Kein Vergleich

Freitag, 18. September 2009 |  Autor:

Traubenwelke beim Zweigelt

In manchen Dingen ist der Jahrgang 2009 seinem Vorgänger sehr ähnlich: Die gute Wasserversorgung im Sommer, der trotzdem frühe Erntebeginn und die gute Säurestruktur der Trauben.

Was die Traubenwelke betrifft, so gibt es aber zum Glück keine Gemeinsamkeiten. Während wir im Vorjahr durch diese Krankheit mehr als 30 Prozent unseres Zweigelt verloren haben (siehe hier und hier), mußten wir heuer nur ganz wenige schlaffe, nicht ausgereifte Trauben aussortieren.

Wie es zu dieser Erkrankung kommt, und warum sie vor allem beim Zweigelt auftritt, ist noch nicht vollständig geklärt. Als wahrscheinlichste Ursache gilt ein Nährstoffungleichgewicht zwischen Kalium und Magnesium, möglicherweise beeinflußt durch besonders viel oder zu wenig Regen zu bestimmten Zeiten.

Im fortgeschrittenen Stadium (auf dem Foto links im Vergleich zu einer gesunden Traube rechts) ist die Welke recht leicht an den geschrumpften Beeren zu erkennen. Beginnend welke Trauben, die genau so leer und sauer schmecken sind hingegen weit schwerer auszumachen.

Den Unterschied zu einer gesunden Traube kann man in diesem Stadium eher spüren als sehen. Deshalb braucht es Lesehelfer mit Fingerspitzengefühl im wahrsten Sinne des Wortes, um das Problem in den Griff zu bekommen.

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Thema: Lese 2009

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6 Kommentare

  1. 1
    Stefan 

    Hallo Bernhard!

    Bei meinen Weinbaupraktikum bezüglich meiner Weinmanagemntausbildung bin ich auch voriges Jahr der Traubenwelcke begegnet.

    Mein Praktikumwinzer aus der Wachau, hatte voriges Jahr 2008 auch massive Traubenwelcke. Jedoch hatte man 2007 in diesem Weingarten mehrere Bodenproben erstellt und es wurde kein Nährstoffungleichgewicht zwischen Kalium und Magnesium festgestellt. In meinen Weinbaubuch las ich jetzt nach, dass ein abrupter Witterungswechsel, vorallen beim ZW die Traubenwelcke auch auslösen kann. Jedoch hatte man den Ertrag pro Stock auf 6 Trauben eingeschränkt.

    Ich vermute, wenn mehrere Faktoren, Nährstoffwechsel und Witterungswechsel usw. zusammenkommen, dass ein massives auftreten vorgegeben ist.

    Gestern besichtigte ich den ZW Weingarten und euer findet man (fast) keine Traubenwelcke außer auf ein paar Stöcken, wo etwas zu viel Ertrag auf den Rebstöcken ist.

    mfg stefan

  1. […] geringer, als bei den Weißen. Verantwortlich dafür ist das deutlich geringere Auftreten der Traubenwelke beim Zweigelt, die uns 2008 zum Aussortieren vieler Trauben gezwungen […]

  2. […] (noch) keinerlei Fäulnis. Allerdings scheint sich leider wieder ein starkes Auftreten der Traubenwelke […]

  3. […] sehen kann, haben unsere Lesehelfer  die in manchen Weingärten heuer sehr zahlreichen welken Trauben gut […]

  4. […] Während wir im Vorjahr beim Zweigelt in manchen Weingärten bis zu 30 Prozent Einbußen durch die Traubenwelke zu beklagen hatten, war dieses Phänomen heuer zum Glück kaum zu […]

  5. […] Der für uns sehr wichtige Muskat Ottonel gesund und (in einem Jahr mit schlechtem Blütewetter besonders erfreulich) in ausreichender Menge, Grüner Veltliner und Welschriesling ebenfalls mit vernünftigem Ertrag und bei nahezu perfektem Zucker-Säure Verhältnis und der Zweigelt schön reif und fast ohne Welke. […]

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