Winterfeuchte

Die ersten beiden Monate des heurigen Jahres waren außergewöhnlich niederschlagsreich und haben uns mehr als doppelt so viel Schnee (und teilweise auch Regen) beschert wie üblich. Die Lacken im Seewinkel sind so gut gefüllt wie selten, und der Wasserspiegel des Neusiedlersees war um diese Zeit nur in ganz wenigen Jahren höher.

Weil der Boden bei keinem der drei intensiven Schneefälle der letzten Wochen tief gefroren war, konnte er das Schmelzwasser gut aufnehmen und ist wohl bis weit hinunter mit Wasser gesättigt. Sollten Juni, Juli oder August heuer recht trocken ausfallen, werden die Wurzeln der älteren Weinstöcke auf jeden Fall davon profitieren.

2 Gedanken zu „Winterfeuchte“

  1. Hallo Bernhard,

    was würde das für die Weinqualität 2013 bedeuten? In einem früheren Beitrag hast du – glaube ich – einmal beschrieben, dass leichter (kontrollierter) Trockenstress die Weinqualität begünstigt?

    Grüße,
    Gerald

  2. Hallo Gerald, was das für die Jahrgangsqualität bedeutet kann seriöserweise niemand sagen, aber es ist ein kleines positives Indiz, ein vielversprechender Beginn einer langen Reise auf der noch viel passieren kann.

    Trockenstress (der wenn dann nur in sehr moderater Form und nur beim Rotwein positive Auswirkungen haben kann) kann es heuer trotzdem noch geben. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass er extrem qualitätsmindernd oder für junge Reben gar existenzbedrohend wird ist nach so einem Winter deutlich kleiner. Davon abgesehen profitiert auch das Bodenleben (Humus!) im nahenden Frühjahr davon, was wiederum den Reben hilft (Nährstoffverfügbarkeit,…).

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