind seit jeher die bevorzugten Getränke der High Society.

    Glanz und Glamour der Kultweine und ihrer Macher faszinieren Weinliebhaber in aller Welt. Und sind vielleicht auch für einen Beitrag bei der 31. Etappe der Weinrallye am 23. März gut.

    Thema: Weinrallye | Ein Kommentar

    Unterwegs in Sachen Wein

    Montag, 1. März 2010 | Autor:

    Die letzten Tage waren einigermaßen anstrengend. Am Donnerstag galt es an der Jahrespräsentation der burgenländischen Weinbauern in Linz teilzunehmen, und nach ein paar Stunden Schlaf im eigenen Bett machten mein Vater und ich uns am Freitag in aller Früh auf den Weg nach Tirol.

    Dort waren wir heuer neben unserer traditionellen Sammellieferung um diese Jahreszeit auch erstmals auf der Weinmesse Innsbruck vertreten. Sonntag Nacht traten wir schließlich die Heimreise an.

    Sowohl in Linz als auch in Innsbruck haben mich einige Besucher auf meinen Blog angesprochen. Fast könnte man meinen, dass bezüglich meiner bescheidenen Bekanntheit unter den heimischen Weinfreunden die Bloggerei langsam meiner Vortragstätigkeit in Sachen Wein den Rang abläuft.

    Besonders nett war es, zwei virtuelle Bekannte erstmals auch persönlich kennenzulernen. Sowohl mit Atterseereblaus Michael Eichinger als auch mit Vinissimus Robert Freudenthaler ergab sich in Linz (unabhängig voneinander) die Gelegenheit zu einem Gespräch, über das letzterer hier auch bereits berichtet hat.

    Thema: Allgemeine Randnotizen | Beitrag kommentieren