Winterfeuchte

Donnerstag, 28. Februar 2013 | Autor:

Die ersten beiden Monate des heurigen Jahres waren außergewöhnlich niederschlagsreich und haben uns mehr als doppelt so viel Schnee (und teilweise auch Regen) beschert wie üblich. Die Lacken im Seewinkel sind so gut gefüllt wie selten, und der Wasserspiegel des Neusiedlersees war um diese Zeit nur in ganz wenigen Jahren höher.

Weil der Boden bei keinem der drei intensiven Schneefälle der letzten Wochen tief gefroren war, konnte er das Schmelzwasser gut aufnehmen und ist wohl bis weit hinunter mit Wasser gesättigt. Sollten Juni, Juli oder August heuer recht trocken ausfallen, werden die Wurzeln der älteren Weinstöcke auf jeden Fall davon profitieren.

Thema: Dauerthema Wetter | 2 Kommentare

Weinmarketingbeitrag neu: Beschluss verschoben

Sonntag, 24. Februar 2013 | Autor:

Wie man hier nachlesen kann, wurde die Neuregelung der von den österreichischen Winzern an die gemeinsame Marketingorganisation zu leistenden Beiträge im Nationalrat vorläufig verschoben. Möglicherweise waren die Verhandlungen zwischen der Regierungskoalition und den Grünen für die notwendige Zweidrittelmehrheit (noch) nicht von Erfolg gekrönt.

Deutlich teurer, aber gerecht

Seit vielen Jahren wird die heimische Weinwerbung (in Form der ÖWM) von Bund, weinbautreibenden Ländern und den Weinproduzenten finanziert. Letztere zahlen (schon lange unverändert) 55 Euro pro Hektar Weingartenfläche.

Diese Form der Produzentenbeträge ist jedoch einerseits relativ aufwendig zu administrieren (angeblich verschlingt der Aufwand der dafür zuständigen AMA 10% davon) und andererseits häufig ungerecht, wenn Trauben- und Faßweinvermarkter Beiträge leisten, die Handels- und Abfüllbetriebe, die die größere Wertschöpfung erzielen aber nicht immer den richtigen Platz im System haben.

weiter…

Thema: Wein-Medien-News | Beitrag kommentieren

Twitter my Google on Facebook

Montag, 18. Februar 2013 | Autor:

Bildquelle: Anne Helmond

 

Obwohl manche meinen, ich wäre besonders internet-affin, war ich bislang weitgehend social-media-abstinent. Ab sofort gibt es jedoch die Möglichkeit, meine Blogbeiträge gemischt mit News von unserem Weingut via Twitter, Facebook und Google+ zu verfolgen.

Zu diesem Zweck findet sich hier unten seit rund zwei Wochen auch eine entsprechende Werkzeugleiste (die allerdings nicht Smartphone-kompatibel ist).

Vielen Dank im Voraus fürs folgen, liken, und pluseinsen (oder wie auch immer das heißt)!

Thema: Allgemeine Randnotizen | Beitrag kommentieren

Da baut noch jemand!

Freitag, 8. Februar 2013 | Autor:

Baustelle

Während unsere neuen Räumlichkeiten nach der gelegentlich auch nervenaufreibenden Bauphase im Vorjahr ihre Feuertaufe mit der Weinlese 2012 schon bestanden haben, steht Kollege Armin Kobler in Südtirol erst am Anfang.

Bei ihm geht es ab sofort in die Tiefe, denn ein neuer Keller soll seine beengten Verhältnisse entlasten. Wem meine Serie zum Bau unseres neuen Presshauses (samt Keller) verpaßt oder wem sie gut gefallen hat, der hat bei Armin jetzt eine neue Chance.

Teil 1 und Teil 2  sind schon online, und es geht sicher genauso lesenswert weiter…

Thema: Kunterbunte Weinwelt | Beitrag kommentieren

Amtliche Prozente

Dienstag, 5. Februar 2013 | Autor:

Prüfnummernbescheide

Wie schon beim 2011er ist auch beim 2012er wieder von der hohen Alkoholausbeute (*) bei der Gärung die Rede. Und davon, dass eine  frühere Lese zur Vermeidung der vielen Prozente wegen der fehlenden physiologische Reife der Trauben nicht möglich gewesen sei.

Umso mehr freue ich mich, gestern das Gegenteil amtlich bestätigt bekommen zu haben: Die staatliche Prüfnummer für unseren Grünen Veltliner 2012 weist 11,0 Prozent Alkohol aus und für den Zweigelt Rosé 11,3 Prozent. Mit dem Muskat Ottonel, den wir schon vor Weihnachten zur Prüfung eingereicht hatten, sind also auch heuer wieder drei Weine in unserem Sortiment deutlich unter 12 „Umdrehungen“.

(*) Der Begriff Alkoholausbeute bezeichnet jene Menge an Alkohol den die Hefe bei der Gärung zu bilden im Stande ist. Je nach Hefestamm, Gärtemperatur und -verlauf entsteht aus der gleichen Menge Zucker mal etwas mehr oder auch etwas weniger Alkohol.

Außerdem wird bei der Bestimmung des Mostgewichtes (der sogenannten „Zuckergrade“) nicht der exakte Zuckergehalt festgestellt, sondern es werden auch andere Mostbestandteile wie Säuren und andere Extraktstoffe miterfaßt. Deren von Jahrgang zu Jahrgang, aber auch von Sorte zu Sorte geringfügig schwankender Anteil trägt ebenfalls dazu bei, dass es keine exakte Umrechnung von °KMW (bzw. °Oechsle) im Most auf Prozent Alkohol im Wein geben kann.

Mehr Infos zum Thema finden sich übrigens in meiner preisgekrönten Serie „Alkohol-Zunahmi„.

Thema: In Presshaus und Keller | Beitrag kommentieren