Fast fertig

Freitag, 21. September 2018 | Autor:

Nach vier Wochen Lese – davon allerdings nur eine durchgehend von Montag bis Freitag – haben wir den Jahrgang 2018 beinahe vollständig im Keller. Zwei Lesetage trennen uns noch vom „Leikauf“, unserem Mundart-Begriff für das Ende der Ernte.

Einen Traminer-Weingarten haben wir am Dienstag bereits in Auslese-Qualität (knapp 22°KMW) geerntet, beim anderen und einem Welschriesling warten noch den Wetterumschwung an diesem Wochenende ab.

Vor dem Traminer war am Montag dieser Woche der letzte Blaufränkisch und gleich im Anschluss unser Cabernet Sauvignon an der Reihe. Beide wie nach dem heißen, trockenen Sommer zu erwarten sehr reif und sehr vielversprechend.

Im Keller haben einige Weine bereits ihre Gärung beendet und lassen erste Charakterzüge erkennen. Das tägliche Verkosten ist jetzt die wichtigste Arbeit des Kellermeisters.

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Feierabend

Mittwoch, 12. September 2018 | Autor:

Gestern und heute haben wir Blaufränkisch gelesen, und weil es beim Rotwein am Tag der Ernte nichts zu pressen gibt, hatte ich heute etwas früher Feierabend.

Bis auf den Traminer und einen Welschriesling, bei denen wir auf Spät- und Auslese hoffen sind jetzt alle Weißweine zu Hause. Von den Roten fehlt noch der Blaufränkisch vom Goldberg (voraussichtlich Montag) und der Cabernet Sauvignon (vielleicht auch schon nächste Woche).

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Zuwenig und zuviel ist des Narren Ziel

Dienstag, 4. September 2018 | Autor:

Wie es scheint möchte Petrus den fehlenden Regen der letzten drei Monate jetzt in vier Tagen nachholen. Seit Samstag regnet es immer wieder, und mittlerweile nähern wir uns der Marke von 100 Liter pro Quadratmeter.

Den Weinstöcken insgesamt hilft das wohl, die Trauben hätten das anhaltende Nass aber jetzt nicht mehr gebraucht. Zum Glück sind die Beeren nach dem trockenen Sommer dickschalig und dadurch ein wenig widerstandsfähiger gegen Fäulnis, die bei solchen Wetterbedingungen immer droht.

Eine größere Herausforderung als die Lese selbst ist deshalb ist in den nächsten Tagen wohl die Logistik, weil nicht alle Weingärten vernünftig befahrbar sind. Um Bodenverdichtungen und Schäden an Traktor und Anhänger zu vermeiden werden wir z.B. bei zwei kleineren Parzellen den Traktor auf den befestigten Wegen lassen und die Trauben mit unseren Lesescheibtruhen zu den Enden der Rebzeilen auf den Anhänger bringen.

Bei diesen Bedingungen werden Erinnerungen an das Jahr 2007 wach. Damals hat es nach ähnlich frühem Lesebeginn fast auf den Tag genau wie heuer 110 mm in 48 Stunden geregnet. Letztendlich sind wir aber mit einem blauen Auge davongekommen, das macht optimistisch für heuer.

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