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Samstag, 25. September 2010 |  Autor:

Pinot-Trauben bearbeitet

Was in einer anderen Branche diese legendäre Zahlenkombination, sind für uns Weinbauern Werte wie jene beim Pinot blanc, den wir am Donnerstag gelesen haben: +18°KMW (d.h. später etwa 12,5% vol) – pH 3,29 – Säure 7,8 g/l.

Natürlich kommt es aber auch bei den Weintrauben (auch) auf die inneren Werte an, über die solche Analysen keinerlei Auskunft geben. Umso erfreulicher ist es, dass die Kerne braun und reif, die Aromen gut ausgeprägt und die Trauben sehr gesund waren.

Diese Freude können auch auch jene nicht trüben, die schon vor einer Woche gemeint haben, den Jahrgang 2010 per voreiliger Ferndiagnose in Grund und Boden schreiben zu müssen.

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Thema: Lese 2010

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Ein Kommentar

  1. 1
    Harald 

    Das hört sich sehr gut an. Die chemischen Eckwerte sind klasse, die physiologische Reife scheint gegeben, die Trauben schmecken und sind gesund.Da kann doch nichts schlechtes rauskommen!
    Leider beurteilen viele Zeitgenossen, zudem auch noch meinungsmachende, Weinjahrgänge bevor sie im Faß sind. Meinungsmache mit dem Zusatz „Glaube ich zu wissen. Will ich mich irren..“
    Ferndiagnosen, die dem Ruf schon im Vorfeld schaden und dem Wein in keinster weise gerecht werden. Ich bin zumindest froh, das mittlerweile nicht jedes Jahr ein neuer Jahrhundertjahrgang ausgerufen wird. Vielleicht schiesst die Journallie nun in die andere Richtung um Leserschaft zu bekommen?

    Wie du bei Captaincork kommentiert hast:
    „Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Aber man muß ihn auch nicht schon zu Mittag verdammen.“

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