Traubenreife aktuell

Donnerstag, 16. September 2010 |  Autor:

Blaufränkisch 2009

Nachdem die Trauben zumindest halbwegs abgetrocknet waren, habe ich heute Nachmittag einige unserer Weingärten begutachtet:

Welschriesling Ried Haidacker: 15,5°KMW

In diesem Weingarten werden wir wohl – aus nicht wirklich nachvollziehbaren Gründen – die größten Ertragseinbußen gegenüber einer Normalernte zu verzeichnen haben. Bis auf einzelne Fäulnisnester sind die Trauben (noch) recht gesund und wirken auch halbwegs dickschalig und stabil.

Grüner Veltliner Ried Birnheide: 16°KMW

Die vom Hagel im Juli angeschlagenen Beeren sind zum Glück vertrocknet. Trotzdem finden sich auch beim robusten und dickschaligen Veltliner bereits einzelne Botrytisnester.

Zweigelt Ried Haderwald: 17°KMW

Unser jüngster Zweigelt-Weingarten in der vergleichsweise späten Lage Haderwald hat bereits einen (für diesen Jahrgang) überraschend hohen Zuckergehalt erreicht. Auch hier finden sich aber schon die ersten Spuren von Fäulnis, ebenso wie zahlreiche welke Trauben.

Pinot blanc Ried Haderwald: -17 bis +17°KMW

Die verschiedenen Altersstufen und Rebselektionen vom Weißburgunder liegen in dieser Lage rund um 17°KMW. Eine äußerst positive Überraschung ist dabei der Gesundheitszustand der Trauben, denn Fäulnis ist hier, trotz sehr dichter Trauben (noch) nur sehr sehr vereinzelt zu finden.

Auffallend viele Beeren wirken (bei einem jahrgangstypisch hohen Säuregehalt) auch schon geschmacklich reif und zeigen reife, braune Kerne.

Blaufränkisch Ried Hader: 16,5°KMW

Alle Beeren sind schön durchgefärbt, aber von Geschmacks- und Tanninreife kann man natürlich noch nicht sprechen. Es bleibt die Hoffnung, dass die gesunden, knackig-festen Beeren ein Zuwarten bis zur physiologischen Reife möglich machen.

Cabernet Sauvignon Ried Hader: +16°KMW

Der späte Cabernet zeigt sich sehr heterogen. Einzelne Beeren wirken relativ reif, aber viele schmecken auch noch grasig-grün und sauer. Noch gebe ich die Sorte nicht auf, aber mit jedem Tag ohen Sonne läuft dem Cabernet die Zeit noch viel schneller davon, als allen anderen.

Leider haben wir auch heuer wieder mit der Stiellähme zu kämpfen, was bei entsprechender Selektion bei der Lese den ohnehin geringen Ertrag weiter reduzieren wird.

Tags »   

Trackback: Trackback-URL | Feed zum Beitrag: RSS 2.0
Thema: Lese 2010

Diesen Beitrag kommentieren.

Kommentar abgeben