Wachauer Weihnachtsfrieden

Mittwoch, 22. Dezember 2010 |  Autor:

Foto: ÖWM/Gregor Semrad

Dem alten Journalistenspruch „Only bad news is good news“ folgend, wird nicht selten über negative Ereignisse eher berichtet, als über gute Nachrichten.

Damit das gerade in Zusammenhang mit einem von mir durchaus geschätzten Weinbaugebiet an dieser Stelle nicht der Fall ist, möchte ich nach meinem Bericht über diesen Rechtsstreit auch über dessen Beilegung berichten.

Wie man dieser Pressemeldung entnehmen kann, hat der betroffene Kollege seine Klage zurückgezogen und wurde im Gegenzug wieder vom Gebietschutzverein Vinea Wachau als Mitglied aufgenommen.

Die zahlreichen Problemfelder im Zusammenspiel von privatrechtlichen Vereinigungen mit öffentlich Institutionen und den Bezeichnungsvorschriften des Weingesetzes, die nicht nur die Wachau allein betreffen, sind damit natürlich nicht vom Tisch. Sie lassen sich allerdings wohl auch nicht unbedingt vor Gericht lösen…

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Thema: Wein-Medien-News

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2 Kommentare

  1. 1
    Josef Hofbauer 

    Grundsätzlich,
    wäre es eine Aufgabe des Staates,
    dafür zu sorgen, dass sich „private Vereine und Gesellschaften“ keine „obrigkeitlichen Rechte“ ausüben und auch nicht das äußere Erscheinungsbild eines öffentlichen Amtes zulegen.

    Privatgesllschaften können daher auch nicht „Erste Lagen“ definieren, und andere seien sie Mitglieder des Privatvereines oder nicht, von allgemeinen Rechten auszuschliessen.
    Ich bin Wiener, wenn ich in Wien wohne, und der Privatverein der „Ur-wiener“ kann mir dieses Recht nicht nehmen oder mir einen Status verleihen.

    Was sich derzeit im Bereich des Weinbauens an Amts-Anmaßung abspielt ist lächerlich, für manche aber auch Existenzgefährdend.
    Die landesverwaltung hat Handlungsbedarf, aber di zuständigen Politiker haben sich mit den privatvereinsmeiern verbündet.
    Peinlich. Gefährlich.

  2. 2
    bf 

    Ich möchte da nicht wirklich widersprechen. Meines Wissens werden allerdings manche Lagenklassifikationsansätze auch von zuständigen Politikern und Institutionen durchaus kritisch gesehen.

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