Dienstag, 3. August 2010

Auch wenn das Ausdünnen angesichts des zum Teil äußerst spärlichen Traubenbehanges im heurigen Jahr einen etwas kleineren Stellenwert hat, erlaube ich mir aus aktuellem Anlass auf diesen Artikel aus dem August 2007 und diesen darin verlinkten Beitrag vom Juli 2007 hinzuweisen.
Seit einigen Tagen sind wir nämlich dabei, den Ertrag der Rebstöcke auf ein qualitativ wie wirtschaftlich sinnvolles Niveau zu reduzieren.
Während wir uns aber bei den Weißweinsorten und bei Blaufränkisch und Cabernet auf kleine Korrekturen bei einzelnen Stöcken beschränken können, ist der Behang des Zweigelt fast so üppig, wie in Normaljahren und muß entsprechend reduziert werden.
Thema: Reben und ihre Pflege |
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Freitag, 30. Juli 2010
Nach einer längeren Pause folgt hier wieder einmal ein Beitrag, in dem es nicht um Wein, sondern um das Bloggen geht. Darüber hinaus enthält er viele Verweise und hat einen selbstreflexiven Charakter. Alle, die solche Insiderthemen der sogenannten “Blogosphäre” nicht interessieren (d.h. wohl die Mehrzahl der Besucher) bitte ich, in ein paar Tagen wieder vorbeizuschauen.
Das zunehmende Verschwimmen der Grenzen zwischen Bloggerei und Journalismus und zwischen Print und Online bringt auch den einen oder anderen Blogger dazu, das eigene Selbstverständnis zu hinterfragen. Während nämlich einerseits heutzutage kaum noch ein klassisches Medium ohne “Blog” auszukommen meint, findet man andererseits immer mehr Spuren von klassischen Bloggern außerhalb ihres angestammten Biotops.
Ein schönes Beispiel dafür sind Gastbeiträge für fremde Online- oder Print-Seiten. Natürlich schmeichelt es dem eigenen Ego, wenn man als Hobby-Schreiber eingeladen wird, Texte für eine anderes, meist größeres Publikum zu verfassen.
Nicht immer ist das allerdings so unproblematisch wie meine wenigen (und äußerst harmlosen) Beiträge für den Blog der Österreich-Werbung im März 2008. Nach meinen Erfahrungen (und durchaus nachvollziehbarer Weise) stoßen nämlich vor allem eher kontroverse Themen auf das Interesse der Medien.
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Thema: Allgemeine Randnotizen |
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Mittwoch, 28. Juli 2010

Vorgestern habe ich die ersten verfärbten Beeren beim Zweigelt entdeckt, etwa eine Woche später als 2009. Wie sich schon zur Blüte abgezeichnet hat, ist der heurige Jahrgang damit einer der spätesten des letzten Jahrzehnts.
Grund zur Beunruhigung ist das jedoch keiner, wenn man an die hohen Qualitäten des diesbezüglich vergleichbaren 2004ers zurückdenkt.
Thema: Reben und ihre Pflege |
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Montag, 26. Juli 2010

Wie die Zeitschrift “Der Winzer” hier unter Berufung auf die Weingartengrunderhebung 2009 meldet, gab es im Vorjahr 20.181 Weinbaubetriebe in Österreich. Das bedeutet einen Rückgang von 37 Prozent (bzw. die Aufgabe von 11.863 Weinbauern) seit der letzten Erhebung von 1999.
Im Vergleich dazu hat die Weingartenfläche nur um 6,1 Prozent abgenommen, womit die durchschnittliche Betriebsgröße auf (immer noch recht überschaubare) 2,25 Hektar gestiegen ist.
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Thema: Wein-Medien-News |
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Samstag, 24. Juli 2010

Nachdem wir im vergangenen Winter eine unserer Parzellen in der Riede Wieser mittels Grundstückstausch vergrößern konnten, werden wir sie im Frühjahr 2011 mit Traminer-Reben bepflanzen.
Der untere Teil des Grundstückes ist allerdings stark mit Nematoden verseucht, die nicht nur durch ihre Saugtätigkeit an den Wurzeln die Reben schwächen, sondern auch Viruserkrankungen auf gesunde Stöcke übertragen können.
Virosen führen meist zu schwachem und untypischen Wuchs, einem schlechten Traubenansatz und zu einem vorzeitigen Absterben der Reben. Hauptmerkmal der sogenannten Reisigkrankheit sind z.B. oftmalig – und für Reben geradezu unnatürlich – verzweigte Triebe sowie extrem kurze Abstände zwischen den Blättern (Kurzknotigkeit).
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Thema: Reben und ihre Pflege |
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Mittwoch, 21. Juli 2010

Während meiner Abwesenheit gingen zwei heftige Gewitter über unseren Rieden nieder. Eines davon auch mit leichtem Hagelschlag, der aber zum Glück nur einige wenige unserer knapp 30 Weingärten und auch diese nur leicht betroffen hat.
Der positive Aspekt eines kräftigen Wassernachschubes in dieser Zeit der intensiven Verdunstung überwiegt daher bei weitem. Nicht zuletzt, weil dank unserer weitgehenden Begrünung der Boden das kostbare Naß gut aufnehmen konnte, und in unseren Weingärten nur wenig Wasser oberflächlich abgeflossen sein dürfte.
Thema: Dauerthema Wetter |
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Mittwoch, 14. Juli 2010

