Spätfrost – Das Video

Freitag, 29. April 2016 | Autor:

Spätfrost 2016 in Mörbisch from Grenzhof Fiedler on Vimeo.

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Scheiße!

Donnerstag, 28. April 2016 | Autor:

Spätfrost

Das hätte Chardonnay 2016 werden sollen.

Nach den ersten kleinen Schäden am Dienstag hat uns (wie sehr, sehr viele Kollegen in ganz Österreich und sonstwo) der Spätfrost in der Nacht von gestern auf heute ziemlich übel erwischt. Ein Drittel unserer Weingärten ist nahe am Totalschaden, ein weiteres Drittel ist deutlich geschädigt und nur rund ein Drittel ist halbwegs unversehrt geblieben.

Natürlich bilden die Rebstöcke in ein paar Wochen wieder neue Triebe und Blätter, Trauben wachsen aber wohl nur sehr sehr vereinzelt nach. Wir müssen also damit rechnen, dass wir vom 2016er weniger als die Hälfte einer normalen Ernte in den Keller bekommen werden.

Diese Aussichten sind natürlich – man verzeihe mir die deutliche Wortwahl – scheiße.

Trotzdem möchte ich meine Schilderungen nicht als Wehklagen verstanden wissen. Wir Bauern haben bei manchen zwar den Ruf, ständig zu jammern, aber wenn ich von den Frostschäden berichte, dann nicht, um Mitleid oder Fördergelder zu erheischen.

Elementarereignisse wie dieses sind zum Glück selten, gehören aber zu meinem Beruf. Unser Betrieb ist gut genug aufgestellt, um damit umgehen zu können. Wir haben unsere Fixkosten im Griff, sind klein genug, um so etwas flexibel handhaben zu können, haben treue, verständnisvolle Kunden, einen auch quantitativ guten Jahrgang 2015 im Keller und vor allem bei den Rotweinen auch Reserven aus den Jahren davor.

Auch wenn es mir wohl nicht alle glauben werden: Mehr betroffen als das Loch in meiner Brieftasche im nächsten Jahr macht es mich, meine Rebstöcke in so einem Zustand zu sehen.

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Spätfrost!

Dienstag, 26. April 2016 | Autor:

Spätfrost1 bearbeitet

Archivbild 2011

Der frühe Austrieb der Reben und der kalte Wetterumschwung der letzten Tage sorgt bei uns Weinbauern für berechtigte Nervosität. Sobald die jungen Triebe nämlich die schützende Hülle der Knospen verlassen haben, führen schon Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt zu Frostschäden.

Viele Kollegen in Österreich, Deutschland und Südtirol sind bereits massiv betroffen, und vergangene Nacht hat es leider auch uns ein wenig erwischt. Nicht allerdings in den tiefliegenden Lagen am See wie zu erwarten (und wie zuletzt 2011), sondern in unserer größten Parzelle am Goldberg, die nahe an einem kaltluftführenden Einschnitt im Hügelland liegt.

Nach Schätzung meines Vaters liegt der Schaden zum Glück nur bei vielleicht 10 Prozent, aber die Kältewelle ist noch nicht vorbei, bis zu den eigentlichen Eismännern dauert es noch zwei Wochen, und 2012 sind in einigen Gebieten sogar noch nach dem 15. Mai Reben erfroren…

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Neue Reben am Altenberg

Donnerstag, 21. April 2016 | Autor:

Nach einem Jahrzehnt Brache wachsen seit heute wieder Reben auf unserer Parzelle am Mörbischer Altenberg.

Reben pflanzen am Altenberg from Grenzhof Fiedler on Vimeo.

Der Altenberg ist ein Südhang mit einem für Mörbisch außergewöhnlichen schweren Lehmboden. Damit ist er geradezu prädestiniert für Blaufränkisch.

Leider war die Breite unserer Parzelle ziemlich ungünstig für die moderne Bewirtschaftung. Vier Reihen zu schmal, drei Reihen wie beim letzten Weingarten von 1974 bis 2006 unnötig breit. Nicht zuletzt deshalb haben wir uns mit der Wiederauspflanzung lange Zeit gelassen.

Vor zwei Jahren konnten wir aber die Nachbarparzelle dazutauschen, uns so stand einer Auspflanzung mit sieben idealen Reihen nach entsprechender Bodenvorbereitung und einer Rebenbestellung nach Maß nichts mehr im Weg.

Wie in den letzten Jahren üblich, erfolgt die Pflanzung maschinell durch einen Lohnunternehmer. Das geht schneller als von Hand und die Reben wachsen meist auch schöner. Ein vorher genau eingemessener Draht dient dabei als Leitlinie für die Steuerung von Traktor und Maschine, damit die Rebreihen den Kurven des Grundstücks genau folgen.

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Adebar ist wieder da

Samstag, 2. April 2016 | Autor:

Storch 3 komprimiert

Gestern habe ich begonnen, den Boden in unseren Weingärten mit einem Spezialgerät zu lockern ohne die Begrünung umzubrechen. Und wie schon öfter beschrieben, hat es auch dieses Mal nicht lange gedauert, bis ich einen Storch als Begleiter hatte.

Zu verlockend ist die Chance auf eine aufgescheuchte Maus, einen ans Tageslicht gebrachten Regenwurm oder einen abgelenkten Frosch…

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