Spätfrostfolgen (3)

Donnerstag, 16. März 2017 | Autor:

Seit kurzem ist die Erntestatistik 2016 online. Sie beruht auf den Erntemeldungen, die jeder Weinbaubetrieb als Grundlage seiner Kellerbuchführung abgeben muss.

Mit 1,95 Millionen Hektolitern österreichweit liegt der Jahrgang 2016 um ca. 14 Prozent unter seinem Vorgänger 2015 und rund 16 Prozent unter dem Fünfjahresschnitt von 2011 bis 2015.

Das mag harmlos erscheinen, aber wie so oft liegt der Teufel im Detail. Während die niederösterreichischen Gebiete (trotz deutlicher Ausfälle in der Wachau, der Thermenregion und Carnuntum) insgesamt sogar um 11 Prozent mehr als 2015 ernten konnte, sieht es bei uns im Burgenland und in der Steiermark dramatisch anders aus.

Das Burgenland hat Verluste von rund 50 Prozent gegenüber 2015 zu verzeichnen, die Steiermark sogar gut 60 Prozent. Da sind wir mit unseren gut 30 Prozent ja noch fast glimpflich davongekommen…

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Spätfrostfolgen (2)

Sonntag, 12. März 2017 | Autor:

Besonders deutlich merkt man die Folgen des Spätfrostjahrgangs 2016 im Lebensmittelhandel. Wo es um den Erhalt des Regalplatzes geht, sind insbesondere die vom Frost besonders betroffenen Kollegen aus der Steiermark sehr kreativ.

So wird z.B. aus „Frisch&Steirisch“ mit dem heurigen Jahrgang „Jung&Stylisch“ um dem Bezeichnungsrecht genüge zu tun. Wie auf dem Rücketikett korrekt ersichtlich handelt es sich nämlich nicht um steirischen Wein, sondern um einen Zukauf aus Kroatien.

Viele Weinbauern und auch zumindest eine der großen Handelsketten weisen geradezu vorbildhaft auf den Hintergrund dieser Weinimporte aus Slowenien, Kroatien, ja sogar Neuseeland (!) hin. Trotzdem wird den meisten Käufern im Supermarkt wohl gar nicht auffallen, dass sie keinen Österreicher im Glas haben…

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