Damit ich nach meiner Rückkehr nicht im Spam ersticke, ist die Kommentarfunktion für ein paar Tage deaktiviert.
Ich bitte um Verständnis.
Thema: Allgemeine Randnotizen |
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Mittwoch, 14. Juli 2010

Eine Woche mit Temperaturen über 30°C liegt hinter uns, und – wenn man dem Wetterbericht glauben kann – zumindest eine weitere steht uns noch ins Haus.
So warm müßte es für die Reben gar nicht sein, aber dank der gut gefüllten Wasserreserven im Boden stehen unsere Weingärten wunderschön da und entwickeln sich prächtig.
Die massive Peronosporagefahr ist bei diesem Wetter zumindest vorerst gebannt, und auch die zweite Mehltauart, Oidium, ist in unseren Weingärten bisher nicht über eine verschmerzbare kleine Erstinfektion hinausgekommen.
Obwohl das Blütewetter etwas besser war, als 2009 zeichnet sich bei den meisten Sorten eine unterdurchschnittliche Erntemenge ab. Neben der schlechten Befruchtung bei den empfindlichen Sorten Muskat Ottonel und Blaufränkisch haben die meisten “robusten” Sorten einen deutlich geringeren Fruchtansatz.
Grüner Veltliner, Welschriesling, Chardonnay und Traminer sind zwar gut entwickelt, aber es hängen deutlich weniger Trauben an den Reben, als in Normaljahren. Grund dafür ist wahrscheinlich das Juni- bzw. Juliwetter des Vorjahres, denn zu diesem Zeitpunkt entwickeln sich in den Knospen bereits die Anlagen für die Früchte des nächsten Jahres.
Thema: Reben und ihre Pflege |
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Montag, 12. Juli 2010
Gedanken zu diesem Artikel von Captain Cork und einigen Kommentaren

Mit der Entwicklung des Weines vom Alltagsgetränk zum Lifestyle-Thema der genussaffinen Mittel- und Oberschicht hat sich auch der Blickwinkel auf den vergorenen Traubensaft deutlich gewandelt. Für Weinfreunde zählt heutzutage nicht nur der Geschmack, sondern auch die Entstehungsgeschichte und das Umfeld eines Weines zu seinen Qualitätsmerkmalen.
Dieser Trend ist aus vielerlei Gründen zu begrüßen. Nicht zuletzt, weil er zu einem bewußteren Konsum und zur Bevorzugung hochwertigerer Weine führt. Allerdings sollte man dabei nicht übersehen, dass das Interesse zahlreicher Laien für ein hochkomplexes Thema wie die Weinherstellung auf einem umkämpften Markt zwangsläufig auch einen Kampf um die Deutungshoheit für an sich neutrale Fachbegriffe nach sich zieht.
Da eine umfassende Beschäftigung mit dem Thema Weinherstellung aber in der Regel nicht möglich (und oft wohl auch gar nicht erwünscht) ist, konzentriert sich die Diskussion meist auf einige wenige Signalwörter, an denen man meint, den Background eines Weines festmachen zu können.
Und weil ihre Erklärungsmuster so schön logisch und einfach klingen, tragen die Weinmoralisten mit ihren schwarz-weißen Glaubenssätzen häufig den Sieg davon: Reinzuchthefe ist böse, Spontangärung ist gut. Und so weiter…
Der nicht zum moralisieren neigende Winzer hat nur zwei Möglichkeiten, damit umzugehen: Er kann sich bequem dem Kanon der Meinungsmacher beugen. Oder er kann mühsam versuchen, darzustellen, dass die Weinwelt auch in solchen “Glaubensfragen” nicht schwarz-weiß, sondern bunt ist.
Auf die Plätze, fertig, los:
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Thema: In Preßhaus und Keller |
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Donnerstag, 8. Juli 2010
Morgen Freitag ist wieder wieder Wein(blog)rallye-Tag, und alle deutschsprachigen Genussblogger, die Lust dazu haben, befassen sich deshalb mit einem bestimmten Thema.
Die 35. Etappe wird betreut vom Weinfreak, der hier dazu auffordert, über Weine zu schreiben, die “Stein” im Namen tragen, die von Reben stammen, die auf bestimmten Bodenformation wachsen, die nach Stein und Boden riechen und schmecken, die nur an ausgesuchten Stellen so schmecken können und/oder die auf unterschiedlichen Böden gewachsen unterschiedliche Aromen zeigen.
Weil ich morgen den ganzen Tag unterwegs bin, wird es leider keinen Beitrag von mir zu diesem spannenden Thema geben. Die mit Sicherheit interessanten Texte der Kollegen kann man einfachsten via genussblogs.net oder (wahrscheinlich) über Kurzmeldungen beim Weinfreak verfolgen.
Und vielleicht hole ich meinen Beitrag zum Thema Stein und Wein irgendwann einmal nach…
Thema: Weinrallye |
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