Ein Weinfass auf Reisen

Freitag, 31. Oktober 2014 | Autor:

Fasstransfer1 komprimiert

Wie hier bereits einmal beschrieben, haben Holzfässer bei guter Pflege eine enorme Lebensdauer. Nicht alle halten aber so lange wie unser derzeit ältestes, das aus dem Jahr 1939 stammt. Kleine Mängel bei Holzauswahl oder Herstellung führen über die Jahre ebenso zu Problemen wie ein längeres Leerstehen, zum Beispiel nach einer kleinen Ernte für die nicht alle Fässer benötigt werden.

Unser bislang größtes Fass stammte aus den 1960er-Jahren. Damals wurde viel neuer Lagerraum benötigt, weil die Rebfläche stark ausgeweitet wurde, und wie die manche Weinbauern setzten auch etliche Fassbinder eher auf Masse, statt auf Klasse. Aus kaum abgelegenem Holz schnell und ungenau gefertigt hatten wir immer wieder Schwierigkeiten, es beim Wiederbefüllen dicht zu bekommen. Im kleinen Jahrgang 2010 blieb es komplett leer und seither halfen bei den zwei, drei Problemstellen  auch alle möglichen Tricks nichts mehr. Das hat uns schließlich dazu bewogen, das 4400l-Fass vor der heurigen Ernte auszumustern.

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Mit einem blauen Auge?

Donnerstag, 16. Oktober 2014 | Autor:

Rotweinschaum

Noch ist es viel zu früh, den außergewöhnlichen Jahrgang 2014 richtig einzuordnen. Natürlich wird man ihn nicht zu den sehr guten zählen können. Und ziemlich sicher wird er in der Menge auch österreichweit gerechnet unterdurchschnittlich ausfallen. Wie es aber im Detail aussieht, ist um diese Zeit schon in einem normalen Jahr schwer abzuschätzen. Und heuer praktisch gar nicht.

Auch wenn es überall zu nass war, dürfte es doch große Unterschiede zwischen den heimischen Weinbaugebieten geben. Und zwischen den Sorten. Zweigelt und wohl auch St. Laurent scheinen zum Beispiel fast überall schwer von der Fäulnis in Mitleidenschaft gezogen worden zu sein, während der Blaufränkisch besser dastehen könnte. Weil wichtige Blaufränkisch-Gebiete aber deutlich später in der Entwicklung sind, bleibt aber die Frage, ob die Reife weit genug fortgeschritten ist. Die deutliche Wetterbesserung ab Ende September konnten die meisten Reben nämlich mangels intakter Blattmasse aufgrund von de facto unvermeidlichem Peronosporabefall kaum noch nützen.

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Geschafft

Dienstag, 7. Oktober 2014 | Autor:

Auslese 2014

Heute Nachmittag haben wir die Weinlese 2014 mit einer Auslese vom Weißburgunder abgeschlossen.

Während es zwischendurch bei Welschriesling, Grünem Veltliner und Blaufränkisch deutlich besser war, mußten wir am Ende der Ernte die Trauben wieder genauso intensiv sortieren wie am Beginn vor 29 Tagen bei Muskat Ottonel und Zweigelt.

Deutlich mehr als die Hälfte landete heute auf dem Boden, infiziert von Essigsäurebakterien und verschiedensten unedlen Fäulnisarten. Hoffentlich hat sich die Mühe gelohnt.

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Dem Ende entgegen

Mittwoch, 1. Oktober 2014 | Autor:

Cabernet 2014

Mit dem Cabernet Sauvignon haben wir vorgestern Montag die Weinlese 2014 beinahe abgeschlossen. Neben einzelnen edelfaulen Trauben in fast allen Weißweingärten hängt jetzt nur noch eine Traminer- und eine Weißburgunderanlage komplett um davon eine süße Auslese zu keltern.

Wie eine genaue Kontrolle des Traminers gestern ergeben hat, dürfte sich die Sache dort allerdings leider erledigt haben. Fast keine Traube ist frei von Essigstich und eine Selektion bei der Ernte ist praktisch unmöglich. Die Kosten dafür stünden in keinerlei Relation zur erzielbaren Minimenge und der qualitative Erfolg der Arbeit wäre keineswegs sicher.

Alle Hoffnung ruht jetzt auf dem Weißburgunder. In dem Weingarten ist die Situation deutlich besser, ohne penibelste Auslese wird es aber auch dort nicht gehen.

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