Verkostungsbedarf

Freitag, 22. März 2019 |  Autor:

Während die leichteren Weißweine bereits seit Anfang Februar in der Flasche sind, durften die kräftigeren 2018er noch auf der (Fein-)Hefe weiterreifen. Kommenden Dienstag ist es aber auch für Pinot blanc, Chardonnay Duett und die süße Auslese soweit.

Die Auslese ist ja schon seit der Gärungsunterbrechung im November weitgehend „fertig“, bei den anderen beiden gab es allerdings in den letzten Wochen intensiven Verkostungsbedarf. Chardonnay und Pinot blanc zählen nämlich zu unseren wichtigsten Sorten, und dementsprechend viele Einzelchargen gibt es insbesondere in einem auch mengenmäßig guten Jahr wie 2018.

Früh gelesen mit wenig Alkohol und lebendiger Säure, spät gelesen mit reifer Frucht und cremiger Fülle, kühle Lage, frühe Lage, alte Reben und junge Stöcke, tankvergoren, spontan und mit Reinzuchthefe, altes Fass, (fast) neues großes Fass und Barriques von neu bis alt boten eine Menge an Kombinationsmöglichkeiten für den Endverschnitt.

Entstehen sollten daraus ein klassischer Pinot blanc, der jetzt gefüllt wird, und ein lagenreiner Sortenvertreter von den alten Reben in der Riede Wieser, der als Leithaberg DAC im Juli oder August in die Flasche kommt. Außerdem unser Chardonnay Duett, der den Ausbau in Stahl und Holz verbindet und ebenfalls am Dienstag abgefüllt wird sowie später ein Lagenchardonnay vom Goldberg, den wir 2017 erstmals gefüllt haben. Und für ein vage andiskutiertes Projekt mit einem unserer Vertriebspartner sollten auch noch passende Chargen im Tank verbleiben.

Nach etlichen Etappen, gelegentlichen Zweifeln und dem Härtetest der Muster als Speisenbegleiter und im Alltag bin ich mir jetzt ziemlich sicher, eine gute Lösung gefunden zu haben. Einen schönen Kompromiss im besten Sinn des Wortes.

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Thema: In Presshaus und Keller

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